Here is my translation of the hymn, “Der Herre stopft das Lästermaul” (J. Heermann, 1636), from the author’s Sontags- und Fest-evangelia, for Trinity XVIII.
Mel.: Durch Adams Fall ist ganz verderbt.
THE sland’rous lips of Sadducees’
Christ by the Word did tether,
But soon the horde of Pharisees,
Untiring, came together.
Yet up there stood / not all the brood,
But one man, long in learning,
Taught zealously, / praised mightily,
The Scriptures well discerning.
2 He comes, his Savior tempts, and says:
Which of the laws is greatest?
Oh, tell us (for Thy skill we praise)
Which Thou most highly ratest?
Christ answer made / and thusly said:
To love the Lord God ever,
And also men. / To keep these twain
God biddeth thee endeavor.
3 “Yet shalt thou love in full afford,
Heart, soul, and mind completely
In service render to the Lord
For all His mercy meetly.
So he doth love / to neighbors prove
Who self to them surrenders,
And faithful shows / in joys and woes
And service to them tenders.
4 “Whoe’er keeps these commandments twain
No more than that he needeth.
He does what prophets did ordain,
Yea and the Law well heedeth.”
Here must the crown / of scribes step down,
And from the scene they scatter.
He to their shame / gains not their aim,
Howe’er he lie and flatter.
5 When this was done, the Pharisees
Soon gathered them together.
And Jesus said: “I pray you, please,
Let me ask you. Say, whether
The Christ and Lord, / on whom is poured
The Lord’s anointing Spirit,
Is some man’s son? / If so, which one
Doth such an honor merit?”
6 They answer: “He is David son,
As David’s mouth confesseth.”
How comes it then that he his own
Dear son as Lord addresseth
When he is by / the Spirit’s eye
With Christ from far presented?
It saith: the Lord / saith to my Lord,
Before time was invented.
7 “Sit Thou at My right hand till I
My sword of wrath have whetted,
And at Thy feet have made to lie
Thine enemies defeated.”
To Me make clear, / since David here
Hath as his Lord acclaimed him,
What doth it mean / that he hath been
Named son, as ye have named him?”
8 They silent fell without a gain
From all their arts deceiving,
Held captive by their boasting vain,
And futile unbelieving.
And no man durst / then be the first
To test again the Savior.
Who hateth Thee, / O Christ, must be
Ashamed and perish ever.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Der Herre stopft das Läster-Maul
durchs Wort den Saduzäern.
Bald sammelt sich, so sonst nicht faul
die Schar der Pharisäer.
Doch tritt nicht auf / der ganze Hauf.
Ein Mann, der was von Jahren
ernsthaft gelehrt, / und hochgeehrt
und in der Schrift erfahren.
2 Der kömmt, versucht sein Heil, und spricht:
Welchs unter den Gesetzen
ist wohl das Größte? Gib Bericht
uns, die wir dich hoch schätzen.
Der Herre sagt / dem, der ihn fragt:
Gott und den Menschen lieben.
Durch die Gebot / erfordert Gott
in was du dich sollt üben.
3 Doch soll die Liebe nicht sein schlecht.
Dein Herz, Seel und Gemüthe
soll Gott dem Herren dienen recht,
für seine Treu und Güte.
Den Nächsten liebt / wer sich ergiebt
ihm ganz und gar zu eigen:
Läßt sich sein Herz / in Freud und Schmerz
zu seinem Dienste neigen.
4 Wer diese zwei Gebote hält,
dem ist nichts mehr vonnöthen.
Er thut, was ihm zu thun vermeidt
Gesetz und die Propheten.
So muß auch hier / die stolze Zier
des Schriftgelehrten weichen:
kann nicht ihr Ziel / wie gern er will
durch List und Kunst erreichen.
5 Nicht längst hernach versammelt sich
der Pharisäer Orden.
Wohlan, sagt Christus, so dann ich
von euch gefragt bin worden,
so werdet ihr / verzeihen mir,
auch etwas euch zu fragen:
Ihr sollt mir frei, / Wes Sohn doch sei
der Herr Messias, sagen.
6 Sie sprechen: Er ist Davids Sohn,
als David selbst bekennet.
Wie kömmts, fragt er, daß David schon
ihn seinen Herren nennet,
Da durch den Geist / ihm wird geweist
Messias schon von ferren?
Es sagt allbreit / von Ewigkeit
der Herr zu meinem Herren.
7 Zu meiner Rechten setze dich,
bis ich mein Zornschwert schärfe,
und deine Feinde kräftiglich
zu deinen Füßen werfe.
Nun saget mir / weil David hier
ihn für den Herrn erkennet,
durch was Verstand / wird er genannt
sein Sohn, wie ihr ihn nennet?
8 Sie schwiegen still: all ihre Kunst,
ihr Witz, /ihr Ruhm, ihr Prangen,
und was sie wissen, ist umsonst.
Sie stehn, und sind gefangen.
Es darf auch ihn / kein Mensch forthin
nur das Geringste fragen.
Wer dir ist gram / muß seine Scham
und Schmach, Herr Jesu, tragen.



