24 July 2026

Gott Vater, der du deiner Schar

Here is my translation of the hymn, “Gott Vater, der du deiner Schar” (B. Ringwaldt, 1682), from the author’s Evangelia, the prayer-hymn for Trinity VII.

Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein.



O GOD the Father, who hast sworn

Here to Thy congregation

That, when our crosses must be borne,

Thou shalt give consolation,

And with it also daily bread,

Help, and defense in time of dread,

Because of Thy great mercy.


2  Grant us pure air, the sunshine warm,

Good dew, and rain abounding,

That fruit may prosper without harm,

Thy blessing all surrounding

All that the laborer hath cast

Upon Thy Word on earth so vast

From morning-tide till evening.


3 Without Thee all his strength and skill,

Sweat, toiling, and endeavor

Are vain, unless to plow and till

Thou grant Thy gracious favor

And wake the seed upon the plain,

That in its course it may attain

To ripeness and great increase.


4 Lord, in Thy wrath rebuke us not,

To mercy be attending,

From fire and frost, from blight and rot

The precious grain defending,

From hail and storm and heavy flood

And all that to a harvest good

Would harmful be, and hinder.


5 Preserve us, Lord, from perils all,

Our sins forgive and pardon,

Let rain be not too great nor small,

The soil to drown or harden.

Nor kindle fire by lightning-blast,

That by Thy blessing we at last

May fill both barn and barrel.


6 Grant graciously what now Thy hand

For us intends to flourish,

And all the creatures in the land

Thereby sustain and nourish,

Then shall to Thee both great and small,

And old and young among us all

Give fitting adoration.


7 Thou highest Good, we trust in Thee!

Thy grace still richly send us.

Our wants Thou knowest certainly,

And long hast well sustained us,

And still wilt keep and rule us so,

That we Thy blessing well may know,

And to Thy name give glory.


Amen.


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Gott Vater, der du deiner Schar

hast zugesagt auf Erden,

daß sie von dir soll immerdar

im Kreuz getröstet werden,

darneben auch das täglich Brot

samt Schutz und Rettung in der Noth

genädig überkommen:


2 Gib reine Luft, warm Sonnenschein,

gut Thau und milde Regen,

damit die Frücht erwachsen fein

durch deinen milden Segen,

die hie zu Land was früh und spat

der Ackermann geworfen hat

auf dein Wort in die Erde.


3 Ohn dich so ist all seine Kunst,

Schweiß, Arbeit und Vermögen

verloren, wo du deine Gunst

nicht geben wirst zum pflügen,

und allen Samen wecken auf,

daß er im Reifen seinen Lauf

mit großem Gwinst erlange.


4 Herr, straf uns nicht in dienem Zorn,

gedenk an deine Güte,

den Weinstock und das liebe Korn

vor hartem Frost behüte,

so wohl vor Hagel, Sturm und Fluth,

vor Mülthau und was schaden thut

den Früchten in gemeine.


5 Vor großer Dürrheit uns bewahr,

vergib uns unser Sünde,

auf daß nicht etwa mit Gefahr

das Wetter was entzünde,

halt auch das Erdreich nicht zu naß,

auf daß wir mögen Scheun und Faß

durch deinen Segen füllen.


6 Gib gnädig, was uns deine Hand

jetzt thut gar lieblich weisen,

und thu darmit im ganzen Land

die Kreaturen speisen,

so wird dich loben groß und klein

die alten und die Kinderlein,

und was auf Erden lebet.


7 Wir trauen dir, du höchstes Gut,

dein Gnad die mag es walten,

du weißt wohl was uns mangeln thut,

hast lang Zeit hausgehalten,

und wirst noch ferner so regiern,

daß man wird deinen Segen spürn

und deinen Namen preisen. Amen.

23 July 2026

Jesu, jammervolles Herze

Here is my translation of the hymn, “Jesu, jammervolles Herze” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia Melodica, the second hymn for Trinity VII.


Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele.



JESUS, heart of all compassion,

Who attendest morn and eve,

How thy people consolation,

Help, and counsel may receive,

That when scarcer grows the day,

They may faint not on the way:

I will trust Thy love sincerely,

Shown me in Thy Scripture clearly.


2 Never will I be forgetting

What Thy Word hath here expressed;

If I oft must cease from eating,

As a pilgrim, as a guest,

Hunger, thirst will better be

Than much bread and wine for me

And Thy heart will closely watch me,

That no fainting e’er may touch me.

 

3 Must I like a dove be dwelling

Des’late in the wilderness,

Thou wilt still so much be giving,

That I may all needs possess.

Though I travel far abroad,

Near is yet my Lord and God,

Whom, when by all men forsaken,

I found for my help to waken.

 

4 Ere I faint while here wayfaring,

Heav’n must first Thy Manna strew,

And Elijah’s ravens, bearing

Bread of yore, delight me too.

Yet the lavish hand of Christ

Is in faith both known and prized,

Wonders works when men are needing,

With a little many feeding.

 

5 If four thousand souls are gathered,

And but seven loaves at hand,

These, to Jesus’ blessing tethered,

Feed so many in the land.

Oft too scant the board is laid

For wife, children, man and maid,

Christ can yet work such increasing,

That their hunger may be ceasing.

 

6 Think how much was left untasted—

Seven baskets taken see,

That the store might not be wasted—

’Tis a wise economy,

When four thousand in distress

In sev’n loaves enough possess.

Can the hand of Jesus do this,

Who would not commit him to this?


7 Firmly, then, I’ll be confiding

When I lack in time of need—

For Thy blessing still abiding,

Knowing Thou wilt help indeed.

Bless my portion, though discreet,

When I drink and when I eat,

That I may save up a treasure

Of what Thou to me dost measure.

 

8  Let me not unmindful spite Thee,

Nor forget with what in grace

Thou hast blest me, but requite Thee

And with thanks Thy gifts embrace.

When I’m filled with food and drink,

’Tis of Thee I ought to think,

Gratefully for all things given

Here on earth and there in heaven.


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Jesu, jammervolles Herze,

der du sorgest früh und spat,

wie dein Volk in allem Schmerze

finde Hülfe, Rath und That,

daß es, wenns an Brot gebricht,

auf dem Weg verschmachte nicht:

deiner Liebe will ich trauen,

die du mir im Wort läßt schauen!

 

2 Nimmer will ich des vergessen,

was du hier erwiesen hast;

muß ich gleich oft sein ohn Essen,

als ein Pilger, als ein Gast,

so wird Durst und Hunger sein,

nützer mir als Brot und Wein,

und dein Herz wird darauf achten,

daß ich werde nicht verschmachten.

 

3 Muß ich in der Wüsten leben,

wie ein einsam Täubelein,

so wirst du mir so viel geben,

wie mir wird vonnöthen sein.

Bin ich fremd und aus der Fern,

So bin ich doch bei dem Herrn,

der, wenn Menschen sind verschwunden,

sich zur Hülf hat eingefunden.

 

4 Eh ich sollte gar verschmachten,

müßt der Himmel Manna streun

und die Raben, die dort brachten

Brot Eliä, mich erfreun.

Aber Jesu Segenshand

ist im Glauben mir bekannt,

die zum Wunder kann erweisen,

daß mit wengem viel zu speisen.

 

5 Sind vier tausend gleich zugegen

und nur sieben Brot zur Hand,

o sind sieben Brot im Segen

gnug für so viel Volk im Land.

Ist der Vorrath oft nur schlecht

Für Weib, Kinder, Magd und Knecht,

ach dein Jesus kanns vermehren,

daß sies nicht einmal verzehren.

 

6 Denke, daß man sieben Körbe

hebet hier an Brocken auf,

daß der Vorrath nicht verderbe,

das ist wohl der rechte Kauf,

wenn vier tausend in der Noth

werden satt von sieben Brot.

Das kann Jesu Hand ausrichten:

Wer wollt ihm sich nicht verpflichten?

 

7 Ach, ich will dir fest vertrauen,

wenn es mir in Noth gebricht

und auf deinen Segen schauen;

du wirst mich verlassen nicht.

Segne doch mein weniges,

wenn ich trink und wenn ich eß,

daß ich immer mög aufheben

Von dem, was du mir gegeben.

 

8 Laß mich deiner nicht vergessen,

noch des Segens, den du mir

hast aus Gnade zugemessen,

sondern laß mich danken dir,

wenn ich satt von Speis und Trank

dir gebührt allein der Dank.

Hier und dort für alle Gaben,

die wir hier empfangen haben.