Here is my translation of the hymn, “Jesu, jammervolles Herze” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia Melodica, the second hymn for Trinity VII.
Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele.
JESUS, heart of all compassion,
Who attendest morn and eve,
How thy people consolation,
Help, and counsel may receive,
That when scarcer grows the day,
They may faint not on the way:
I will trust Thy love sincerely,
Shown me in Thy Scripture clearly.
2 Never will I be forgetting
What Thy Word hath here expressed;
If I oft must cease from eating,
As a pilgrim, as a guest,
Hunger, thirst will better be
Than much bread and wine for me
And Thy heart will closely watch me,
That no fainting e’er may touch me.
3 Must I like a dove be dwelling
Des’late in the wilderness,
Thou wilt still so much be giving,
That I may all needs possess.
Though I travel far abroad,
Near is yet my Lord and God,
Whom, when by all men forsaken,
I found for my help to waken.
4 Ere I faint while here wayfaring,
Heav’n must first Thy Manna strew,
And Elijah’s ravens, bearing
Bread of yore, delight me too.
Yet the lavish hand of Christ
Is in faith both known and prized,
Wonders works when men are needing,
With a little many feeding.
5 If four thousand souls are gathered,
And but seven loaves at hand,
These, to Jesus’ blessing tethered,
Feed so many in the land.
Oft too scant the board is laid
For wife, children, man and maid,
Christ can yet work such increasing,
That their hunger may be ceasing.
6 Think how much was left untasted—
Seven baskets taken see,
That the store might not be wasted—
’Tis a wise economy,
When four thousand in distress
In sev’n loaves enough possess.
Can the hand of Jesus do this,
Who would not commit him to this?
7 Firmly, then, I’ll be confiding
When I lack in time of need—
For Thy blessing still abiding,
Knowing Thou wilt help indeed.
Bless my portion, though discreet,
When I drink and when I eat,
That I may save up a treasure
Of what Thou to me dost measure.
8 Let me not unmindful spite Thee,
Nor forget with what in grace
Thou hast blest me, but requite Thee
And with thanks Thy gifts embrace.
When I’m filled with food and drink,
’Tis of Thee I ought to think,
Gratefully for all things given
Here on earth and there in heaven.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Jesu, jammervolles Herze,
der du sorgest früh und spat,
wie dein Volk in allem Schmerze
finde Hülfe, Rath und That,
daß es, wenns an Brot gebricht,
auf dem Weg verschmachte nicht:
deiner Liebe will ich trauen,
die du mir im Wort läßt schauen!
2 Nimmer will ich des vergessen,
was du hier erwiesen hast;
muß ich gleich oft sein ohn Essen,
als ein Pilger, als ein Gast,
so wird Durst und Hunger sein,
nützer mir als Brot und Wein,
und dein Herz wird darauf achten,
daß ich werde nicht verschmachten.
3 Muß ich in der Wüsten leben,
wie ein einsam Täubelein,
so wirst du mir so viel geben,
wie mir wird vonnöthen sein.
Bin ich fremd und aus der Fern,
So bin ich doch bei dem Herrn,
der, wenn Menschen sind verschwunden,
sich zur Hülf hat eingefunden.
4 Eh ich sollte gar verschmachten,
müßt der Himmel Manna streun
und die Raben, die dort brachten
Brot Eliä, mich erfreun.
Aber Jesu Segenshand
ist im Glauben mir bekannt,
die zum Wunder kann erweisen,
daß mit wengem viel zu speisen.
5 Sind vier tausend gleich zugegen
und nur sieben Brot zur Hand,
o sind sieben Brot im Segen
gnug für so viel Volk im Land.
Ist der Vorrath oft nur schlecht
Für Weib, Kinder, Magd und Knecht,
ach dein Jesus kanns vermehren,
daß sies nicht einmal verzehren.
6 Denke, daß man sieben Körbe
hebet hier an Brocken auf,
daß der Vorrath nicht verderbe,
das ist wohl der rechte Kauf,
wenn vier tausend in der Noth
werden satt von sieben Brot.
Das kann Jesu Hand ausrichten:
Wer wollt ihm sich nicht verpflichten?
7 Ach, ich will dir fest vertrauen,
wenn es mir in Noth gebricht
und auf deinen Segen schauen;
du wirst mich verlassen nicht.
Segne doch mein weniges,
wenn ich trink und wenn ich eß,
daß ich immer mög aufheben
Von dem, was du mir gegeben.
8 Laß mich deiner nicht vergessen,
noch des Segens, den du mir
hast aus Gnade zugemessen,
sondern laß mich danken dir,
wenn ich satt von Speis und Trank
dir gebührt allein der Dank.
Hier und dort für alle Gaben,
die wir hier empfangen haben.

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