30 March 2016

Ich hab mein Sach Gott heimgestellt

 It has been a long hiatus, but here is a complete translation of the hymn “Ich hab mein Sach Gott heimgestellt” (J. Leon). Only two stanzas had to be translated (7, 15) by myself. The rest are predominantly from A. T. Russell, whose cento appears in The Lutheran Hymnary, as the chief precedent translation in English publication. The other stanzas are by C. Winkworth and J. C. Jacobi.

MY ALL I to my God commend,
Who all doth to His purpose bend;
My life resigning to His will;
Mine to lie still,
Or his designs alone fulfill.

2 I die at his appointed hour.
Who dares resist his sov’reign pow’r?
My very hairs he knows them all,
Both great and small,
Without His will not one can fall.

3 This earth is but a vale of tears,
Where grief on every side appears;
Sad hours of conflict, toil, and woe
Here ebb and flow,
Till we are summoned hence to go.

4 What is a man? A clod of earth,
A needy mortal from his birth;
Brought nothing with him, when he came,
But sin and shame;
And naked leaves this worldly frame.

5 No greatness, wit, nor golden store
Can here obtain a better score:
'Gainst death no physick can prevail;
No fee nor bail
Can cancel Adam’s sad entail.

6 Today with joy our hearts beat high;
Tomorrow in the grave we lie:
Though as the rose we bloom today,
We soon decay,
And sorrow everywhere hath sway.

7 We one by one are borne away
From sight and mind, and cannot stay;
The world’s respects for young and old,
Soon loose their hold,
Our many honours soon grow cold.

8 Lord, may we meditate aright
How soon we all must fade from sight,
How swiftly from the earth we fly,
All born to die,
Rich, poor, wise, simple, low and high.

9. This is the fruit of Adam’s fall;
Death like a conqu’ror seizeth all;
Sin sets him on the human race;
There is no place
Exempt from his continual chase.

10 Few are our days and sad below,
Our daily bread is toil and woe:
But God in His good time will send
A peaceful end:
Death from a foe is made a friend.

11 And though our sins against us rise,
To heaven we lift our trusting eyes;
For God is merciful, and gave,
Our souls to save,
His Son belovéd to the grace.

12 In Him my Saviour I abide,
I know for all my sins He died,
And risen again to work my good,
The burning flood
Hath quench'd with His most precious blood.

13 To Him I live and die alone,
Death cannot part Him from His own;
Living or dying I am His
Who only is
Our comfort, and our gate of bliss.

14 This thought in every pain and grief
Brings comfort, sweet and full relief,
That we shall rise when Christ appears,
No more in tears,
As now, in these our pilgrim years.

15 My faithful God, so dear and true,
Will guard my mortal residue,
No part of it, when life is past,
Though small or vast,
Will perish or be lost at last.

16 Then I shall see God face to face,
I doubt it not, through Jesus’ grace,
Amid the joys prepared for me!
Thanks be to Thee
Who givest us the victory!

17 O Jesus Christ, the Son of God,
Who hast redeemed us with Thy blood,
Thy precious wounds our refuge be:
For rest we flee,
O Lord, our only hope, to Thee.

18 Amen, dear God! now send us faith,
And at the last a happy death;
And grant us all ere long to be
In heaven with Thee,
To praise Thee there eternally.

sts. 1, 3, 6, 8, 10–11, 14, 17, tr. A. T. Russel; 2, 4–5, 9, J. C. Jacobi, alt.; 7, 15, tr. M. Carver; 12, 13, 16, 18, tr. C. Winkworth.

1 Ich hab mein Sach Gott heimgestellt,
er machs mit mir, wie’s ihm gefällt.
Soll ich allhier noch länger lebn,
ohn Widerstrebn
seim Willen tu ich mich ergebn

2 Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will;
ich schreib ihm nicht vor Maß noch Ziel.
Es sind gezählt all Härlein mein;
Beid groß und klein
fällt keines ihn den Willen sein.

3 Es ist allhier ein Jammertal,
Angst, Not und Trübsal überall;
des Bleibens ist ein kleine Zeit
voll Müh und Leid, [Voll Muhselgkeit]
und wers bedenkt, ist stets im Streit. [immr im Streit]

4 Was ist der Mensch? Ein Erdenklos,
von Mutterleib kommt er nackt und bloß,
bring nichts mit sich auf diese Welt
kein Gut noch Geld,
nimmt nichts mit sich, wann er hinfällt.

5 Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut,
kein Kunst noch Gunst noch stolzer Mut;
vorm Tod kein Kraut gewachsen ist;
mein frommer Christ,
alles, was lebet, sterblich ist.

6 Heut sind wir frisch, gesund und stark
und liegen morgen tot im Sarg; [Morgn sind wir todt und liegn…]
heut blühen wir wie Rosen rot, […blühn wir wie die Rosen…]
bald krank und tot;
ist allenthalben Müh und Not.

7 Man trägt eins nach dem andern hin,
wohl aus den Augen, aus dem Sinn; […den Augn und aus…]
die Welt vergisset unser bald,
ob jung, ob alt
auch unsrer Ehren mannigfalt.

8 Ach Herr, lehr uns bedenken wohl,
daß wir sind sterblich allzumal,
auch wir allhier kein Bleibens han,
müssn all davon,
gelehrt, reich, jung, alt oder schön.

9 Das macht die Sünd, du treuer Gott, […o treuer…]
dadurch ist kommn der bittre Tod,
der nimmt und frißt all Menschenkind,
wie er sie findt,
fragt nicht, wes Stands und Ehrn sie sind. […odr Ehrn…]

10 Ich hab hier wenig guter Tag,  […hie wenig…]
mein täglich Brot ist Müh und Klag.
Wann mein Gott will, so will ich mit
hinfahrn in Fried;
Tod ist Gewinn und schadt mir nit. [Sterbn ist mein Gwinn…]

11 Und ob mich schon mein Sünd anficht,
dennoch will ich verzagen nicht;
ich weiß, daß mein getreuer Gott
für mich inn Tod
seinn liebsten Sohn gegeben hat.

12 Derselbe mein HErr JEsus Christ
für meine Sünd gestorben ist
und auferstanden mir zu gut,
der Höllen Glut
gelöscht mit seinem theuren Blut.
13 Dem leb und sterb ich allezeit,
von ihm der bittr Tod mich nicht scheidt
ich leb odr sterb, so bin ich sein,
er ist allein
der einge Trost und Helfer mein.

14 Das ist mein Trost zu aller Zeit
in allem Kreuz und Traurigkeit.
Ich weiß, daß ich am Jüngsten Tag
ohn alle Klag
Wird auferstehn aus meinem Grab

15 Mein lieber frommr getreuer Gott,
all mein Gebein bewahren tut,
da wird nicht eins vom Leibe mein,
sei groß odr klein,
umkommen noch verloren sein.

16 Mein’ lieben Gott von Angesicht
werde ich anschaun, dran zweifl ich nicht,
in ewger Freud und Seligkeit,
die mir bereit’;
ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit

17 O Jesu Christe, Gottes Sohn,
der du für mich hast gnug getan,
Ach schleus mich in die Wunden dein,
du bist allein
der einge Trost und Helfer mein.

18 Amen, mein lieber frommer Gott,
bescher uns all ein selgen Tod,
hilf, daß wir mögen allzugleich
bald in dein Reich
kommen und bleiben ewiglich.