Here is my translation of the hymn, “Laß dich, o Mensch, bewegen” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia Melodica, the first hymn for Trinity I.
Mel.: Herzlich thut mich verlangen.
BE moved, O man, for heaven
And hell are shown thee here,
The curse and blessing given,
True life and death made clear.
What then is thy conviction?
Think in this hour of grace:
Delight or hell’s affliction,
Relief or heart’s distress?
2 Wilt thou the rich man follow
And here in splendor dwell,
In pride and pleasures hollow,
Then come the pains of hell;
Or take the cross here proffered
With Christ, thy Life divine,
Which poor old Laz’rus suffered,
Then heaven will be thine.
3 This man of sensual pleasure,
Each day in splendor lives,
And squand’ring time and treasure,
Himself the honor gives
For no man else he careth,
But o’er his station due,
The royal purple weareth,
And garments rich of hue.
4 Oh, then, thy life reviewing,
Search how thy heart is laid!
According to his doing,
So shall a man be paid.
Dost thou in life endeavor
With pomp and pride to swell,
Then thou must suffer ever
In yonder night of hell.
5 Alas and woe eternal,
To this rich man, consigned
Unto the pit infernal,
Who can no droplet find
To cool his tongue sore-burnèd,
That once of nectar ate;
It tastes the flames he earnèd,
His torment now is great.
6 What man, rich goods possessing
In careless ease doth dwell
With every earthly blessing,
And sees himself in hell,
While in this life here living,
Or sees his vanity,
And that he shall be grieving
In hell eternally?
7 The rich man’s pleasant station
Is full of perils great,
For as in Scripture written,
’Tis hard in such a state
The realm of heav’n to enter;
Let camels sooner try
To pass the slender center
Of some small needle’s eye!
8 Ye haughty in behavior,
So little chance have ye
To see the Lord and Savior,
For ye lived pompously,
Nor were in Him confiding;
So shall your just reward
Upon you be abiding!
Alas! So saith the Lord.
9 Then make examination,
Heart, spirit, soul, and mind:
Salvation or damnation
Ye as your gain shall find.
Your eye Christ’s conduct seeth,
Like Him ye too must be;
How with such life agreeth
Pride, pomp, and luxury?
10 If riches be increasing,
Set not your hearts thereon,
Lest Mammon’s curse unceasing
And ban upon you run.
Give to the poor who pray you
In need their help to be;
This will the Lord repay you
Now and eternally.
11 Yea, work out your salvation
With fear and trembling meet,
Ere wrath and indignation
As storms upon you beat,
And thunder blast and lightning
Smite you with one accord,
To hell, where torments fright’ning
From bowls of wrath are poured.
12 Be rich in holy doing,
And buy faith’s sacred oil;
Let all the flames be viewing
That burn in loving toil.
As God commands, seek treasures
Which neither moth nor rust
Corrupts, but which bring pleasures
That crumble not to dust.
13 O Jesus Christ, deliver
Those who are captive still,
The bonds of Satan sever
That they with ready will
May from all sins be flying
And in faith’s victory
Seek for the pearl undying—
My Prize eternally!
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Laß dich, o Mensch, bewegen,
Weil Höll und Himmel dir,
Tod, Leben, Fluch und Segen
wird vorgelegt allhier,
was willtu dir erwählen,
noch ists Bedenkenszeit:
Freud oder Höllenquälen,
Trost oder Herzeleid!
2 Willtu dem stolzen Reichen
in diesem Jammerthal
in Pracht und WOllust gleichen,
So folget Höllen Quaal.
Willt aber du dem Leben
des Kreuzes Christi sein
mit Lazaro ergeben,
so ist der Himmel dein.
3 Hier ist ein reicher Schlemmer,
der täglich herrlich lebt,
ein Zeit- und Gut-Verdämmer,
der sich in Stolz erhebt,
und frech in Wollust weidet,
ja über seinen Stand
in Königs Purpur kleidet,
und köstlichem Gewand.
4 Durchforsche deinen Wandel
und wie dein Herz gesinnt,
weil man nach seinem Handel
den Lohn hinfüro findt,
lebstu in Lust und Freuden,
in Hoffart Stolz und Pracht,
so mußt du ewig leiden
in jener Höllennacht.
5 O weh der armen Seelen,
o weh dem reichen Mann,
der in den Abgrundshöhlen
kein Tröpflein haben kann,d
ie heiße Zung zu kühlen,
die Nectar hier genoß,
nun muß sie Flammen fühlen
und seine Quaal ist groß.
6 Wer denkt in diesem Leben,
wenn man an Gütern reich
und lustig lebt daneben,
der Welt in allem gleich,
daß man schon in der Höllen
lebt in der Eitelkeit,
und sich dahin gesellen
muß ewig nach der Zeit.
7 Es ist wohl recht gefährlich,
der REichen Wolluststand,
dieweil ein Reicher schwerlich,
‘wie aus der Schrift bekannt,
wird in den Himmel gehen,
so wenig ein Kameel,
kann seinen Rücken drehen,
durch eines Nadels Höhl.
8 Bedenkts, ihr stolzen Pfauen,
so wenig werdet ihr,
des Herren Antlitz schauen,
die ihr stolzieret hier,
und wollt ihrs hier nicht gläuben,
so wird die Strafe nicht,
ach Herzeleid! ausbleiben,
weil Jesus dieses spricht.
9 Drum forschet euer Wesen,
Herz, Seele, Geist und Sinn,
was ihr euch habt erlesen,
des habet ihr Gewinn,
gedenkt an Jesu Leben,
dem ihr müßt ähnlich sein,
wie reimet sich daneben
Pracht, Stolz und Wollustsein.
10 Wenn Reichthum euch zufället,
so hängt das Herz nicht dran,
damit euch nicht beschnellet
des Mammons Fluch und Bann,
theilt aus, die bei euch wohnen,
den Armen dieser Zeit,
das wird der Herr belohnen
in Zeit und Ewigkeit.
11 Ja schafft mit Furcht und Zittern,
damit ihr selig werdt,
eh es fängt an zu wittern,
und euch schlägt in die Erd
Blitz, Donnerschlag und Strahlen,
ja in den Abgrund ein,
da Gottes Zorneschahlen
sind voll von Quaal und Pein.
12 Werdt reich an guten Werken,
und kaufet Glaubensöl,
damit sich lassen merken
die Flammen in der Seel.
Ja, strebt nach solchen Schätzen,
die weder Rost noch Mott
verzehrt, die recht ergötzen,
denn dies erfordert Gott.
13 O Jesu Christ, errette,
die noch gefangen sind
in Satans Sündenkette,
damit sie doch geschwind
aus diesen Banden fliehen
und um die Perle sich
in Glaubenskraft bemühen
die mein Schatz ewiglich.























