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23 May 2025

Zum Himmel bist du eingegangen

My next new hymn translation for Lochner’s Easter-book is the Ascension hymn “Zum Himmel bist du eingegangen” (Anon., Berlin, 1829), of which stanzas 1, 3, 4, and 5 close Devotion 36. The hymn is a substantial reworking of Schmolck’s 10-stanza “Gott Lob, der Weg ist mir gebähnet” (Der lustige Sabbath, 1712), via the intermediary 8-stanza revision/reworking: “Wohl mir! (Berlin, 1800).

Mel.: Ich habe nun den Grund gefunden


THOU into heaven high ascending,
Lord Christ, art crowned with majesty!
Now where Thou art, to be attending,
My heart is longing fervently!
I’m but a pilgrim wand’ring here,
Oh, take me to Thy homeland dear!
 
2 From death to life Thou art arisen,
Thou ent’rest heaven glorified;
Let me not lie in sin’s dark prison
But lift my spirit to Thy side:
A new life, Savior, work in me,
And I some day shall come to Thee.
 
3 Once in the Garden pain and sadness,
O Lord, aggrieved Thee unto death;
Now from the Garden Thou with gladness,
As Victor tak’st Thy heav’nly path.
So glory follows grief and care:
Do Thou for both my soul prepare!

4 Though Thou art into heav’n ascended,
Yet still Thy Word abideth here;
Now keep me by this Prize defended,
The Word in which Thy speech I hear;
This guideth all my life’s long course
And opens wide Thy heav’nly doors.
 
5 Thou liftedst up Thine hands in blessing
O’er Thy disciples watching Thee;
Oh, help me, that through life progressing,
I may conclude it blessedly.
Then blest by Thee, when life shall cease,
I know I shall depart in peace.
 
6 With eyes of faith I will be gazing
To heaven, home of every good;
In Thee, my path to heaven blazing,
My heart shall find its quick’ning food,
And, though concealed to carnal sense,
Shall own Thee still my sure Defense.
 
7 As Thou in glory art ascended,
So shalt Thou come again, dear Lord,
And take me, by Thy hosts attended,
To where my portion now is stored.
Thus here I live by faith’s true light,
Hereafter in Thy gladd’ning sight.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN (BERLIN GSB 1829)

Zum Himmel bist du eingegangen
Mit Preis gekrönt, Herr Jesus Christ!
Wie sollte mich nun nicht verlangen,
Auch dort zu sein, wo du nun bist?
Ich bin ja nur ein Pilger hier;
Nimm in die Heimat mich zu dir.
 
2 Vom Tode standst du auf zum Leben
Du gingst verklärt zum Himmel ein.
So muß sich auch mein Geist erheben;
Ich darf nicht tot in Sünden sein.
Ein neues Leben wirk in mir,
So komm ich einst gewiß zu dir.
 
3 Am Ölberg fingen deine Leiden
Mit bittern Todesängsten an.
Am Ölberg gingst in hohen Freuden
Du siegreich deine Himmelsbahn.
So folgt auf Leiden Herrlichkeit:
Zu beidem mache mich bereit!

4 Du bist von uns zwar aufgefahren,
Doch ist dein Wort noch immer hier;
Laß dieses Kleinod mich bewahren,
Im Worte redest du zu mir;
Dies leitet meinen Lebenslauf,
Und schließt mir deinen Himmel auf.
 
5 Du hobest segnend deine Hände
Beim Scheiden von den Deinen auf;
O hilf, daß einst auch ich vollende,
Durch dich gesegnet, meinen Lauf!
Wenn ich von dir gesegnet bin,
Dann fahr im Frieden ich dahin.
 
6 Ich sehe dir mit Glaubensblicken
In deinen Freudenhimmel nach;
Mein Herz soll sich an dir erquicken,
Der mir die Bahn zum Himmel brach.
Sieht dich auch hier mein Auge nicht,
Doch bleibst du meine Zuversicht.
 
7 Einst wirst du herrlich wiederkommen,
Gleichwie du aufgefahren bist.
Dann werd ich völlig aufgenommen,
Wo mir bereit mein Erbtheil ist.
So leb ich nun im Glauben hier,
Zum Schauen aber dort bei dir.


GERMAN INTERMEDIATE FORM (BERLIN GSB 1800)
Wohl mir! du hast den Weg gebähnet,
O triumphierender Herr Christ!
Daß sich mein Geist nun innig sehnet,
Zu sein, wo du, mein Heiland, bist?
Ich bin doch nur ein Fremdling hier;
Vollendeter! zeuch mich nach dir!
 
2 Vom Tode kamst du in das Leben
Und gingst alsdann zum Himmel hin.
So muß sich auch mein Geist erheben,
daß ich nicht tot in Sünden bin.
Dies Leben wirke selbst in mir,
So komm ich einst gewiß zu dir.
 
3 Am Ölberg fingen deine Leiden
Mit bittern Todesängsten an;
Jetzt stiegst du diesen Berg mit Freuden,
er wurde dir zur Himmelsbahn.
So folgt auf Leiden Herrlichkeit.
Zu beidem mache mich bereit.
 
4 Du bist von uns zwar aufgefahren;
doch ist dein Wort noch immer hier.
Laß dieses Kleinod mich bewahren;
im Worte redest du mit mir.
Dies leitet meines Lebens Lauf,
und schließt mir selbst den Himmel auf.

5 Du sprachst mit aufgehobnen Händen
den Segen aus, und schiedest dann..
Soll ich einst mienen Lauf vollenden,
wo mir kein Mensch mehr helfen kann:
so segne du, o Jesu mich,
denn meine Seele hofft auf dich.
 
6 Zusehens stiegst du in die Höhe,
Bis eine Wolke dich umgab.
Wenn ich aus diesem Leben gehe,
So deckt den Leib ein dunkles Grab;
Doch schwingt die Seele sich dahin,
Wo ich auf ewig bei dir bin.

7 Ich sehe dir mit Glaubensblicken
In deinen Freudenhimmel nach.
An dir soll sich mein Herz erquicken,
der mir die Bahn zum Himmel brach.
Sieht gleich mein Auge dich jetzt nicht;
Du bleibst doch meine Zuversicht.
 
8 Einst wirst du herrlich wiederkommen,
Gleichwie du aufgefahren bist.
Dann werd ich völlig aufgenommen,
Da, wo mein Bürgerrecht schon ist.
So leb ich nun im Glauben hier,
Zum Schauen aber dort bei dir.


GERMAN ORIGINAL FORM (SCHMOLCK)
Gott Lob, der Weg ist mir gebähnet,
O triumphierender Herr Christ!
Daß sich mein Geist beweglich sehnet,
Zu sein, wo mein Erlöster ist.
Ich seufze täglich mit Begier:
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

2 Der Ölberg zeigt mir deine Füsse,
wie sie zur HImmelfahrt bereit,
da giebest du die Abschiedsküsse
den Jüngern zu der letzten Zeit.
Ach wende dich doch auch zu mir,
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

3 Du giebst den Jüngern harte Worte,
Bei ihres Herzens Härtigkeit.
Der Glaube führt nur nach dem Orte,
Den uns dein Sieg hat eingeweiht.
Drum sei der Zweifel weit von mir.
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

4 Du mußtest erstlich auferstehen,
Alsdenn folgt deine Himmelfahrt.
Laß mich vor aus dem Grabe gehen,
Darinn die Sünde mich verwahrt.
Alsdenn treff ich die Himmelsthur.
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

5 Du läßt dein Wort bei uns zurücke,
Das soll hinfort gepredigt sein.
Das sind die rechten Liebesstricke,
Die ziehen uns zum Himmel ein.
Im Wort ist schon der Himmel hier.
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

6 In dieser Welt sind lauter Schlangen,
Man schnenkt uns Gift vor Labsal ein.
Drum laß mich bald dahin gelangen,
Wo es wird ewig besser sein.
Ach reiche deine Hände mir,
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

7 Die Wolken wird dein Himmelwagen:
Mein Tod wird eine Wolke sein,
Die mich in deinen Schoß wird tragen,
Wo lauter Licht und Sonnenschein.
Komm unversehens auch zu mir.
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

8 Ich sehe dir mit Glaubensblicken
In deinen Freudenhimmel nach.
Du wirst mir auch schon Männer schicken,
Wie deinen Jüngern dort geschach,
Daß mich ihr Wort zum Himmel führ,
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

9 Ich frage nicht nach jener Höhe,
Wo deine Stapfen sollen sein,
Wenn ich nur fest im Glauben stehe,
Geh ich gewiß zum Himmel ein.
Denn dein Triumph ist mein Panier.
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!

10 Du wirst doch einmal wiederkommen,
Gleichwie du hingefahren bist.
Alsdenn so werd ich aufgenommen,
Da, wo mein Bürgerrecht schon ist.
Indessen bleibt mein Wunsch allhier:
Zeuch mich nach dir! Zeuch mich nach dir!


09 May 2025

Christ Überwinder für uns arme Sünder

 My next new hymn translation for Lochner’s Easter-book is “Christ Überwinder für uns arme Sünder” (Anon., ca. 1750?), which opens Devotion 21. Lochner calls it an ancient Easter hymn; Knapp and Lange attribute it to the Bohemian Brethren. But the hymn does not appear in their early hymnals. I find it earliest in Burg (Prussia Gsb) 1751, where it is titled simply “Ancient Easter Hymnus.” Hymnus indicates that it is a translation of a Latin hymn. It is of course already clear that it is a translation of the ancient hymn “Vita sanctorum,” which may be noted in Kern’s hymnal, no. 377, the earlier translation of which begins in German “Der Heiligen Leben.”

Mel.: Christ Überwinder / Vita sanctorum
 


CHRIST, Victor holy
For all sinners lowly,
Camest from heaven,
Into death wast given
For us offended,
On the cross suspended,
To hell descended.

2 At the third dawning
After cross and groaning
Thou wast arisen
From death’s bonds and prison,
Which having riven,
Thou our life in heaven
Thereby hast given.

3 Christ, Thou art worthy
Of praise, laud, and glory,
Sung with rejoicing
Tongues, Thy praises voicing,
For Thy great favor,
Who didst us deliver
From ills forever.

4 This Paschal gladness
May we, free from sadness,
Keep ever purely,
That we may stand surely
At judgment’s giving
Paschal crowns receiving,
With Thee e’er living.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN
Christ, Überwinder,
für uns arme Sünder,
die wir verloren,
bist du Mensch geboren,
in Tod gegangen,
hast am Kreuz gehangen,
die Höll gefangen.

2 Am dritten Tage
nach der Kreuzesklage
bist du erstanden
von des Todes Banden,
hast dadurch eben
das ewge Leben
uns wieder gegeben.

3 Lob, Preis und Ehre,
Jesu, lieber Herre,
Sei dir gesungen
mit fröhlichen Zungen
für deine Gnaden,
daß du uns entladen
von allem Schaden.

4 Laß frei vom Leide
diese Osterfreude
uns stets begehen,
daß wir endlich stehen
vor deinem Throne,
und die Osterkrone
uns werd zum Lohne!


03 May 2025

Willkommen, auferstandner Held

My next new hymn translation for Lochner’s Easter-book is “Willkommen, auferstandner Held" (“A. B.,” ca. 1685). Lochner does not indicate an author or year. I find the text in a few hymnals from 1735, occasionally with initials “H. B.” Fischer gives no further identification than this, noting the first appearance in Auserlesenes Gsb (Altona, 1731). But I find it earlier in Praxis Pietatis Melica 1693 the Lüneburg Gsb 1686, 1694, all with the initials “A. B.” and melody “Lob sei dem allmächtigen [Gott].” It also appears early on in Riga hymnals.

Mel.: Herr Gott, dich loben alle wir
 



BE welcome, risen Champion, Thou,
Lord Jesus, who hast conquered now
The power of death by death endured,
And grace of God to us restored.

2 Be welcome, Hope of souls for bliss,
The pleasing spoil Thy portion is,
Enroll me, dearly bought by Thee,
Beneath Thy flag of victory.

3 Thou art the Most High’s very Son,
Our Savior and our Mercy-throne.
Who comes to Thee with grace in mind
Thy resurrection’s fruit shall find.

4 Lord Jesus, let Thy vict’ry-joy
Grant life in all that may annoy;
Grant that I may with Thee arise
From sin and lusts of flesh and eyes.

5 And ready me, when comes my day,
My head in gentle sleep to lay,
And by Thy rising, me to save,
Let me with joy depart the grave.

6 But till Thou bid me take my rest,
Bind me to Thee, as will be best,
And me, Thy due possession claim,
Unto the glory of Thy name.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Willkommen, auferstandner Held,
Herr Jesu, der du hast gefällt,
durch deinen Tod des Todes Macht,
und Gottes Gnade wiederbracht.

2 Willkommen, siegend Seelenheil,
mit der verlangten Beute Theil:
Schreib unter deiner Siegesfahn
mich deinen theur erloßten an.

3 Du bist des Allerhöchsten Sohn,
der Sünder Heil und Gnadenthron,
wer zu dir kommt und Gnade sucht,
erhält dein Auferstehungsfrucht.

4 Herr Jesu, deine Siegesfreud
erquicke mich in allem Leid.
Gib, daß ich jetzt aufsteh mit dir
von Sünd und böser Lustbegier.

5 Mach mich auch, wenn kömmt meine Zeit,
zum süßen Einschlaf wohl bereit,
und durch dein heilsam Auferstehn
laß mich froh aus dem Grabe gehn.

6 So lang du aber mich hier läßt,
verbinde dir aufs allerbest
mich, dein ersiegtes Eigenthum
zu deines großen Namens Ruhm.

26 April 2025

Christ ist erstanden von der Marter alle*

My next “new” hymn translation for Lochner’s Easter-book is “Christ ist erstanden von der Marter alle” (Anon., 12th c.), which opens Devotion 8. While a few translations may be found already, my goal here was mainly to create a version without the rhyme “risen / prison” and without using the verb “ascend” to mean rise from death. I also follow the German in using near-rhyme in the first two lines (arisen / affliction for erstanden / alle) and identical rhyme (be / be for sein / sein) in the first and third stanzas. Note that Lochner uses the text with “Herrn Jesum Christ” rather than “Vater Jesu Christ.”

Mel.: Christ ist erstanden
 


C
HRIST is arisen
Out of all affliction.
In this let us all joyful be;
Christ will our true Comfort be.
Kyrieleis. 

2 With no risen Savior,
The world were lost forever;
Since He rose and lives e’ermore,
Our Lord Christ Jesus we adore.
Kyrieleis.   

Alleluia! Alleluia! Alleluia!
In this let us all joyful be,
Christ will our true Comfort be. 
Kyrieleis.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Christ ist erstanden
von der Marter alle;
des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden,
so wär die Welt vergangen;
seit daß er erstanden ist,
so lobn wir den Herrn Jesum Christ!
Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

18 April 2025

Mein Jesus ruht, wie war sein Kampf so groß

My next new hymn translation for Lochner’s Passion-book was “Mein Jesus ruht, wie war sein Kampf so groß” (Anon., 1727), of which stanzas 1–2 open Devotion 62 (“Joseph Begs for the Body of Jesus”). The hymn appears in the Volkommenes Schlesisches Kirchen-Gesang-Buch (1727), ed. Caspar Neumann, without attribution, so it may be Neumann’s work.


Mel.: Es ist genug
 



MY Jesus rests! How great His battle fought!
  How great His agony
Which He endured! Yet pleasant is that lot!
  We’re saved eternally.
God’s Son, our Abel, had to bear it
That we might heav’nly bliss inherit.
  My Jesus rests! My Jesus rests!

My Jesus rests, released from all the load
  That He for us must bear.
O man, behold! Thy sinful breach with God
  Thou couldest not repair:
Thy faithful Jesus must be broken
O work, O never-witnessed token!
  My Jesus rests! My Jesus rests!

3 My Jesus rests! my Noah and my Head
  Shall shut my life-ark fast.
Thou comfort great! The heav’nly window spread
  Shall open at the last.
I as a dove shall be ascending
And pass the gates of peace unending.
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Gen. 8)

4 My Jesus rests! Laments no more can stay,
  The floods sink placidly;
O guilt of sin! An Isaac goes the way
  And gives Himself for me.
Ye mortals shall not be ashamèd,
He’s here who death itself hath tamèd.
  My Jesus rests! My jesus rests! (Gen. 22)

5 My Jesus rests! True love Himself is He,
  Who our salvation sought.
For what reward? For love, great agony;
  Is this His handsome lot?
For Judas was made the betrayer,
On Jacob, our dear Serpent-slayer.
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Gen. 32)

6 My Jesus rests! The Prize of Israel
  Fell into sinners’ hands
Through sly deceit, as Joseph came as well
  In bonds to foreign lands;
So must my Jesus tremble grieving,
The heavy bonds and cords receiving.
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Gen. 39. Luke 2)

7 My Jesus rests! our newer Moses hath
  In truth His own red sea:
His fervent blood, prepared against the wrath
  Of our iniquity.
He who believes has food supernal
And sunken is the foe infernal.
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Ex. 13)

8 My Jesus rests! The Man, our Joshua,
  Who stays the sun and moon,
Which, as He pales, near death on Golgotha,
  Grow dark the hour of noon—
How painfully He suffered for us,
Yet valiantly, and was victorious!
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Joshua 10. Luke 23)

9 My Jesus rests! The enemy must fall
  Before this Gideon’s bread;
A friend may fail; salvation for us all
  Waits in the hour of dread:
Oh, be with us in sorrows ever,
Let naught avail from Thee to sever.
  My Jesus rests! My Jesus rests!

10 My Jesus rests! Then rest, my soul’s dear Friend,
  In Joseph’s chamber laid;
O Prince of Life! The foe’s tumults now end,
  The cries to silence fade.
My Jonah surely shall awaken,
The third day shall the tomb be shaken.
  My Jesus rests! My Jesus rests! (Job 19. Jonah 2)

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN
Mein Jesus ruht, wie war sein Kampf so groß!
Wie groß war seine Pein!
die er ertrug, doch lieblich ist das Los,
wir sollen ledig sein.
Muß Abel Gottes Sohn nun sterben,
so werden wir des Himmelserben.
Mein Jesus ruht. :,:

2 Mein Jesus ruht, nach seiner großen Last,
die er getragen hat;
o schaue Mensch, was du verbrochen hast!
Du wußtest dir nicht Rath,
der fromme Jesus muß verbleichen,
O Werk, O unerhörtes Zeichen,
mein Jesus ruht. :,:

3 Mein Jesus ruht, der Noah aller Welt
schließt meinen Kasten auf.
O großer Trost: das schöne Himmelszelt
faßt mich nach diesem Lauf;
ich soll nach Taubenart mich schwingen,
von hier ins Friedensschloß zu dringen.
Mein Jesus ruht. :,: (Gen. VIII.)

4 Mein Jesus ruht, die Klagen fallen weg,
die Fluthen legen sich.
O Sündenschuld! Ein Isak geht den Steg
und opfert sich vor mich.
Ihr Menschen werdet nicht zuschanden,
der wieder ist ja da verhanden,
Mein Jesus ruht. :,: (Gen. XXII.)

5 Mein Jesus ruht, er selbst die Freundlichkeit.
Er suchte unser Heil,
was war der Lohn? Vor liebe, Bitterkeit;
ist das sein schönes Theil?
Der Judas wurde zum Verräther,
an Jacob unsern Schlangentreter.
Mein Jesus ruht. :,: (Gen. XXXII.)

6 Mein Jesus ruht, des Israelis Preis,
verfiel in Sünderhand
durch falsche List, wie Joseph gleicherweis
gerieth in harten Stand.
So muß mein Jesus traurig zagen,
und schweren Band mit Fesseln tragen.
Mein Jesus ruht. :,: (Gen. XXXIX. Luc. II.)

7 Mein Jesus ruht: der Moses neuer Zeit
hat recht ein rothes Meer,
sein heißes Blut, das ist uns ja bereit
wider das Sündenheer,
wer gläubig ist wird Labsal finden,
und muß der Höllen Feind verschwinden.
Mein Jesus ruht. :,: (Exod. XIII.)

8 Mein Jesus ruht, der Menschen Josua,
dem Sonn und Monde steht,
auch ganz verbleicht, er war dem Tode nah,
da sie ins Dunkle geht.
Wie schmerzlich hat er doch gelitten,
doch auch gar ritterlich gestritten,
Mein Jesus ruht. :,: (Luc. XXIII.)

9 Mein Jesus ruht, des Gideonis Brot
hat überwindungskraft.
Es fällt der Freund; in Leibs- und Seelennoth
wird uns doch Heil geschafft:
ach sei mit uns in allem Leiden,
und laß uns nichts von dir abscheiden.
Mein Jesus ruht. :,: (Jud. VII.)

10 Mein Jesus ruht, so ruhe Seelenfreund
in Josephs Schlafgemach,
o Lebensfürst! es schweiget nun der Feind,
es höret auf die Schmach.
Mein Jonas wird sich schon erwecken,
das Grab soll ihn drei Tage decken.
Mein Jesus ruht. :,: (Job XIX. Jonæ II.)

21 March 2025

Weg, Welt, mit deinen Freuden

The next new translation from Lochner’s Passion-book, Devotion 16 (“Christ Goes with His Disciples to the Mount of Olives”) is “Weg, Welt, mit deinen Freuden” (Anon., ca. 1710), of which stanzas 1–2 and 8 are used. Fischer notes the earliest available source as Christliche Gesänge (Dresden, 1712), with the possibility of being in an earlier edition. Elberfeld Gsb 1857 attributes it to a “Wehrhahn.” Stier calls it “a gripping Passion meditation very useful in church for the beginning of Lent,” while the ever-critical J. P. Lange says “If examined closely, more of a Lenten mood than feeling of the power of the cross of Christ seems to lie in the words.” I here present the whole translation for the perusal of those interested.


Mel. Herzlich thut mich verlangen.
 

WORLD, go with all thy gladness,
  Depart, ye pleasures vain!
Thy Lord must suffer sadness,
  The Off’ring for all men.
Away, ye wicked passions,
  Christ bears our agony!
How can true, humble Christians
  Behold this joyfully?    

2 See how His soul is grieving,
  He groans as death impends,
The cup of wrath receiving
  That God the Father sends!
See how for our salvation
  With death He wrestles now,
His bloody perspiration
  That presses through His brow.

3 Sold and betrayed most cru’lly,
  In fetters He is laid.
’Twas our transgressions truly
  For Him this torment made!
Men falsely now accuse Him,
  And spit in mockery,
Revile Him and abuse Him—
  The Lord of Majesty.

4 With scourges all unsparing
  They smite Thee, God’s true Son;
The crown of thorns art wearing,
  Thou King of heaven’s throne:
Thou to the cross art nailèd
  Which Thou wast made to bear;
Yet more Thy soul travailèd
  To feel sin’s burden there.

5 They, murd’rous hearts possessing,
  Must not but do their worst,
Whilst Thou, to bring them blessing,
  Art by the Father curst.
For lovers of transgression
  Who tread Thee underfoot
Thou makest intercession,
  Of vengeance thinking not.

6 Life’s Fount, for my salvation
  Great thirst Thou deign’st to bear,
Thou feelest death, damnation,
  Of life mak’st me an heir;
Thou art by God forsaken,
  That He may be with me;
Life’s blush from Thee is taken,
  From death to set me free.

7 Thy sacred hands extending,
  Thou reachest out to me;
Thy head bowed at Thine ending
  Thy pledge of love must be.
I see Thy contest striven,
  Rest painless to impart,
And in Thy side now riven
  O Lord, Thy loving heart.

8 The world with all its gladness
  May go its way to hell;
With Christ in grief and sadness
  And by His cross I’d dwell.
O Jesus, Thy love burneth,
  To death it bids Thee fly;
Therefore my heart, too, yearneth
  To my own self to die!

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN
Weg, Welt, mit deinen Freuden
und was dir wohlgefällt!
Dein Jesus muß itzt leiden,
der sich zum Opfer stellt.
Enfernet euch, ihr Lüste!
Der Herr trägt Qual und Pein;
wie kann sein Knecht, ein Christe,
dabei wohl fröhlich sein?

2 Ach, seht sein Seelenschrecken,
er wird in Tod betrübt,
und muß den Zornkelch schmecken,
den ihm sein Vater giebt.
Seht, wie er uns zugute
selbst mit dem Tode ringt,
und wie sein Schweiß mit Blute
durch Haut und Adern dringt.

3 Er wird verkauft, verrathen,
man legt ihm Fessel an.
Ach, unsre Missethaten,
die haben diß gethan!
Die fälschlich ihn verklagen;
es wird verhöhnt, verspeit,
verspottet und geschlagen
der Herr der Herrlichkeit.

4 Man setzt dir, Gottes Sohne,
mit Geiseln harte zu,
du trägst die Dornenkrone,
du Himmels König, du.
Du wirst ans Kreuz geheftet,
das du getragen hast,
doch was dich mehr entkräftet,
das ist die Sündenlast.

5 Wer hätte bei den Mördern,
die Unschuld doch gesucht?
den Segen zu befördern
wirst du von Gott verflucht.
Die dich zu Boden treten,
woher dir Weh geschicht,
für diese willt du beten,
von Rache weißt du nicht.

6 Dein Durst, du Lebensquelle,
geht auf mein Seelen Heil.
Du fühlest Tod und Hölle,
das Leben ist mein Theil.
Du wirst von Gott verlassen,
damit er bei mir sei,
und weil du mußt erblassen,
bin ich vom Tode frei.

7 Die ausgestreckten Hände
sind gegen mich gewandt;
du neigst das Haupt am Ende,
das ist ein Liebespfand.
Ich seh in deinem Streite
die Ruhe für den Schmerz,
und in der offnen Seite,
Herr Jesu, in dein Herz.

8 Die Welt mag voller Freuden
hin nach der Hölle gehn;
ich will bei Jesu leiden
und sienem Kreuze stehn.
O Jesu, deine Liebe
trieb dich in Tod und Grab!
Drum stirbt aus gleichem Triebe
mein Herz sich selber ab.

17 March 2025

Christus, der uns selig macht, ward ein Knecht geboren

The next newly translated hymn from Lochner’s Passion-book is the anonymous hymn on Christ’s self-emptying, “Christus, der uns selig macht / ward ein Knecht geboren” (? Hanover Gsb 1745), of which stanzas 1–2 and 6 are used at the beginning of Devotion 13, “Christ Settles the Disciples’ Dispute about Rank,” from Luke 22, and stanzas 8–9 are used at the end. The hymn, of unknown origin, apparently first published in the Hanover Gesangbuch 1745 and later reproduced in part in Knapp’s collection, is modeled on the more famous “Christus, der uns selig macht, kein Bös hat begangen” and uses the same melody, or optionally, “Jesu Leiden, Pein und Tod.”

Mel.: Christus, der uns selig macht
Or: Jesu Leiden, Pein und Tod
 


CHRIST, who doth us blessèd make,
  Humblest form hath taken,
Mending what we men did break,
  Long in sin forsaken;
God low bendeth for His bride,
  Highest bliss supplying,
Life hath “Eloi, Eloi!” cried,
  Giving life by dying.

2 In His body physical
  Is the fullness dwelling
Of the Godhead powerful;
  Yet He, freely willing,
Himself empties wondrously
  Of His powers holy,
And in all humility,
  Is a servant lowly.

3 When His mother, like us men,
  In her womb conceived Him,
And He was made Man, and then
  Came for those who grieved Him,
Suffered for us sinners, died,
  In the dark tomb resting,
By His blood God rectified
  Men, whom sin infested.

4 Then His power He eschewed,
  Omnipresence, splendor—
Glory shed for mock’ry crude,
  Scorn and shame to suffer.
He was God, and could not lose
  All the Godhead’s power,
But thereof He made no use
  In His Passion-hour.

5 This, Lord, is Thine emptying,
  When, Thyself denièd,
Thou wast humbled. Then as King,
  God Thee glorifièd;
Thou wast given pow’r and might
  And a new life glorious,
And in Godhead’s peerless light
  Didst ascend victorious.

 6 And this doth the highest Good
  To bring us to heaven;
By His suff’ring, death, and blood
  Wrath divine was riven;
Man, who robbed to be divine,
  God must pay for solely;
Therefore now in us shall shine
  His own image holy.

7 O my Jesus, who didst bow
  Thee to empty wholly,
When, O precious Savior, Thou
  Wouldest make me godly,
I am minded here like Thee,
  I would be abasèd;
Thou in time wilt order me
  Heav’nward to be raisèd.

8 Thou, made poor, enrichest me,
  Thou, a servant lowly,
Makest servants be like Thee,
  Sinners, like the Holy.
Thou canst calm our heaving breath
  By Thy soul’s great sadness;
Lord, Thy suff’ring and Thy death
  Bring me life and gladness.

9 Rise, my spirit! Risen be,
  Jesus is arisen.
He received good gifts for me,
  Rising from His [Hell’s] prison.
Whither He before me goes,
  He will surely raise me.
Here I suffer deathly throes,
  Life with Him awaits me.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN
Christus, der uns selig macht,
ward ein Knecht geboren;
der hat wieder hergebracht,
was wir längst verloren.
Gott erniedrigte sich tief,
Menschen zu erheben,
da er Eli! Eli! rief,
starb für uns das Leben.

2 In der lielbichen Gestalt
wohnt in ihm die Fülle
aller göttlichen Gewalt:
doch sein freier Wille
äußerte sich wunderlich
des Gebrauchs der rechte,
und es nahm der Herr an sich
die Gestalt der Knechte.

3 Als die Mutter ihn empfing,
als er, wie die Kinder,
Mensch ward und auf Erden ging,
als er für uns Sünder
litte, starb, und da er tot
in dem Grabe ruhte,
da erwarb uns Gott aus Noth
mit dem eignen Blute!

4 Da enthielt er sich der Macht,
und der höchsten Ständen,
der Allgegenwart und Pracht,
Schmach und Spott zu leiden.
Er war Gott, in ihm war auch
aller Gottheit Stärke,
aber nur nicht ihr Gebrauch
bei jedwedem Werke.

5 Diß ist die Entäußerung,
die bis dahin währte,
danach der Erniedrigung,
ihn sein Gott verklärte,
und zu brauchen alle Macht
mit dem neuen Leben,
samt der Gottheit höchsten Pracht
ihm erhöht gegeben.
 
6 Und das that das höchste Gut
nur um unsertwillen
durch sein Leiden, Tod und Blut,
Gottes Zorn zu stillen.
Unsern Raub, wie Gott zu sein,
muß der Herr bezahlen;
und nun soll in uns der Schein
seines Bildes strahlen.

7 Ach mein Jesu, der du dich
so entäußern wolltest,
als du, theurer Heiland, mich
göttlich machen solltest:
Ich bin hier, wie du, gesinnt,
ich will niedrig leben.
Nach der Zeit wirst du dein Kind
auch zu dir erheben.

8 Du wirst arm, ich werde reich,
du wirst gleich den Knechten;
Knechte werden Jesu gleich,
Sünder dem Gerechten.
So kann deine Seelennoth
Seelenruhe geben.
Herr, dein Leiden und dein Tod
bringt mir Freud und Leben.

9 Auf, mein Geist! erhöhe dich,
Jesus ist erhaben.
Der empfing erhöht für mich
alle gute Gaben.
Da, wo er mich schon vertritt,
wird er mich erheben.
Nun die hie duld und sterb ich mit,
dort mit ihm zu leben.                                                                       

23 April 2024

O Mensch, wer du auch immer bist

Here is my translation of the Final Judgment hymn, “O Mensch, wer du auch immer bist” (Anon. 18th c.), based on 1 Corinthians 1:5, in GGELB #521 with melody assignment “Es ist gewisslich an der Zeit” and ascribed to Breslau Gsb 1745. The hymn text, according to Fischer, is first found anonymously in the Merseburg Gsb 1716; later in Schöber’s Liedersegen 1769.

 


O MAN, whoever thou may’st be,
Be mindful of this ever
In all thou dost, God certainly
Some day shall all discover
And all that now doth hidden lie
Reveal unto the naked eye,—
Yea, every vain endeavor!

2 We think what happens in the night
In manner solitary,
Remaineth hidden from men’s sight,
And this shall never vary,
That it will always secret be;
Can none sin’s light at nighttime see
If thou art ever wary?

3 Alas! that thought is much amiss,
Though now no care thee paineth,
For nothing e’er so secret is
Nor hidden e’er remaineth
From God and from His count’nance bright
No less at night then in the light
That noontide sun sustaineth.

4 God seeth into every heart
Which never sun beholdeth
Whenas her ray she doth impart
And all in light enfoldeth;
He sees the thoughts that in thee stir;
They come before Him quick and sure
Ere mind the concept moldeth.

5 God will in time before all eyes
Of men and angels brightly
Lay bare, as in a dread assize,
The words fair and unsightly
Of counsels taken secretly,
Do therefore what befitteth thee,
O man, and live uprightly!

6 Thine every deed to God is known,
Who shall to light convey it;
Thy heart in Jesus’ hand lies prone,
Whose eye doth e’er survey it
And close attends, and every fall
Will show to thee and others all,
And with His curse repay it.

7 O Jesus! Help me turn my mind
To every good endeavor,
That what I do, I may not find
A curse to me forever.
Forgive me every wrong I’ve done,
And bring it not into the sun
But grant me grace and favor!

Translation © 2024 Matthew Carver.’

GERMAN
Du Mensch, wer du auch immer bist,
gedenk in allen Sachen,
was dermaleinst zukünftig ist;
wie Gott wird ruchtbar machen,
und alles das, was noch jetzund
verborgen liegt im tiefen Grund,
zu seiner Zeit entdecken.

2 Wir meinen zwar, was bei der Nacht
im Finstern ist geschehen,
und was in Einsamkeit vollbracht,
daß es niemand gesehen,
werd immerdar verschwiegen sein.
Kann man der Sünden Glanz und Schein
nur bei der Nacht entgehen?

3 Ach, das ist ja sehr weit geirrt,
bist du gleich jetzt ohn Sorgen!
Weil nichts so hehl gehalten wird,
das vor Gott wär verborgen,
vor dessen Sonnenangesicht
so hell des Nachts als je das Licht
am hellen lichten Morgen.

4 Gott siehet in das Herz hinein,
das keine Sonn anblicket,
wenn diese schon ihr Licht und Schein
mit vollen Strahlen schicket;
und die Gedanken,die in dir
sich regen, kommen ihm schon für
auch eh sie dich berücken.

5 Gott will dereinsten mit der Zeit
vor Menschn und Engelschaaren,
wenn er uns vor Gericht entbeut,
die Rathschläg offenbaren,
die man aufs heimlichst hat geführt;
drum sollst du thun, was dir gebührt,
o Mensch! und recht verfahren.

6 Denk, was du thust, ist Gott bekannt,
ders auch ans Licht wird bringen;
dein Herz hat Jesus in der Hand,
der gibt in allen Dingen
genaue Acht, und hält es dir
und andern alles künftig für;
dann wird sein Fluch durchdringen.

7 O Jesu! hilf, daß ich den Sinn
zum Guten allzeit wende;
damit nicht, wann es kommt dahin,
mein Thun mich ewig schände.
Vergib das, was ich hab gethan,
und bring es vor Gericht nicht an,
am allgemeinen Ende!



21 April 2024

Nun gute Nacht, ihr Liebsten mein

Here is my translation of the burial hymn, “Nun gute Nacht, ihr Liebsten mein / jetzt trägt man mich von hinnen” (Anon., 17th c.), in GGELB #508 with title “During the procession to the grave” and melody assignment “Was mein Gott will das gscheh allzeit” (and perhaps the isorhythmic form is preferable here).  Fischer’s lexicon omits it. I find it in Stock’s Marburg Gsb 1681 with title “Another, G. A. E., to the tune: ‘Mein Wallfahrt ich vollendet hab,’ etc.”; and in Das grosse Cantional (Darmstadt, 1687) with notation of said melody. The hymn is to be distinguished from similarly beginning “Nun gute Nacht, ihr Liebsten mein / ich muß von euch jetzt scheiden.”





GOOD night, my friends! To slumber blest
My body now is carried,
To lie awhile and gently rest
Within earth’s bosom buried;
The soul with God already lives
And is consoled forever,
Where nothing pain or anguish gives,
And sorrow cometh never.

2 Why mourn ye then that I depart?
Let go your lamentation!
Untainted gladness fills my heart,
Ye live in tribulation;
I go before; so follow ye;
No longer pain shall sting us
When God from all adversity
To endless joy shall bring us!

3 I would not take the world to be
A minute longer dwelling
Within your world of agony!
A treasure all-excelling,
Is mine from God my Maker dear;
Oh, what delight and gladness!
Come soon, dear friends. What have ye here
On earth but constant sadness?

4 Farewell! God’s mercy you defend,
And keep you all securely,
Who will yet go the way I wend.
God will His children surely
Bring all together on that Day.
What if death now may sever?
All grief and sighs shall flee away,
And we rejoice forever.

5 O God! Grant all who tarry here
In this poor life and lowly,
To turn to Thee in faith and fear
And be devoted wholly,
That they may hear the welcome word
And enter joy forever.
Oh, grant it, Jesus, faithful Lord,
By Thy good grace and favor!

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Nun gute Nacht, ihr Liebsten mein,
jetzt trägt man mich von hinnen,
mein Leib zu legn ins Grab hinein,
daß er fein sanft ruh drinnen. […sanft ruh darinnen.]
Die Seel ist allbereit bei Gott,
da wird sie ewg getröstet,
mit mir hats nunmehr keine Noth,
bin von allm Leid erlöset.

2 Was traurt ihr dann, daß ich hie scheid?
Laßt nur eur Trauren fahren.
Ich bin kommen zu ewger Freud, […zur ewgen Freud]
ihr lebt in allen Gfahren.
Ich geh voran, ihr kommt hernach,
denkt wie werdn wir uns freuen,
wann Gott vor allem Ungemach
uns ewig will befreien.

3 Glaubt frei, die ganz Welt ich nicht nehm, [Führwahr…]
daß ich ein eing Minute […ich einig Minute]
zu euch in dies Elend mehr käm,
so groß ist jetzt das Gute,
das mir Gott hat gegeben ein,
im Himmel, o welch Freude!
kommt bald hernach, ihr Liebste mein,
was habt ihr hie? Nur Leiden.

4 Ade, behüt euch Gott, ade,
die ihr denkt nachzukommen!
Den Weg zum Himmel ich jetzt geh,
dort gwisslich alle Frommen,
zusammen bringt der Jüngste Tag,
was achtn wir dann das Scheiden?
Ohn einig Leid, ohn alle Klag,
wir uns ewig werdn freuen. […uns werdn ewig freuen.]

5 Ach Gott, verleih, wer nach mir bleibt
in diesem armen Leben,
daß er fromm werd in der Gnadenzeit,
und sich dir ganz ergebe;
daß er dort hör: Du fromme Christ,
geh ein zu deins Herrn Freuden!
Ach helfs, du frommr Herr Jesu Christ,
in allen Gnaden. Amen.

13 April 2024

Weil nichts gemeiners ist als Sterben

Here is my translation of the Death & Burial hymn, “Weil nichts gemeiners ist als Sterben” (Anon., 1695), in GGELB #473 with melody assignment “Wer nur den lieben Gott läßt walten”; originally appearing in Hävecker’s Kirchen-Echo (Helmsted/Magdeburg, 1695), then Wagner’s Brand- und Ganz-Opfer (Leipzig, 1697), all anonymously. It was later ascribed to Christian Weise, though Wetzel does not include it among his hymns.

 


SINCE naught more common is than dying,
And soon may come my final breath,
I’ll do as best, the time applying
Here to ensure a blessed death,
I’ll die ere I by death am caught,
That I in death may perish not.

2 But in a matter so ambitious,
That lieth not in human pow’r,
There is one way and means judicious,
That my desire may come to flow’r:
I’ll hasten to that Man in faith
Who can ensure a blessed death.

3 Christ Jesus ’tis, who, sent from heaven,
Hath offered up His life for mine,
His merits for my solace given,
Redeemed me with His blood divine,
And by His dying agony
Obtained a blessed death for me.

4 Oh, think on me, my dearest Treasure!
Be with me in Thy faithfulness,
Let me in Thee find lasting pleasure,
And pluck me out of all distress;
For in this brief mortality
I’d deal with no one else but Thee.

5 May every day repentant find me!
Help me my sin to mortify;
In faith with Thee, O Savior, bind me,
And teach me that I too must die,
That every hour I may prepare
By blessed death to enter there.

6 I give into Thy faithful keeping
O Lord, my soul, which is Thine own.
Thine is the sowing, Thine the reaping,
Thine all the glory be alone.
Thus to Thy care my life I leave;
My spirit, Lord, to Thee receive!

7 Within, without, O Lord, prepare me,
To be as Thou desirest me.
Increase my faith, from blindness spare me,
My Sun and Shield forever be;
Blot out my sin, restrain the foe,
Let me Thy mighty presence know.

8 Thy wounds let be my consolation,
Thy Word, my perfect remedy;
Thy death, my reconciliation,
The Spirit’s truth, my constancy;
Thy blood, my crown and wrapping blest,
Thy side, my grave in which to rest.
 
9 So by this art I can be dying,
If soon or late, I do not care;
I have no cause for grief and sighing,
God’s child I am and heaven’s heir.
The love of God and Jesus’ blood
Ensure my ending shall be good.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Weil nichts gemeiners ist als Sterben,
und bald vielleicht die Reih an mir,
so will ich mich beizeit bewerben
um ein recht seligs Sterben hier;
ich will erst sterben, eh ich sterb,
daß ich im Tode nicht verderb.

2 Weil aber dies ist eine Sache,
die nicht in Menschen Kräften steht,
so weiß ich, wie ichs klüglich mache,
daß mein Vorhaben doch fortgeht:
ich lauf gerade zu dem Mann,
der zum Wohlsterben helfen kann.

3 Das ist mein Jesus, der sein Leben
vor meines hat geopfert auf,
mir sein Verdienst zum Trost gegeben,
sein Blut zu meiner Seelenkauf,
und mir durch seine Todesnoth
erworben einen selgen Tod.

4 Ach, liebster Schatz! gedenk doch meiner,
und halte bei mir redlich aus,
laß allzeit mich genießen deiner
und reiß aus aller Noth mich raus,
dann ich will habn in diesem Nun
mit niemand als mit dir zu thun.

5 Laß mich absterben meinen Sünden
durch stete Reu und wahre Buß,
im Glauben mich mit dir verbinden,
und lernen, daß ich sterben muß,
damit ich mich all Augenblick
zu einem selgen Sterben schick.

6 Ich gebe dir zu treuen Händen,
Herr! meine Seel, dein Eigenthum,
das deine mag ich nicht entwenden,
es bleibet dein zu deinem Ruhm:
gib du nur selber Achtung drauf,
Herr Jesu! meinen Geist nimm auf.

7 Bereite mich von aus und innen,
wie du mich selber haben willt,
den Glauben mehr, stärk meine Sinnen,
und sei für mich stets Sonn und Schild:
die Sünde tilg, dem Satan wehr,
und zeig dich mir mit deinem Heer.

8 Ich bitt mir aus, dein heilge Wunden
zur Ruh, dein Wort zur Arzenei,
deins Leidens Kraft zur letzten Stunden,
das Vaterherz, des Trösters Treu,
dein Blut zur Kron und Sterbekleid
zuletzt zum Grabe deine Seit.

9 Auf diese Weise mag ich sterben
in kurzem oder über lang,
mir ist als einen Himmelserben
und Gotteskinde gar nicht bang,
die Gotteslieb, das Jesusblut
mach[ts] schon mit meinem Ende gut.

27 March 2024

Will jemand Christi Jünger sein

Here is my translation of the self-denial hymn, “Will jemand Christi Jünger sein” (Anon., 18th c.), in GGELB #414 with melody assignment “Es ist gewißlich an der Zeit” and omitting stanza 4. It is ascribed there to the Hanover Gsb. I find it in Hanover Gsb 1740 with title “On the denial of oneself, the world, and vanity” and mel.: “Nun freut euch, lieben Christen gmein”; later, in Vollständiges Gsb . . . Schleswig . . . Holstein (Altona, 1752) indicating melody “Allein Gott in der Höh sei Ehr.”

 



WHO Christ’s disciple here would be
Must be ashamèd never,
But self deny and readily
Take up Christ’s suff’ring ever.
Therefore, O Jesus, lend Thy strength,
To work this all in me at length,
That I Thy way may follow.

2 Thou know'st how hard it is to leave
My stubborn aspirations,
And to deny myself, and hate
The world and all its passions
What I cannot, work Thou in me;
Lead me to love none else but Thee,
Stamp out my self-love wholly.

3 Grant me all passions to dethrone
And own Thee Ruler solely.
Let me leave nothing for mine own,
But give me to Thee wholly.
Grant that I may my will deplore,
Nor walk my way, but evermore
Thee and Thy will may follow.

*4 If flesh and blood have been suppressed
And selfish passion’s burning
Has been extinguished in my breast,
And quiet lies my yearning,
Then God begins His work in me,
That by His gracious potency
I die to self completely.

5 My heart is full of idle lust,
Dark, lifeless, and unseeing.
Whate’er in me may please God, must
From Him have life and being.
His grace must light my darkness grim,
That I may pleasing be to Him,
And live but to His glory.

6 O Jesus, shine Thy grace on me,
That I may know Thee rightly,
And hon’ring Thee, alone for Thee
In truest love burn brightly.
Wrest me from my own self, and give
Me Thee instead, that I may live
Bound up with Thee forever.

7 Lord, in Thy mercy let me find
All needful strength, I pray Thee,
And let Thy Spirit fill my mind,
All honor due to pay Thee,
And to be more and more like Thee,
And banish all that haughtily
Disturbs Thy reign within me.

8 Thy love alone provides relief,
Salvation, life, and blessing;
Self-love can only cause me grief,
No rest or health possessing.
Life, peace, and rest by Thee are shown;
Self-glory claims them as its own,
Wherefore it must displease Thee.

9 Thine is the glory, Thine the praise,
Of which pride Thee depriveth;
All strongholds therefore break and raze,
In me where pride still striveth.
All selfish love let be refined,
And give me Jesus’ heart and mind,
To love and praise Thee only.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Will jemand Christi Jünger sein,
der muß sich sein nicht schämen;
sich selbst verleugnen, Christi Pein
und Kreuz gern auf sich nehmen.
Drum Jesu! gib mir deine Kraft,
die dieses einzig in mir schafft,
damit ich dir nachfolge.

2 Du weißt ja, daß es schwerer fällt,
den Eigensinn zu lassen,
sich selbst verleugnen, als die Welt
und ihre Lust zu hassen.
Drum wirk in mir, was ich nicht kann,
führ mich, nur dich zu lieben an,
und dämpf die Eigenliebe.

3 Gib, daß ich aller bösen Lust
absterbe, dir nur lebe.
Kein Unbestand sei mir bewußt,
wenn ich mich dir ergebe.
Gib, Jesu! daß ich niemals mir
noch meinem Willen, sondern dir
und deinem Willen folge.

4 Wird Fleisch und Blut erst unterdrückt,
wird schnöder Eigenwille
in meiner eitlen Brust erstickt,
sind die Begierden stille,
so fängt Gott sein Werk in mir an,
daß ich durch seine Gnade kann
mir selber ganz absterben.

5 Mein Herz ist eitler Lüste voll,
Blind, finster, ohne Leben.
Was Gott in mir gefallen soll,
muß er mir selber geben.
Erleuchtet mich sein Gnadenschein,
so kann ich ihm gefällig sein,
und ihm zu Ehren leben.

6 Gib, Jesu, mir den Gnadenschein,
daß ich dich recht erkenne;
dich ehre, gegen dich allein
in wahrer Liebe brenne
entreiß mich mir, und gib mich dir;
laß meine Seele für und für
mit dir verbunden bleiben.

7 Ich seufze, Herr, nach deiner Kraft,
stärk mich mit deiner Güte.
Dein Geist, der alles gute schafft,
erfülle mein Gemüthe!
daß es nicht eigne Ehre sucht,
dir ähnlich wird, und stets verflucht,
was dein Reich in mir störet.

8 Herr! deine Liebe giebt allein
Heil, Seligkeit und Leben;
die Eigenliebe kann nur Pein,
Unruh und Unheil geben.
Du giebst uns Segen, Heil und Ruh;
der eigne Ruhm schreib sich es zu,
drum muß es dir mißfallen.

9 Dein ist Preis, Ehr, und Ruhm, den dir
doch Stolz und Hochmuth stehlen;
darum verstöre doch in mire
den Hochmuth eitler Seelen.
Nimm eigne Liebe völlig hin,
und gib mir Christi Herz und Sinn,
der dich nur liebt und ehret.

25 March 2024

Gott ist ein Gott der Liebe

Here is my translation of the hymn on Christian concord, “Gott ist ein Gott der Liebe” (Anon., asc. Wilhelm Gottlieb Tafinger, d. 1742), in GGELB #409 with melody assignment “Zeuch ein zu deinen Thoren,” originally published in Freylinghausen 1714 with melody assignment “Von Gott will ich nicht lassen” or “Mit Ernst ihr Menschenkinder”; in the Württemberg Gsb falsely ascribed to Tafinger (according to Fischer).

 



GOD is love’s true beginning,
Of friendship He the Friend:
He would our soul be winning
To what may peace extend
And foster unity,
That we may, strife rejecting,
As brethren be electing
In kindness to agree.

2 The devil peace upsetteth,
And wheresoe’er he may,
The hearer he soon getteth
To cast the Word away
Which he from Jesus learns,
To flee all spiteful living
And spirit unforgiving,
By which from God he turns.

3 Whoever peace here loveth
In truth without disdain,
His heart toward all men moveth
Without intent of gain,
In heav’n he has a share,
Where peace and love are dwelling,
And peace’s prize excelling,
Salvation’s his fore’er.

4 But he the weight that beareth
Of bitter hate and wrath,
A dreadful fate he shareth
With those in endless death;
Nor doth the precious blood
Which Christ in love untiring
Shed for all men, expiring,
Bring him eternal good.

5 He that his neighbor hateth,
He hateth God as well;
God’s wrath his soul berateth
E’en to the depths of hell;
Down in distress he flies,
Where there is no salvation;
The fetters of damnation
Shall bind him when he dies.

6 He that upon this thinketh
Prevents the setting sun
As to the earth she sinketh,
And ere her light is done,
He lets her not go down
Before he hath amended
The wrath that he has tended;
What joy that deed shall crown!

7 O Christ, restrain the devil
And curb his bitterness,
That wrath, discord, and evil
May here have no success.
The Spirit of Thy peace
To rule us here provide us,
In quietness to guide us
To charity’s increase.

8 True oneness in the Spirit
Help us to keep with care,
That we may so inherit
Thy blessing dear and fair,
And with Thy heart and mind
Be gladly reconcilèd
In kindness undefilèd,
And seek the prize to find.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN

Gott ist ein Gott der Liebe,
ein Freund der Einigkeit; […Freundlichkeit]
er will, daß man sich übe
in dem, was wirket Freud
und Fried in seinem Sinn;
der Zwistigkeit absage,
sich brüderlich vertrage,
in Sanftmuth immerhin.

2 Der Satan ist ein Störer
des Friedens, und bedacht,
daß ja des Wortes Hörer
ganz lasse aus der Acht,
was wider Haß und Neid
der Heiland treulich lehret;
und wie von Gott abkehret
die Unversöhnlichkeit.

3 Wer hier den Frieden liebet
in Wahrheit ohn Verdruß,
dem Nächsten sich ergiebet
ohn Absicht auf Genuß,
der hat am Himmel Theil,
da Fried und Liebe wohnet,
da Friede wird belohnet:
Gott ist und bleibt sein Heil.

4 Hergegen wer beladen
mit bitterm Haß und Zorn,
der hat des großen Schaden,
er ist und bleibt verlorn;
es kommt das theure Blut,
so Christus unverdrossen
aus Liebe hat vergossen,
ihm nimmermehr zu gut.

5 Wer seinen Nächsten hasset,
der hasset selbsten Gott;
drauf Gottes Zorn ihn fasset,
und stürzt in solche Noth,
darinnen er verdirbt,
woselbsten kein Erretten;
der Höllen Band und Ketten
ihn fesseln, wenn er stirbt.

6 Wer dieses recht bedenket,
der wird der Sonnen Licht,
wenn es zur Erd sich lenket,
und eh der Glanz gebricht,
nicht lassen untergehn,
bevor sichi hab geleget
der Zorn, den er geheget;
wohl! wohl! wenns ist geschehn.

7 O Christe, steur und wende
des Satans Bitterkeit,
damit er nicht behende
erweckte Zorn und Streit
bei denen, die der Geist
des Friedens soll regieren,
und in der Stille führen
zu dem, was lieblich heißt.

8 Hilf uns ja fleißig halten
die Einigkeit im Geist,
daß über uns mög walten
dein Segen allermeist;
nach deinem Geist und Sinn
einander uns vertragen
in Freundschaft, und nachjagen
dem köstlichsten Gewinn.

06 March 2024

Herr Gott, wir danken alle Stund

Here is my translation of the domestic estate (marriage estate) hymn, “Herr Gott, wir danken alle Stund” (Anon., 17th c.), in GGELB #357 with melody assignment “Nun freut euch liebe Christen gmein.” Fischer’s lexicon omits it. I find it earliest in Quirsfeld’s Geistlicher Harffen-Klang auff Zehen Seyten (1679) with title: “Of Christian Spouses for Household Blessing.” Then it appears in the Stade Gsb 1682 “Of a Housefather”; likewise Lüneburg 1686, 1694, with title: “For Household Blessing” and ascribed: “Anon”; Braunschweig Gsb 1754 with title: “In the Domestic Estate. Of Christian Spouses” and mel.: “Allein Gott in der Höh sei Ehr.”

 


LORD God, we thank Thee every hour
We worship and adore Thee,
We praise Thy name with all our pow’r
And give Thee all the glory,
That Thou hast set us in th’ estate
Of marriage, and with kindness great
Therein till now preserved us.

2 O Lord, no toil can help alone,
No going late to slumber,
And though we rise before the sun
And cares are without number,
Yet all our effort is in vain,
All in Thy favor doth remain;
In sleep to Thine Thou givest.

3 Thy grace and wisdom, Lord, provide,
Our health and strength renewing;
Direct our hand, be Thou our Guide,
And prosper Thou our doing;
Supply our house sufficiently,
Defend from all calamity
And whatsoever harms us.

4 Let us bring up our family
To fear and love and trust Thee,
And rule our house as pleases Thee
Both lovingly and justly,
That we and all our kindred may
God-fearing be, and day to day
In godliness continue.

5 From greed and falsehood keep us, Lord,
Let none deceive us never;
A Christian mind to us afford
Which is contented ever;
What Thou hast giv’n by industry,
Let us employ right thankfully
And to Thy greater glory.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Herr Gott, wir danken alle Stund,
und deinen Namen preisen,
wir rühmen dich aus Herzen-Grund,
und dir viel Ehr beweisen [erweisen,
daß du uns hast in den Hausstand
gesetzet, und mit milder Hand
darin bisher erhalten.

2 Ach Herr! es hilft kein Fleiß noch Müh,
kein spätes Schlafengehen,
und wenn wir gleich in aller Früh
mit Sorg vom Schlaf aufstehen,
so ist doch solches all umsonst […alles dies umsonst,
es lieget bloß an deiner Gunst,
du gibsts den deinen schlafend.

3 Drum gib uns Gnade und Verstand,
Gesundheit, Kraft und Stärke,
regiere selber unsre Hand,
befördre unsre Werke;
du selber unser Haus beschick,
verhüte alles Ungelück,
und was uns bringet Schaden.

4 Gib, daß wir Kinder und Gesind
zu deiner Furcht aufführen,
und sie vernünftig und gelind,
wie dirs gefällt, regieren;
daß wir und unser ganz Geschlecht
sein fromm, gottfürchtig und gerecht,
und dabei stets verbleiben.

5 Vor Geiz und Falschheit uns behüt,
laß uns niemand betriegen. [betrügen.
Gib uns ein Christliches Gemüth,
das ihme läßt vergnügen; [begnügen;
laß uns, was du durch unsern Fleiß
bescherest, ja zu deinem Preis
mit Dankbarkeit gebrauchen.

05 March 2024

O Gott voll Macht und Wunderthat (O großer Gott von Güt und Gnad)

Here is my translation of the Authority hymn, “O Gott voll Macht und Wunderthat!” (Anon., 17th–19th. c.), in GGELB #355 with melody assignment “Allein Gott in der Höh sei Ehr” and having 4 stanzas, greatly revised from its original form, having undergone several revisions at the hands of Rationalistic and other tamperers. Fischer lists it under the first line “O großer Gott von Güt und Gnad / von dem der Stand und Orden,” giving its first appearance in Andächtiger Seelen geistliches Brand- und Ganz-Opfer (Leipzig, 1697). It was included by Rambach in his Haus-Gsb (1735). It then appears in the Württemberg Gsb 1741. In the Churz-Pfalz Gsb 1755 it appears somewhat altered, in 8 stanzas (omitting the original 7th, or subsuming it into the 6th) with title “Prayer of subjects for their authority” and with substantial differences; likewise in Hanover Kirchen-Gsb 1759 (by authority of the King of Great Britain), 2nd ed.; a later, transitional form lacking stanza 6 (the old stanzas 6–7, on what subjects owe their rulers) appears, e.g., in Heilige Lieder, for the congregation in Rabensburg (1772). The Ohio Synod form seems to be drawn from Albert Knapp’s Liederschatz from the early 19th c., with further adjustments. I provide the second form from the Electoral Palatinate and Hanover, yet with the option of separate stanzas 6 and 7 as in the earliest form, and with the variant 8th stanza from the transitional form; and secondly, the newer 4-stanza revision found in GGELB.

 



Mid-18th c. Form:

O GOD of pow’r and wondrous might,
By whom th’ estate reputed
Of rulers, in Thy wisdom’s light,
Was firstly instituted;
And, after Thou hadst founded it,
Didst graciously in Holy Writ
Establish it most firmly:

2 Preserve our dear authorities,
Through whom we dwell securely,
In blessing and contented ease,
And by Thy Spirit surely
Direct them, and strong faith imbue,
That they great good for Thee may do,
And never from Thee wander.

3 Lord, keep them fearless, strong, and whole,
And let them sense adroitly
All that is good for body_and soul,
Their rule disposing rightly.
Crown them with all prosperity
Their Father, Shield, and Portion be,
And in Thy grace preserve them!

4 Let us beneath their shelt’ring pow’r
Have peace, and none defy it,
That we, by their defense, each hour
May live a life most quiet
And peaceable in godliness,
And every day with virtue dress,
Lord, to Thy praise and honor.

5 From those who wish them any ill
By Thy defense protect them,
That never cunning, force, or will,
May to their harm affect them.
Whate’er their duty doth oppose,
All wicked guile, and guilty foes,
O Lord, let be confounded!

*6–7 Give faithfulness and diligence
And zeal to those ruled by them,
To live in true obedience,
And tributes due supply them.
Let us in honor hold our heads,
And those by whom their order spreads,—
The chief estate and highest!

[*6 A heart obedient unto me,
Yea, to all subjects, render,
That all men with sincerity
May honor their defender,
And hold th’ estate in highest worth,
And those who are by them sent forth
As Thou, Lord, dost exhort us.

*7 Help me to give with heart sincere
And punctually and truly
Whate’er to my superiors here
I know is owing duly.
So Holy Scripture tells us so,
And bids us render what we owe
Of tribute and of custom.]

8 But keep us, O Thou highest Good,
From those too quickly burning,
Whose haste is by some harm ensued,
By wrath disaster earning.
Give rulers patient gentleness
To cause by pow’r, yet more by grace,
All peace and good to flourish.

*8v. O grant us, Lord, this highest good:
That those above us reigning,
May beautify their rulerhood
With fear of Thee unfeigning.
Grant patience, wisdom from above,
To cause by pow’r, yet more by love,
All peace and good to flourish.

9 Convert all those who stray from Thee [Let us Thine heirs and people be]
And help us, we implore thee,
That head and body one may be
In giving Thee the glory.
Bring both, Lord, when this age is done,
To glorious realms beyond the sun
To worship Thee forever.

Translation © 2024 Matthew Carver.


Ohio Hymnal Form (From Knapp, etc.)

O GOD, who over all dost reign,
And who throughout creation
Didst all authority ordain
By wise determination:
Our rulers crown in every place
With blessing, favor, health, and grace,
Who for this time are given.

2 Beneath them grant prosperity
As in a shelt’ring tower,
That we may live all peaceably
Through Thy dear love and power,
In discipline and righteousness,
And every day with goodness dress,
As is the way of Christians.

3 Be Thou their shield from every ill,
Their shelter to protect them,
That never wicked craft or will
May to their harm affect them.
Thy holy precious Law uphold,
And those who count it more than gold,
Grant here on earth to prosper!

7 And grant us this great good to see:
That, in their rule proceeding,
With reverence and charity
Thy rule may be apparent.
Give wisdom, patience from above,
To cause, by justice and by love
All peace and good to flourish.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN

O großer Gott von Güt und Gnad [[O Gott voll Macht und Wunderthat!
von dem der Stand und Orden *[es ist an allen Orten]
der Obrigkeit, nach deinem Rath [[…durch weisen Rath,] *[all Obrigkeit aus weisem…]
ist eingesetzet worden: [[selbst…] *[von dir verordnet…]
und der du ihn, als dein Gestift [[du hast nachdem du ihn gestift,
bestättigt hast in Heilger Schrift [[ihn auch in deiner Heilgen S.
in deinem wahren Worte [[aus Gnaden fest[-]gesetzet.

2 Ich bitt dich für die Obrigkeit [[Erhalte doch die O.,
als unter der wir leben [[durch die wir sicher bleiben,
in Schirm und Schutz zu dieser Zeit [[in Segen und Zufriedenheit;
ihr deinen Geist zu geben [[laß deinen Geist sie treiben,
der sie in Glaubenskraft erhalt [[und fülle sie mit Glaubenskraft,
daß sie davon sich nicht so bald [[damit sie dir viel Nutzen schaft,
abwendig machen lasse. [[und niemals von dir weiche.

3 Frisch und gesunden Leib gib ihr [[Gib ihr Gesundheit, Stärk und Muth;
Hilf, daß sie möge führen [[und laß sie reichlich spüren,
ein löblich Regiment allhier, [[was Leib und Seele nöthig thut […Nütz und Gut,
laß sie auch sonsten spüren [[laß sie gerecht regieren.
Herr, deine Hülf und große Güt, [[Ja, kröne sie mit Glück und Heil, *[Drum kröne, Herr, die Obrigkeit]
die sie an Leib und Seel behüt [[sei selbst ihr Vatter, Schutz und Theil, *[Die du uns gabst für diese Zeit]
und fülle sie mit Segen. [[halt sie in deiner Gnade. *[mit Segen, Heil und Gnade.]

4 Daß unter ihrem Regiment [[Laß unter ihrer Hut und Macht *[…Hand und Wacht]
wir guten Frieden spüren [[uns nichts als Friede sp.], [uns steten Frieden… *[uns Heil und Wohlfahrt…]
der nimmermehr sich von uns wend [[daß wir, durch ihren Schutz bewacht, *[…deine Lieb und Macht]
damit wir können führen [[ein stilles Leben f.,]
geruhiglich zu aller zeit [[geruhig in Gottseligkeit, *[in Züchten und Gerechtigkeit]
das Leben in Gottseligkeit [[die Tugend üben jederzeit *[und Gutes üben allezeit]
zur Ehre deines Namens. [[zu deines Namens Ehre. *[nach rechter Christenweise.]

5 Beschirme sie durch deinen Schutz, *[Du wollest selbst ihr…]
daß ihr nicht schaden können [[daß, die ihr Übels gönnen, *[Kraft, Ehr und Ansehn…]
mit aller Macht, Gewalt, und Trutz, [[mit aller List, Gewalt und Trutz *[daß weder Bosheit, List, noch…]
die, so ihr übels gönnen [[ihr niemals schaden können. *[ihr jemals…]
und ihrem Amt zwider sein. [[Was ihrem Amt entgegen ist, *[halt selber aufrecht dein Gebot,]
Herr, treib die Leute kräftig ein [[der Feinde Trug, der Bosheit List, *[und wer sie ehr, dem laß, o Gott!]
mit ihren List und Tücken. [[laß, Herr! zuschanden werden. [es wohl gehn hier auf Erden.]

6 Gib mir ein recht gehorsam Herz [[Gib denen Eifer, Fleiß und Treu,
Ja, allen Unterthanen, [[die unter ihnen leben,
daß jedermann ohn allen Scherz [[…gehorsam sei,
wie du uns läßt vermahnen [[ihr Schoß und Pflicht zu geben.
die Obrigkeit in höchsten Stand, [[Laß uns das Haupt, den höchsten Stand,
und die, so von ihr sind gesandt, [[und alle, die von ihm gesandt,
in allen Ehren halte. [[…halten.

7 Hilf, daß ich geb von Herzen gern, [[ N/A
und zwar beizeit und richtig,
was ich hier meinen Obernherrn
mich seh zu geben pflichtig,
inmassen es dein Wort gebeut,
und sagt: Gebt was ihr schuldig seid,
Schoß, dem der Schoß gebühret.

8 Behüt uns aber, höchstes Gut [Verleih uns, Herr! dies große Gut,] *[Verleih dabei das…]
vor denen die entbrennen [[dem, der leicht entbrennet [daß die, so uns regieren, *[…wir durch ihr Regieren]
gar leicht in ihrem frechen Muth [[durch Übereilung Schaden thut [in deiner Furcht mit sanftem Muth *[mit Ehrfurcht, Lieb und s. M.]
und selbst in Unglücke rennen [[durch Zorn in Unglück rennet. [stets ihre Herrschaft zieren. *[selbst deine H. spüren.]
durch Aufruhr und durch Meuterei, [[Gib Obern Sanftmuth und Geduld [Gib ihnen Weisheit… *[Gib du ihr W. u. G.]
und wie klein auch das Fünklein sei, [[daß sie durch Macht, doch mehr durch Huld, *[…recht Gericht und H.]
gleich draus ein Feuer machen. [[Flor, Heil und Ruh befördern. *[an deiner Statt uns leite.]

9 Bekehre du doch solche Leuth [[Bekehre, die verriret sein, [Laß uns dein Volk und Erbe sein,
und hilf vor allen Dingen,
daß wir dir, Gott, zu aller Zeit [[daß Haupt und Glieder insgemein
die Ehr am ersten bringen [[dir Lob und Ehre bringen.
und denn der Obrigkeit nach dir [[Führ beide, Herr! nach dieser Zeit
bis daß dein Aarm uns alle führ [[in jenes Reich der Herrlichkeit,
zu deinem Reich und Erbe. [[wo wir dich ewig preisen.

02 March 2024

Gott Lob! der uns bei Tage

Here is my translation of the evening hymn in time of epidemic, “Gott Lob! der uns bei Tage” (Anon., 17th c.), in GGELB #334 with melody assignment “Nun ruhen alle Wälder” and title “Evening Hymn in Epidemic.” It is absent from Fischer’s lexicon. The Ohio hymnal indicates as its source the Breslau Gsb 1745. I find it in Lüneburg Gsb 1686, p. A133, no. 1923, with the same melody and title and few variants. It also appears in Eleonore Juliane von Württemberg’s prayer book, Betrübter Seelen Trost (Tübingen, 1700) with title “In Epidemics,” and in Crüger’s Praxis 1703 with title “In Time of Pestilence.”

 


PRAISE be to God for warding
The plague from us and guarding
And keeping us today!
While nightly shadows darken,
May He still watch and hearken
To all who in this dwelling stay.

2 ’Neath angels without number
We take our nightly slumber;
Who knows what God has planned?
Will He this night be giving
Release from earthly living?
It all remains within His hand.

3 If, faithful God, Thou choose it,
Let us not dare refuse it,
But let our little soul
Be unto Thee commended,
By angel arms attended;
Thou, God of truth, wilt keep it whole.

4 And if for our wrongdoing
We must our sins be ruing
And chast’ning bear, we pray,
Leave not our soul forsaken,
By Satan’s stings be taken,
Nor wretchedly be cast away!

5 If all the world forsake us,
None to their keeping take us,
And there is no hope else,
Then in our tribulation
Speak words of consolation:
This plague the soul’s deep plague dispels.

6 Let us, awake or sleeping
Lie safely in Thy keeping;
Thine angels round us pose,
And when the end is nearing,
Within Thy hands unfearing
Our poor, afflicted soul enclose.

7 Good night therefore I bid you,
In Jesus’ name; now speed you
To rest your weary head;
May God in grace behold us
And from distress enfold us
In wings of grace about us spread.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Gott Lob! der uns bei Tage
vor dieser Seuch und Plage
behütet und bewacht.
Der woll mich und die Meinen
mit seiner Macht bescheinen
in dieser jetzt betrübten Nacht.

2 Durch Schutz der Himmelswaffen
gehn wir gesund hin schlafen;
wer weiß, was Gott verhängt?
Ob diese Nacht mag werden
die letzte auf der Erden,
und was der liebe Gott gedenkt?

3 Wanns, treuer Gott! dein Wille, [Was…]
laß uns dir halten stille, [uns gedulden]
und nur die arme Seel
dir treulich sein befohlen,
laß sie die Engel holen,
du treuer Wächter Israel!

4 Und wenn wir um die Sünden [wann]
die schwere Straf empfinden
und ganz verlassen stehn:
So laß doch unsre Seelen,
vors Teufels Mord und Quälen,
so elend nicht zu Grunde gehn.

5 Wenn wir verlassen stehen,
und niemand zu uns gehen
noch helfen will noch mag;
so sprich du in den Schmerzen
den Trost in unsre Herzen: [unser]
Die Plag erlöst von Seelenplag.

6 Wir wachen oder schlafen,
so laß du deine Waffen
und Engel um uns sein;
und an dem letzten Ende
schließ auch in deine Hände
die arm, geängste Seele ein.

7 Nun gute Nacht zusammen!
So geht in Gottes Namen
zu Bett, zu eurer Ruh;
der schließ vor dem Unfalle
um mich und um euch alle
die gnadenreichen Flügel zu!