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11 December 2025

Ich danke dir, mein Gott, / daß du aus lauter Gnaden

Here is my translation of the hymn, “Ich danke dir, mein Gott, / daß du aus lauter Gnaden” (J. Olearius, 1671), from the author’s Singekunst for Advent II (Gospel reading).

Mel.: O Jesu, Gottes Lamm.

I GIVE Thee thanks, my God,
 For all Thy grace and favor,
And faithful warning, lest
 My soul should suffer ever!
Thou with Thy comfort dost
 Preserve me from distress,
So that I need not fear
 Hell and death’s bitterness.

2 When heav’n, earth, moon, and sun
 Shall cease at Thy commanding,
And when this whole wide world
 No longer can be standing,
I still have cause to joy,
 Because my blessedness
Is near, and soon shall end
 All heartache and distress.

3 Although the Last Day bring
 Great plagues and trepidation,
Yet I need not despair
In any tribulation.
 My Jesus, my strong Tow’r,
Salvation, Light, and Cheer,
 My Confidence remains
And my heart’s Portion dear.

4 My thanks, that in Thy Word
  Thou hast a guide enclosèd,
Lest things my heart deceive
  By which Thou art opposèd:
The devil’s net and snare,
  The drunkard’s revelry,
The cares of worldly life,
  And false security!

5 Lord, help me worthy be
 Thus to escape all evil
And stand before Thee in
 This passing world’s upheaval,
That when this age is o’er,
 I may true life with Thee
Receive, and with my lips
 Praise Thee eternally.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Ich danke dir, mein Gott,
daß du aus lauter Gnaden
mich treulich warnen läßt
vor allem Seelenschaden,
daß du mit deinem Trost
mich  wider alle Noth
verwahrest, daß ich nicht
darf fürchten Höll und Tod.

2 Wann Himmel, Erde, Sonn
und MOnd zu Grund gehen,
wann diese ganze Welt
nicht länger kann bestehen,
so kann ich fr¨øhlich sein,
weil meine Seligkeit
vorhanden, und das End
von allem Herzeleid.

3 Bringt gleich die letzte Zeit
viel Schrecken, Angst und Plagen,
so darf ich doch darum
in keinen Noth verzagen,
mein Jesus, meine Burg,
mein Trost, mein Licht, mein Heil,
bleibt meine Zuversicht
und meines Herzens Theil.

4 Ich danke dir, daß du
mich durch dein Wort geleitet,
daß nicht mein Herz verführt,
was dir sonst widerstreitet,
des Satans Strick und Netz,
die schnöde Trunkenheit,
die Sorge dieser Welt,
die große Sicherheit.

5 Hilf, daß ich würdig sei
dem Unglück zu entgehen,
und wenn die Welt vergeht,
getrost vor dir zu stehen,
daß wenn hier alles aus,
mir dort die Seligkeit
verbleibe, daß mein Mund
dich lob in Ewigkeit. Amen.

25 November 2025

Die Ankunft deines Bräutigams

 Here is my translation of the hymn, “Die Ankunft deines Bräutigams” (B. Schmolck, 1712), from the author’s Der lustige Sabbath, series 2, for Trinity XXVII.

Mel.: Wie schön leuchtet der Morgenstern.


THE advent of thy Bridegroom dear,
The spotless Lamb of God, is near,
O soul, the time is flying!
So if thou art His dearest bride,
Betrothed to Him, born of His side,
And in His bond art lying,
Be thou
Glad now,
Haste, awake thee,
Ready make thee,
To receive Him
With desire, no more to leave Him!

2 Let this thy due adornment be:
From all that worldly is, to flee,
As did those virgins prudent!
For he to vanity that clings
And in its empty beauty springs
Is never wisdom’s student.
Forgo
Proud show!
To surrender
Worldly splendor
Make thy duty!
This shall by thy fairest beauty.

3 Since thee thy Bridegroom holds most dear
And gives thee all His heart sincere,
Let this not fail to move thee
To put thy beauteous garment on,
This noble jewelry to don,
To meet Him who doth love thee.
So prove
Thy love
Burning brightly,
Shining lightly,
In faith rooted,
Which by no man can be looted.

4 When thou shalt hear the midnight cry:
“Arise, the Bridegroom draweth nigh!”
My soul, then deign sincerely
To trim thy lamp with noble care,
With not a wreath of flowers fair
But faith, whose oil burns clearly.
Fly now,
Buy now
To be ready
With a steady
Flame and pleasant,
When the Bridegroom shall be present.

5 If slumber o’er thine eye shall win,
And thou succumb to sleep of sin,
Rise up while time’s remaining,
And leave thy bed with trespass rife,
And hasten in thy course of life,
To wakeful vigil gaining,
Sins bind
Thy mind,
Wrath imploring;
Spirits snoring,
Eyes sin-weary
Are not to the Bridegroom cheery.

6 Adorn thee with a heart aware,
And for the wedding hall prepare
E’en now, by faith availing,
Lest then the Bridegroom to thee say
“I know thee not; be on thy way!”
And thou without be wailing.
E’ermore
The door
Locked abideth.
Who confideth,
Joy is given
To partake of grace and heaven.

7 How godly fear shall profit thee!
How great a gain ’twill prove to be
Which thou from fear receivest;
’Twill make thee ready and alive
Whene’er thy Bridegroom shall arrive
And grace thee, who believest.
What bright
Delight
Shall regale thee
When He’ll hail thee
And thou, ready,
Shalt go in with footstep steady!

8 Thou canst go with thy Bridegroom in
To joy and glory, and begin
Th’ eternal, blessed story,
And there before His throne of grace
With burning lamp assume thy place,
Fair in thy crown of glory.
The door
Stands for
Thee wide open,
And thy hope in
Him will never
Leave thee in disgrace to waver.

9 O dearest Bridegroom! Let me too,
I pray Thee with all fervor true,
Take thought for my adorning,
And turn my heart, desire, and sense
In faith alone to Thee, and hence
Await Thy glad returning!
Thus my
Love I
Show, and claim Thee,
Mine I name Thee
Dearest Savior,
As Thou nam’st me Thine forever.


Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Die Ankunfft deines Bräutigams,
Des heilig-reinen Gottes-Lamms,
O! Seel, ist nun vorhanden,
bist du nun seine liebste Braut,
die er sich ihm hat selbst vertraut;
liegst du in seinen Bandne,
ei so
sei froh,
eil und schmücke
dich, und schicke
mit Verlangen
dich, den Bräutgam zu empfangen.

2 Laß deinen Schmuck daraus bestehn
von dem, was Welt heißt, auszugehn,
wie die Jungfrauen thaten,
denn wer an Eitelkeitenhangt,
und in dergleichen Schmucke prangt,
hat sich nicht wohl berathen;
den Pracht
veracht,
von dem Prangen
ausgegangen;
Kehr den Rücken,
solches ist dein schönstes Schmücken.

3 Da dich dein Bräutgam herzlich liebt
und dir sein ganzes Herze giebt,
so laß dich das bewegen,
daß du dir auch den Schmuck anlegst,
und dieses edle Kleinod trägst,
dem Bräutigam entgegen;
übe,
liebe,
laß sie brennen,
und erkennen
durch den Glauben,
welchen niemand dir wird rauben.

4 Hörst du das Mitternachtgeschrei:
Steht auf, der Bräutgam kommt herbei,
so schmücke, liebe Seele,
doch deine Lampe herrlich aus,
nicht mit dem schönsten Blumenstrauß,
vielmehr mit Glaubensöle;
laufe,
kaufe
es bei Zeiten
zum Bereiten,
daß du fertig,
wenn der Bräutgam gegenwärtig.

5 Schleußt sich dein Auge schläfrig zu,
und liegst ins Sündenschlafes Ruh,
so stehe doch bei Zeiten
von diesem argen Lager auf,
müh dich in deinem Lebenslauf,
mit Wachen zu bereiten;
Sünden
binden,
nur zur Strafe
mit dem Schlafe
müden Augen,
deinem Bräutgam nicht zu taugen.

6 Schmück dich auch mit Behutsamkeit,
damit du nicht seist unbereit
zur Hochzeit einzugehen,
daß nicht der Bräutgam zu dir spricht:
Ich kenne deiner gänzlich nicht,
bleib du nur drausen stehen,
die Thür
ist dir
schon verschlossen
zu Genossen
meiner Gnaden
sind nur Gläubige geladen.

7 Schau, was trägt dir dein Schröcken ein,
wie groß wird doch der Nutzen sein,
den du davon wirst haben;
denn also bist du allezeit,
wenn kommt dein Bräutigam, bereit,
dich bald mit ihm zu laben;
beglückt,
geschmückt,
selge Stunden,
die dich funden
wohl bereitet,
daß dein Fuß nicht ewig gleitet.

8 Du kannst zur Freud und Herrlichkeit
und jenes Lebens Sicherheit
mit deinem Bräutgam gehen,
und vor desselben Gnadenthron
in deinem Schmuck und Ehrenkron
mit deiner Lampe stehen,
die Thür
bleibt dir
immer offen;
und dein Hoffen
hier auf Erden
läßt dort nicht zu Schanden werden.

9 O! liebster Bräutgam, lasse mich,
ich bitte dich recht flehentlich,
an meinen Schmuck gedenken,
und Herze, Sinnen und Begier
im Glauben nur allein nach dir
und deiner Ankunft lenken,
so heißt
und preist
meine Liebe,
die ich übe,
dich den Meinen
gleich als wie du mich den Deinen.

22 November 2025

Ich weiß, Herr Jesu, daß du einst

Here is my translation of the hymn, “Ich weiß, Herr Jesu, daß du einst” (E. Neumeister, 1710), from the author’s Zugang zum Gnadenstuhl, second series.

Mel.: Es ist gewisslich an der Zeit.

I KNOW that Thou, my Savior dear,
Wilt some day be returning
And visibly as Judge appear,
The sheep and goats discerning;
A worldly scoffer knows this not,
And all that by Thy Word is taught
Is to his thinking foolish.

2 Lord, I believe! Oh, strength bestow
My faith in Thee increasing,
And grant me grace that faith to show
In works to Thee well-pleasing.
That when Thou, mighty Prince, shalt come
For judgment, I with Christendom
May at Thy right be standing!

3 Oh, come, Lord Jesus, yea, come soon,
My Hope and Reconciler!
The world with every sin is strewn
And daily groweth viler.
Come soon, Thy people wait for Thee!
Come, bring us heavenward, to see
The kingdom of all gladness!

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Ich weiß, Herr Jesu, daß du einst
wirst sichtbar wieder kommen,
und als ein Richter da erscheinst
der Bösen und der Frommen.
Das gläubt ein rohes Weltkind nicht,
und was dein Wort deswegen spricht,
das ist ihm ein Gespötte.

2 Ich gläube, Herr, und bitte dich,
du wollst den Glauben stärken,
und Gnade geben, daß er sich
erzeig in guten Werken:
damit ich, wenn du, großer Fürst,
nun zum Gerichte kommen wirst,
zu deiner Rechten stehe.

3 Ach! komm doch bald, Herr Jesu Christ,
du Heiland und Erlöser!
Die Welt, die ganz im Argen ist,
wird alle Tage böser.
Ach komm! die Deinen warten dein.
Komm, führ uns zu dem Himmel ein,
ins Reich der Freuden! Amen.

28 August 2025

Liebster Heiland, dein Verlangen

Here is my translation of the hymn “Liebster Heiland, dein Verlangen” (J. Olearius, 1671), from the author’s Singekunst for Trinity X (Gospel Luke 19:41–48).

Mel.: Ach, was soll ich Sünder machen.

DEAREST Savior, Thy desiring
That men might repent, believe,
And salvation’s gift receive
I behold in Thy suspiring,
Wetted cheeks, and words forlorn,
Which my soul forever warn.

2 Let me think these hours abiding,
Ere the time of grace shall cease,
What belongeth to my peace;
Let Thy Word my heart be guiding,
Lest th’ abhorrent lust of sin
Should my soul from heaven win.

3 Help me ceaselessly to ponder
Zeal and wrath and righteousness,
Mercy, grace, and blessedness,
And to turn my mind in wonder
From all vanity away,
And to seek th’ eternal day.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Liebster Heiland, dein Verlangen
nach der Menschen Frömmigkeit,
Buße, Heil und Seligkeit
zeigen deine naße Wangen,
deine Thränen, deine Wort,
die mich warnen immerfort.

2 Laß michs ja beizeit bedenken,
weil noch währt die Gnadenfrist,
was zum Frieden dienlich ist,
laß mein Herz durch dein Wort lenken,
daß mich nicht der Sündengreul
bring um meiner Seelen Heil.

3 Hilf, daß ich den Ernst und Güte,
daß ich die Gerechtigkeit
neben der Barmherzigkeit
stets bedenk, und mein Gemüthe
wende von der Eitelkeit,
trachte nach der Ewigkeit.


Amen.

17 July 2025

Ich halte es dafür

Here is my translation of the hymn “Ich halte es dafür” (J. Olearius, 1671), appointed in the author’s Singekunst for Trinity IV (Epistle), a paraphrase of Romans 8:18–23. The hymn may also be sung to “O Gott, du frommer Gott.”

Mel.: O Jesu, Gottes Lamm.
 

I RECKON that our pains
And suff’rings that aggrieve us,
Which in this present time
Shall not subside nor leave us,
Are far from worthy of
The glory
and majesty
Which by eternity
In us revealed shall be.

2 The creature all doth wait
In earnest expectation
Until the sons of God
Receive manifestation,
And their estate is known,
Beyond this vanity;
Here to all temp’ral things
It now must subject be.

3 Because the creature too
Shall be from bonds delivered,
And from corruption deep
That fills this earth, be severed.
The bondage then shall pass,
But liberty stand stay
With glory when this world
At last shall pass away.

4 The whole creation groans
And travails in like measure,
Which in this vanity
Finds not its joy and pleasure;
We also groan within,
The mortal’s end to see;
The Spirit’s firstfruits yearn
For blest eternity.

5 We daily call to mind
And long for life in heaven,
For what adoption brings
And what we shall be given;
We wait to see redeemed
This body of decay,
When yonder God shall give
What gladdens us for aye.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Ich halte es dafür,
daß alles unser Leiden,
so wir in dieser Zeit
durchaus nicht können meiden,
sei ganz und gar nicht wirth
der Ehr und Herrlichkeit,
die offenbaren wird
an uns die Ewigkeit.

2 Denn alle Kreatur,
sehr ängstlich harrend wartet,
bis es wird offenbar,
wie doch soll sein geartet
der Gotteskinder Stand,
nach dieser Eitelkeit,
der unterworfen ist
hier aller Zeitlichkeit.

3 Weil auch die Kreatur,
wird von dem Dienst frei werden,
den die Vergänglichkeit,
aufbürdet dieser Erden.
Der Dienst vergeht, allein
die Freiheit wird bestehn,
mit großer Herrlichkeit
wann die Welt wird vergehn.

4 Es sehnt, es ängstet sich,
doch Alles mit uns allen,
die an der Eitelkeit
habn keinen Wohlgefallen,
wir sehnen uns auch selbst,
aus dieser Sterblichkeit,
des Geistes Erstling sehnt
sich nach der Ewigkeit.

5 Wir denken täglich dran
mit herzlichem Verlangen,
was uns die Kindschaft bringt,
was wir habn zu empfangen;
wir warten hier des Leibs
Erlösung jederzeit,
bis Gott giebt was uns dort
erfreut in Ewigkeit.

28 June 2025

Ein Mensch macht ein groß Abendmahl

Here is my translation of the hymn “Ein Mensch macht ein groß Abendmahl” (N. Herman, 1561), a paraphrase of the Gospel for Trinity II accompanied by an interpretation and supplication. The melody prescribed for the hymn for Trinity I is also used in later books (such as Gesius) for this hymn. Note: bade is a homophone of bad /bæd/ and rhymes with had.

Mel.: Es was einmal ein reicher Mann.

A MAN once made a supper great
And bade full many guests to eat.
His faithful servant forth he sent;
To call his guests the servant went.

2 He said, “Come, for all ready is!”
But they refused this call of his
With foul excuses. In the end,
None that was bidden would attend.

3 The first said, “Pray, have me excused,
I’ve bought a piece of ground unused,
Necessity demands of me
I go and see it carefully.”

4 “Five yoke of oxen have I bought,”
The second said. “Come I cannot.
I go to prove them right away:
Have me excused, dear sir, I pray.”

5 The third said, “I’ve begun a home
And married, so I cannot come.”
And so that servant home returned,
With every invitation spurned.

6 Hereat the master, thundering,
Said to his servant, “Go and bring
The poor and maimed where’er they be,
The halt and blind—bring all to me!

7 “Quick, scour the highway and the hedge,
And fill my house from edge to edge!
In truth, of those first bidden, none
Shall taste my supper—nay, not one!”

8 The master God the Father is,
Who made a feast in heav’nly bliss;
Christ and His Word the goodly fare,
The Jews the guests first bidden there.

9 The prophets and St. John were they
That bade the guests so many a day;
Because they spurned it, God instead
Bade us the heathen come be fed,

10 Proclaiming by His Word of grace
Release from sins in every place:
Both Jew and Gentile, great and small—
He to His kingdom bids them all.

11 We thank Thee, Jesus, without end,
That Thou didst to our world descend
And call and make us heathen Thine,
And of Thy kingdom heirs divine!

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Ein Mensch macht ein groß Abendmahl,
lud Gäst dazu ein große Zahl,
sein treuen Knecht er sendet aus
zu fodern die Gäst in sein haus.

2 Der Knecht spracht, kommt, alls ist bereit,
aber sie gaben bösen Bscheid,
ihr keiner, der geladen war,
zum Abendmahl wollt kommen dar.

3 Der erste sprach, Entschuldig mich,
ein Acker hab gekaufet ich,
mein Nothdurft fordert, daß ich geh
und denselben besichtige.

4 Fünf Joach Ochsen, der ander spricht:
hab ich kauft, und kann kommen nicht,
jetzt geh ich hin zu schauen recht;
entschuldig mich, mein lieber Knecht.

5 Der dritte sprach: Ich gnommen han
ein Weib, drum ich nit kommen kann,
do kam der Knecht wider zu Haus,
und hat gar nichts gerichtet aus.

6 Den Herren solchs verdroß gar sehr,
er sprach ihr Knecht: Geht, bringt mir her
die Blindn und Lahmen allzumal,
die armen Krüppl auch überall.

7 Auch geht bald auf die Straß hinaus
und seht, daß ihr vollmacht mein Haus,
wahrlich die gladen sind, der soll
keiner schmecken mein Abendmahl.

8 Gott Vater, ist derselbig Mann,
ders Abendmahl gericht hat an,
Christus und sein Worst ist die Köst,
die Jüden sind die gladen Gäst.

9 Die Propheten und Sankt Johann
sind die Knecht, die sie gladen han,
weil sie es veracht, an ihr Statt
uns Heiden Gott berufen hat.

10 Und läßt verkünden durch sein Wort
Ablaß der Sünd an allem Ort,
Jud oder Heid gilt ihm alls gleich,
fordert sie all zu seinem Reich.

11 Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
daß du in die Welt kommen bist,
und hast uns Heiden gmachet gleich
deim Volk zu erben in deim Reich.




26 June 2025

Jesu, laß mir deine Worte

Here is my translation of the Last Things hymn, “Jesu, laß mir deine Worte” (B. Schmolck, 1712), in the author’s Der lustige Sabbath, part 1, a meditation on the Gospel for Trinity I, with title “Heaven and Hell.”

Mel.: Freu dich sehr, o meine Seele
 


JESUS, let Thy declarations
On my heart not fruitless fall:
Thou dost show two destinations
Standing open to us all.
Here Thy Holy Word presents
Hell and heaven to my sense:
What in life the man perceiveth
After bringeth joy or grieveth.

2 Hath the rich man not his heaven
Here on earth, all free from cares?
All delights he hath been given:
For he purple garments wears,
And is dressed in linen fine,
All his deeds with glory shine;
Each new day affords new gladness,
Yea, he knows no hint of sadness.

3 Also here a poor man liveth,
Hell on earth his sorry lot;
At the rich man’s doors he grieveth,
Begging much but getting naught.
None will e’en a crumb provide
Falling from the table-side,
Nor will with a shelter grace him;
Rather to the dogs they chase him.

4 Yet Thou with Thy preaching showest
How things soon may change as well,
When he on whom Thou bestowest
Riches dies and flies to hell.
What becomes of all his fame
When he suffers in the flame?
What becomes of all his pleasure
That he felt in fullest measure?

5 Meanwhile Lazarus is carried
By the angels into heav’n;
From all earthly ills that harried
He in death release is giv’n.
Now where Abraham resides
There his soul in bliss abides,
And his poverty endurèd
Is with heaven’s riches curèd.

6 God the Father’s judgments holy,
Just and right must ever be;
An enlightened vision solely
In these depths looks faithfully,
And at last finds that indeed
God must in this way proceed
Since no second heav’n may follow
Earthly heav’n of pleasures hollow.

7 O my Savior, let me never
Set my foot to self-made ways
Which must hellward lead me ever,
And the fires that ceaseless blaze.
If Thy gifts are here abused
There we must be joy refused,
Where no finger coolness offers
For the tongue that burning suffers.

8 Let me hear, while time remaineth,
Moses and the Prophets well,
For no balm the spirit gaineth
After in the pains of hell.
Here the fiery coal we flee
By repenting honestly;
Yonder one must burn forever,
Where a mighty gulf doth sever.

9 Must I here my hell be having
Comfort me as Laz’rus there,
Poverty and wounds relieving
As Thy heav’nly prince and heir.
Thus by gentle death and blest
All my woes are laid to rest.
And the tears this time besetting
Shall a thousand joys be getting.

10 Shall my course on earth be ending,
Show to me the pleasant lot,
Let me by Thy hosts attending
Be to Thy sweet bosom brought,
Where in gladness Abr’ham dwells—
Blessing that all things excels!
So my hell on earth discernèd
Into heaven shall be turnèd.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

JESU laß mir deine Worte
Heute recht zu Hertzen gehn,
Denn du zeigest mir zwei Orte,
Die uns allen ofen stehn.
Deine Predigt stellet mir
Beides Höll und Himmel für,
Wie sie mancher hier empfindet,
Mancher nach dem Tode findet.

2 Lebt der Reiche nicht auf Erden,
Als wenn er im Himmel wär.
Alle Wollust muß ihm werden,
Denn er tritt im Purpur her.
Theure Leinwand ist sein Kleid,
Alles Thun voll Herrligkeit,
so viel Tage, so viel Freude,
Ja er weiß von keinem Leide.

3 Und hingegen hat die Hölle
Ein verlaßner armer Mann,
Vor der Thür ist seine Stelle,
Da er nichts erbetteln kan,
Und auch dieses nicht erhält,
Was des Schlemmers Tisch entfällt,
Menschen wollen ihn vertreiben,
Er muß bei den Hunden bleiben.

4 Doch du hast mir auch gewiesen,
Wie so bald es sich verkehrt,
Wenn der, den man reich gepriesen,
Durch den Todt zur Höllen fährt.
Ach wo ist denn seine Pracht,
Wenn er in der Flamme Schmacht?
Wo ist seine Lust geblieben,
Die er in der Welt getrieben?

5 Lazarum hingegen tragen
Engel in des Himmels Schoß,
Er wird aller seiner Plagen
Nach dem Tode gäntzlich loß.
Wo nun Abraham sich letzt,
Da wird auch sein Geist ergötzt,
Und die Armuth auf der Erden
Muß im Himmel Reichthum werden.

6 Das sind Göttliche Gerichte,
Die gerecht und heilig sein.
Ein erleuchtetes Gesichte
Sieht in diese Tiefen ein,
Und macht endlich diesen Schluß,
Daß GOtt so verfahren muß,
Weil zwei Himmel hier auf Erden
Nicht einander folgen werden.

7 O mein Heiland, laß mit nichten
Mich auf solchen Wegen gehn,
Die den Fuß zur Höllen richten,
Wo er muß in Flammen stehn.
Deiner Gaben Mißbrauch macht,
Daß man dorten darbt uñ schmacht,
Auch nicht einen Finger fühlet,
Der die heisse Zunge kühlet.

8 Laß mich Mosen und Propheten
Jtzund hören weil ich kan;
Denn dort in der Höllen Nöthen
schlägt alsdenn kein Trost mehr an.
Hier entlauft man noch der Gluth,
Wenn man rechte Busse thut,
Dorte muß man ewig brennen,
Wo uns große Klüfte trennen.

9 Wird die Welt mir auch zur Hölle,
Tröste mich wie Lazarum,
Der verwechselt seine Stelle
Mit des Himmels Fürstenthum.
So begräbt ein sanfter Todt
Endlich alle meine Noth,
Und das Leiden dieser Zeiten
Wird zu tausend Fröligkeiten.

10 soll ich meinen Lauf vollenden,
Zeige mir das schöne Loß,
Trage mich auf Engels-Händen,
Jn den angenehmsten Schoß,
Wo sich Abraham erfreut,
Und gieb mir die Seligkeit.
So wird das zum Himmel werden,
Was mir Hölle hieß auf Erden.

25 June 2025

O Ewigkeit! o Ewigkeit

Here is my translation of “O Ewigkeit! o Ewigkeit / o Höllenangst…” / “O Ewigkeit! o Ewigkeit, / o Himmelsfreud…” (Dr. J. Olearius, d. 1684), as found in his Geistliche Singekunst, two short, connected hymns appointed for the Gospel for Trinity I. They are notable for their lack of reference to themes of rich and poor found in several earlier hymns for Trinity I (Olearius here notes as the usual or de tempore hymns “Kommt her zu mir” and “Ach Gott vom Himmel”), as well as for their pervasive rhyme in “-eit,” which I simulate here with “-y / -ee.” Both hymns are assigned the same melody, and may reasonably be sung as bookends to the service or sermon.

Mel.: Wenn wir in höchsten Nöthen sein.

ETERNITY! Eternity!
O hellish dread and agony!
O torment without remedy
Prepared for earth’s iniquity.

2 Whoever always ponders thee,
Flees error and iniquity,
That he may hence repentantly
Forsake all worldly vanity.



ETERNITY! Eternity!
O heav’nly joy and majesty!
O glory without malady
Prepared for God’s own progeny.

2 Whoever always ponders thee
Shuns sinful deeds and vanity,
That he in faith may ready be
To go in peace and joyfully.

3 Eternity! Eternity!
Thou ring of vast immensity,
All times and tides are held in thee,
Thy center holds infinity.

4 Thou bring’st us out of vanity,
Thou show’st us immortality,
That we, from death and hell set free,
Go into heaven’s majesty.

5 O Lord, in grace and clemency
Grant to Thy Christian church that we
May for Thy goodness worship Thee
And praise Thee for eternity.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

O Ewigkeit, o Ewigkeit,
o Höllenangst und Herzeleid,
o Qual und Marter ohne Zeit
der argen bösen Welt bereit.

2 Wer an dich denkt zu aller Zeit,
der fleucht die Ungerechtigkeit,
damit er in Bußfertigkeit
verlasse diese Eitelkeit.



O Ewigkeit, o Ewigkeit,
o Himmelsfreud und Herrlichkeit,
o herrlich Leben ohne Zeit,
der Kindern Gottes zubereit.

2 Wer an dich denkt zu aller Zeit,
der meidet Sünd und Eitelkeit,
damit er gläubig, wohl bereit
hinfahren kann mit Fried und Freud.

3 O Ewigkeit, o Ewigkeit,
du bist ein Zirkul groß und weit,
dein Umfang fasset alle Zeit,
dein Mittelpunkt Unendlichkeit.

4 Du führst uns von der Eitelkeit,
du lehrest uns Unsterblichkeit,
daß wir vom Tod und Höll befreit
eingehn ins Himmels Herrlichkeit.

5 Ach Herr, durch dein Barmherzigkeit
verleih der ganzen Christenheit,
daß wir all deine Gütigkeit
dort preisen in der Ewigkeit.

20 May 2025

O Freude über Freude

My next new hymn trnnslation for Lochner’s Easter-book is “O Freude über Freude” (J. Mentzer, 1726), of which stanzas 9–14 close Devotion 33. It is reminiscent of the themes of Walther’s “Herzlich thut mich erfreuen” and Jer. Nicolai’s “Herr Christ, thu mir verleihen.”

Mel.: Valet will ich dir geben
 
 
O JOY all joys exceeding,
How full of bliss art thou!
O feast, the spirit feeding,
How quickened am I now!
Hemmed in by fears infernal,
My comfort here I see;
I trust in life eternal:
Shall that not joyful be?

2 Thou, Father, dost supply me
With this, love’s highest good.
Thou, Jesus Christ, dost buy me,
A wretch, with Thy dear blood.
By working of Thy Spirit
True faith I have in Thee,
And blessed death inherit:
Shall that not joyful be?

3 How longs my soul with sighing
To see that blessed life,
How would it hence be flying,
Beyond the groaning strife!
The chariot angel-driven
E’en now it seems to see,
Which beareth it to heaven:
Shall that not joyful be?

4 The body may be sleeping
Until the final day,
And then to life be leaping
Filled with new glory’s ray.
Then from my bed of slumber
My Lord will summon me
To join the sainted number:
Shall that not joyful be?

5 In what majestic glory
At God’s right hand I’ll stand,
And fearless hear before me
The Judge’s just command.
With what dread fulmination
The wicked company
Shall go their damnation!
Shall that not joyful be?

6 And when, beset with fire,
The dwelling of this world
To its destruction dire
At last as one is hurled,
I’ll march to heaven yonder
Amid the triumph glee,
And sing with joy and wonder:
Shall that not joyful be!

7 How glorious is that dwelling,
How golden-bright the wall,
How fair beyond all telling
The thrones in Salem’s hall!
With gemstones all is beaming
Whate’er the eye may see,
There gates of pearl are gleaming:
Shall that not joyful be?

8 I know no country fairer,
There is no grief and woe,
No wrath, curse, shame, or terror
No devil, death, or foe.
Where pain is gone forever,
I’m cleansèd perfectly
From all sin whatsoever:
Shall that not joyful be?

9 Oh, what then shall transpire,
When Thee I have in sight,
O God, my great Desire!
How shall Thy beauteous light,
O Jesus, fill my being,
And make me one with Thee,
Thy peerless beauty seeing:
Shall that not joyful be?

10 What knowledge deep extending
Shall in my spirit wake,
When, Thy own brightness lending,
Thou shalt my mind remake!
Then shall Thy will and pleasure
Be mine eternally,
I, Thine in fullest measure:
Shall that not joyful be?

11 My body shall be changèd,
To shine like cloudless day,
All filth, as God arrangèd,
Shall thence be put away.
Then like my Savior seeming,
The sun and stars I’ll see
To pale before my gleaming.
Shall that not joyful be?

12 The angels’ blessed legion
Shall welcome there my soul,
And lead me in procession
As strains of vict’ry roll.
With chaplets they will crown me,
With wine shall gladden me,
What joyous rays shall drown me,
Shall that not joyful be?

13 There myriads far expanding,
Elect both great and small,
With golden crowns are standing
Within the royal hall,
Who in their ranks unbroken
Receive me tenderly,
As greetings fond are spoken:
Shall that not joyful be?

14 There shall again surround me
Those whom I held most dear,
Whom I, as sorrows drowned me,
Saw go before me here.
There shall we leap rejoicing,
There sing in unity,
In heav’n the anthem voicing:
Shall that not joyful be?

15 This life of joy abideth,
Forever ’twill be shared,
No evil there betideth,
In God it is prepared.
He’ll give it by His favor
He’s mine eternally:
Therefore I’ll live forever:
Shall that not joyful be?

16 Now I believe, dear Savior;
Help Thou my unbelief!
Help me be faithful ever,
Help me through earthly grief
To heaven to be rising,
And enter joyfully,
The song once more reprising:
Shall that not joyful be?

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN
O Freude über Freude!
Wie bist du doch entzückt;
o süße Mannaweide!
wie werd ich doch erquickt;
bin ich mit Angst umgeben;
so kommt mir tröstlich ein:
Ich gläub ein ewigs Leben;
werd das nicht Freude sein?

2 Mein Abba! dein Erbarmen
schenkt mir diß größte Gut.
Du, Jesu, kaufst mir Armen
dasselbe durch dein Blut;
dein Geist macht mich zum Erben;
mein Glaube nimmts allein;
drauf kann ich selig sterben;
wird das nicht Freude sein?

3 Wie seufzet meine Seele
nach solcher Seligkeit!
Wie eilt sie aus der Höhle
nach ihrem schweren Streit!
Sie siehet schon den Wagen
der lieben Engelein,
die sie gen Himmel tragen.
Wird das nicht Freude sein?

4 Der Leib mag schlafen gehen
bis auf die letzte Zeit.
Da wird er auferstehen
voll Sonnenherrlichkeit.
Mein Jesus wird mich führen
aus meinem Kämmerlein,
wie will ich jubilieren!
Wird das nicht Freude sein?

5 In was für großen Ehren
will ich zur Rechten stehn
und unerschrocken hören,
wie das Gericht wird gehn.
Wie die verdammte Herde
mit Blitz zur Höllenpein
hinab gestürzet werde.
Wird das nicht Freude sein?

6 Und wenn in vollen Flammen
das große Weltgezelt
in einem Klump zusammen
zum Untergange fällt.
Da zieh ich triumphierend
in meinen Himmel ein,
dann ruf ich jubilierend:
wird das nicht Freude sein?

7 Wie Herrlich werd ich wohnen,
wie golden ist die Stadt!
Wie prächtig sind die Thronen,
die dort mein Salem hat!
Da strahlt an allen Orthen
nur lauter Edelstein,
da glänzen Perlenpforten.
Wird das nicht Freude sein?

8 In diesem schönen Lande
betrübt mich keine Noth,
kein Zorn, Fluch, Angst und Schande,
kein Teufel, Feind, noch Tod.
Da ist kein Schmerz zu finden,
ich bin vollkommen rein
von allen, allen Sünden.
Wird das nicht Freude sein?

9 Wie wird mir doch geschehen,
wenn ich dein Angesicht,
o mein Gott, werde sehen?
Wie wird dein schönstes Licht,
o Jesu, mich durchdringen
und mit dir einigs Ein
zur schönsten Gleichheit bringen,
wird das nicht Freude sein?

10 Welch tiefe Grunderkenntnis
erlanget da mein Geist,
wenn du mir das Verständnis
durch deinen Glanz ausschleußt!
Dein Wille, dein Verlangen
ist da vollkommen mein,
du wirst mich ganz umfangen,
wird das nicht Freude sein?

11 Mein Leib wird geistlich werden,
voll Klarheit um und an.
Der Unflat dieser Erden
ist von ihm weggetan.
Ich werde Jesu gleichen,
der Sonn- und Sternenschein
wird meinem Lichte weichen.
Wird das nicht Freude sein?

12 Der lieben Engel Menge
gesellt sich da zu mir
und führt mich mit Gepränge
im Siegstriumph herfür.
Sie schmücken mich mit Kränzen,
sie laben mich mit Wein,
wie wird's doch um mich glänzen!
Wird das nicht Freude sein?

13 Viel tausend Millionen
der Auserwählten Zahl
stehn da mit goldnen Kronen
in dem erlauchten Saal,
die nehmen mich mit Küssen
in ihren Orden ein,
der niemals wird zerrissen.
Wird das nicht Freude sein?

14 Da werden meine Lieben
auch wieder um mich stehn,
die ich mit viel Betrüben
allhier voran ließ gehn.
Da wollen wir eins springen,
da singen wir eins drein,
so soll's im Himmel klingen.
Wird das nicht Freude sein?

15 Dies Freudenleben währet
in alle Ewigkeit.
Es wird durch nichts versehret,
es ist in Gott bereit't.
Mein Gott wird mir es geben,
Gott bleibet ewig mein!
Drum werd' ich ewig leben.
Wird das nicht Freude sein?

16 Nun, liebster Gott, ich gläube,
hilf meiner Schwachheit auf.
Hilf, daß ich treu verbleibe,
hilf, daß mein Lebenslauf
stets in den Himmel dringe,
so geh ich froh herein
und singe, weil ich ringe,
wird das nicht Freude sein!

12 May 2025

Herzlich thut mich erfreuen / die liebe Sommerzeit (2)

My next new hymn translation for Lochner’s Easter-book is “Herzlich thut mich erfreuen / die liebe Sommerzeit” (J. Walter, 1555), of which stanzas 1, 6, 8–9 are included at the close of Devotion 28. While these specific stanzas were already translated (see my post on the Buffalo Synod cento from 2023, which is different from our familiar cento beginning “The Bridegroom soon will call us”), I took this opportunity finally to finish the full 34-stanza form of the hymn. Below I include also Loy’s version of the latter cento as found in TLH as well as the few stanzas translated by Winkworth and Ramsey.

Mel.: Herzlich thut mich erfreuen (Ach Gott vom Himmelreiche)
Or: Valet will ich dir geben.
 


 

MY heart delights to ponder
That blessed Summertide
When God will work His wonder,
And all is purified.
God will restore creation,
Make earth and heav’n anew—
A glorious transformation
Of brightest, purest hue.

2 The sun, new-made and gleaming,
The moon and stars on high
Far brighter shall be beaming,
And marv’lous to our eye.
The firmament more fairly
With beauty shall be clad—
All this God will do merely
To make His children glad!

3 God’s wondrous restoration
Shall with such beauty teem,
That all with jubilation
will laugh as in a dream:
Pure gold and gemstones splendid
Will beautify the globe,
With pearls and pearlets blended
As though a broidered robe!

4 What glories there are sharèd
No mortal tongue can speak,
To naught can be comparèd,
All words are far too weak.
Therefore we can but save it
Until the Final Day.
Then we will surely gaze at
God’s pow’r and being for aye.

5 Then shall the earth be shaken
When heaven’s trump is blown,
And God shall us awaken
In Jesus Christ His Son;
We as His new creation
In flesh will then arise,
Adorned with His salvation,
Our great and glorious prize.

6 He will our frame make over
With flesh and hair anew,
Our life He will recover—
This is most surely true;
Oh, how He’ll glorify us
Far brighter than the sun,
And bliss and joy supply us
As pleaseth every one.

7 Then Christ our Consolation
Will send His angels forth
To bring His dear creation
Redeemed o’er all the earth,
He fairly will receive us
With all salvation’s host,
Embrace us, and relieve us—
Which shall delight us most.

8 There shall we see delighted
Our dear Redeemer’s face,
Who leads our souls benighted
To glory by His grace.
The patriarchs shall meet us,
The prophets’ holy band,
Apostles, martyrs, greet us
In that celestial land.

9 They will not blush to own us
As brothers, sisters dear;
Love ever will be shown us
When we with them appear.
We all shall come before Him,
Who for us man became,
As Lord and God adore Him,
And ever bless His name.

10 By Him with accents tender
Our souls shall be addressed:
Come, blessed, glory enter,
Come, enter peace and rest:
Today ye shall inherit
My Father’s kingdom fair
Won for you by My merit.
I make each one an heir!

11 God shall with all displeasure
Condemn the wicked world,
And hellfire in just measure
On sin be duly hurled.
The foe and those who follow,
False hearts, and Mammon’s slaves,
In shame shall ever wallow,
And burn in deathless graves.

12 God shall with stern demanding
And righteous wrath condemn
Those on His left hand standing,
And fairly sentence them:
Go forth now, ye accursèd,
In Satan’s fetters wound,
With hellfire reimbursèd,
In death forever bound.

13 Thus God shall from all evil
Forever make us free,
From sin, and from the devil,
From all adversity,
From sickness, pain, and sadness,
From troubles, cares, and fears,
And grant us heavenly gladness
And wipe away our tears.

14 Then shall the Lord Christ take us
With jubilee most grand,
His gladsome bride to make us,
At God the Father’s hand,
He shall at once adorn us
And in His gracious way
With precious balm anoint us
With beauty us array.

15 The bride shall then be given
New robes of light divine,
In gold and silks of heaven,
Robes many-hued and fine.
A gold ring placed upon her,
Of love the token true,
Gone shall be all dishonor,
Her glory ever new.

16 Our Father, rich in blessing,
Will give us crowns of gold
And, to His bosom pressing,
Impart a bliss untold,
Will welcome with embraces
Of never-ending love,
And deck us with His graces
In blissful realms above.

17 In mansions fair and spacious
Will God the feast prepare
And, ever kind and gracious,
Bid us its riches share.
There bliss that knows no measure
From springs of love shall flow,
And never-changing pleasure
His bounty will bestow.

18 In yonder home shall never
Be silent music’s voice;
With hearts and lips forever
We shall in God rejoice.
The angels shall adore Him,
All saints shall sing His praise
And bring with joy before Him
Their sweetest heavenly lays.

19 No ear hath heard it ever,
Nor human eye hath seen
The joy which by God’s favor
Bestowed on them hath been:
Their eyes shall see God clearly,
His face unveiled to sight,
And seeing, praise sincerely
That true, eternal Light!

20 They shall be God discerning,
The Holy Trinity,
In love divine be burning,
And His deep counsel see.
He will all knowledge show them,
And what He hath and is,
And as His children know them:
The pow’r and deed are His.

21 So shall our God be filling
All things by His great pow’r,
And by His Spirit willing
Be All in all each hour;
He will be wholly given
To us, to be our own,
So shall all earth and heaven
Be ours in Christ alone.

22 With God we’ll keep forever
Th’ eternal Supper there.
The food shall moulder never,
Upon His table fair.
The glorious fruit receiving
By Tree of Life supplied,
The fount of waters living
We’ll drink at Jesus’ side.

23 All our delight and pleasure,
The longing of our heart,
The deepest wish we treasure
Our God shall there impart.
We will rejoice then fully,
And Him forever praise,
And faithfully and truly
Love Him for endless days.

24 We shall with faithful ringing
Before God’s throne and chair
All joyfully be singing
A new song glad and fair:
Laud, honor, pow’r, and blessing
To God the Father, Son,
And Holy Ghost: unceasing
To Him all thanks be done!

25 This hymn of joyful measure
Will be our song of praise
From heartfelt joy and pleasure,
Our chosen thanks always.
That joy shall ne’er be sinking,
Shall never pass away,
But, far beyond our thinking,
Before our God shall stay.

26 I always fall to singing
When of that bliss I dream
My feet go lightly springing,
My heart for joy doth gleam.
My mind to heaven soareth
Out of this world aloft—
These, which he world deploreth
I long for much and oft.

27 Then let them never waver,
Who now in sorrow lie,
Who feel the world’s disfavor,
Contempt, and baleful cry;
But bear the cross and censure,
In peace and patience bold,
And at God’s Word all venture,
By God’s great love consoled!

28 Who would with God inherit
God’s kingdom, must below
In body, soul, and spirit
Oft persecution know.
But this the heart may quicken:
’Tis but a little hour
And He, the Lord, shall beckon;
Not far His helping pow’r.

29 So let the world dissemble,
Mock God, and flatter blind,
Nor in true rev’rence tremble,
Wise in their darkened mind,
Arranging each endeavor
Howe’er the wind may be,
The truth suppressing ever
In fear, as now we see.

30 Yea, let the world reprove us,
And rage howe’er it can!
There is heav’n above us
(Praise God!) a mighty Man,
Who soon shall wake, damnation
And blessing to convey:
The Judge of all creation
E’en now is on the way.

31 The Bridegroom soon will call us:
Come, all ye wedding guests!
May not His voice appall us,
While slumber binds our breasts!
May all our lamps be burning
And oil be found in store
That we, with Him returning,
May open find the door!

32 The King shall soon be nearing,
The weddings guests to see;
Who then speaks not, unfearing,
For him ’twill dreadful be!
O God, help us, possessing
Faith’s gift and wedding dress,
To speak, Thy name confessing,
And enter blessedness!

33 O Lord, through Thy compassion
Lead us the even way!
Lord Christ, grant us protection,
Or we must go astray,
Keep us in faith all steady
Till evil days have ceased;
Help us to enter ready
Th’ eternal wedding feast.

34 Here to a glad conclusion
I bring my Summer song:
Fair blossoms in profusion
Shall deck the branch ere long,
When dawns the year eternal;
God in that year afford
To us its fruit supernal:
Amen! So be it, Lord!

Translation sts. 1–7, 10–12, 14–15, 19–30, 32–34 © 2023, 2025 Matthew Carver.
Translation sts. 8–9, 13, 16–18, 31 Matthias Loy, alt.


Loy/TLH

31 The Bridegroom soon will call us:
Come, all ye wedding guests!
May not His voice appall us,
While slumber binds our breasts!
May all our lamps be burning
And oil be found in store
That we, with Him returning,
May open find the door!

8 There shall we see delighted
Our dear Redeemer’s face,
Who leads our souls benighted
To glory by His grace.
The patriarchs shall meet us,
The prophets’ holy band,
Apostles, martyrs, greet us
In that celestial land.

9 They will not blush to own us
As brothers, sisters dear;
Love ever will be shown us
When we with them appear.
We all shall come before Him,
Who for us man became,
As Lord and God adore Him,
And ever bless His name.

16 Our Father, rich in blessing,
Will give us crowns of gold
And, to His bosom pressing,
Impart a bliss untold,
Will welcome with embraces
Of never-ending love,
And deck us with His graces
In blissful realms above.

18 In yonder home shall never
Be silent music’s voice;
With hearts and lips forever
We shall in God rejoice.
The angels shall adore Him,
All saints shall sing His praise
And bring with joy before Him
Their sweetest heavenly lays.

17 In mansions fair and spacious
Will God the feast prepare
And, ever kind and gracious,
Bid us its riches share.
There bliss that knows no measure
From springs of love shall flow,
And never-changing pleasure
His bounty will bestow.

13 Thus God shall from all evil
Forever make us free,
From sin, and from the devil,
From all adversity,
From sickness, pain, and sadness,
From troubles, cares, and fears,
And grant us heavenly gladness
And wipe away our tears.


WINKWORTH
1 Now fain my joyous heart would sing
That lovely summer time,
When God reneweth everything
In His celestial prime;
When He shall make new heav’ns and earth,
And all the creatures there
Shall spring from out that second birth
All glorious, pure, and fair.

4 The perfect beauty of that sphere
No mortal tongue may speak,
We have no likeness for it here,
Our words are far too weak;
And we must wait till we behold
The hour of judgment true,
That to the soul shall all unfold
What God is, and can do.

5 For God ere long will summon all
Who e’er on earth were born;
This flesh shall hear the trumpet’s call
And live again that morn;
And when in Christ His Son we wake,
These skies asunder roll,
And all the bliss of Heav’n shall break
Upon the raptured soul.

17 And He will lead the white robed throng
To His fair paradise,
Where from the marriage feast the song
Of endless praise shall rise;
And from His fathomless abyss
Of perfect love and truth,
Shall flow perpetual joy and bliss,
In never ending youth.

33 Ah God, now lead me of Thy love
Through this dark world aright;
Lord Christ, defend me lest I rove
Or lies delude my fight;
And keep me steadfast in the faith
Till these dark days have ceased,
And ready still in life or death
For Thy great marriage feast.

34 And herewith will I end the song
Of that fair summer time;
The blossoms shall burst out ere long
Of Heav’n’s eternal prime;
The year begin, for ever new
God grant us then on high
To see our vision here made true,
And eat the fruits of joy!


RAMSEY
8 Thy Word, O God, declareth
No man hath seen or heard
The joys our God prepareth
For them that love their Lord.
Their eyes shall see Thy glory,
Thy face, Thy throne, Thy might;
With shouts shall they adore thee,
The true, eternal Light.

22 With Thee, their warfare ended,
Thy saints, from earth released,
Shall keep, with glories splendid,
Eternal holy feast.
There shall Thy sons and daughters
The tree of life partake,
Shall drink the living waters,
And bread with Thee shall break.

24 Thy constant praises sounding
Before Thy great white throne,
They all in joy abounding
Shall sing the song unknown:
Laud, honor, praise, thanksgiving
And glory ever be
To Thee, the everlasting
And blessed Trinity.


GERMAN
Herzlich thut mich erfreuen
die liebe Sommer-Zeit,
wenn Gott wird schön verneuen
alles zur Ewigkeit.
Den Himmel und die Erden
wird Gott neu schaffen gar,
all Creatur soll werden
ganz herrlich, rein und klar.

2 Die Sonn wird neu und reine,
der Mond und Sternen all,
gar vielmal heller scheinen,
daß man sich wundern soll:
Das Firmament gemeine
wird Gott auch schmücken fein,
das wird Er thun alleine
zur Freud den Kindern sein.

3 Also wird Gott neu machen
alles so wunderlich,
für Schönheit solls gar lachen
und alles freuen sich:
Von gold und Edelgsteinen
die Welt wird fein geschmückt,
mit Perlen groß und kleinen,
als wär es ausgestickt.

4 Kein Zung kann nicht erreichen
die ewig Klarheit groß,
man kanns mit nichts vergleichen,
die Wort sind viel zu bloß:
Drum müssen wir solchs sparen
bis an den jüngsten Tag,
denn wollen wir erfahren,
was Gott ist und vermag.

5 Denn Gott wird bald uns allen,
was je geboren ist
durch sein Posaun mit Schallen
in seinm Sohn Jesu Christ,
an unserm Fleisch erwecken
zu großer Herrlichkeit,
und klärlich uns entdecken
die ewig Seligkeit.

6 Er wird uns unser Leben
den Leib mit Haut und Haar,
ganz völlig wiedergeben,
das ist gewißlich wahr;
uns Leib und Seel verklären,
schön hell, gleich wie die Sonn
nach Lust, was wir begehren
und geben Freud und Wonn.

7 Sein Engel wird auch schicken
der Herr Christ, unser Trost,
entgegen Ihm zu rücken,
der uns aus Lieb erl¨st,
der wird uns schön empfangen
mit aller Heilgen Schaar,
in seine Arm umfangen,
das wird erfreuen gar. […zwar]

8 Da werden wir mit Freuden
den heiland schauen an,
der durch sein Blut und Leiden
den Himmel aufgethan,
die lieben Patriarchen,
Propheten allzumal,
die Märt'rer und Apostel
bei ihm ein große Zahl.

9 Die werden uns annehmen
als ihre Brüderlein,
sich unser gar nicht schämen,
uns mengen mitten ein;
wir werden alle treten
zur Rechten Jesu Christ,
als unsern Gott anbeten,
der unsers Fleisches ist.]

10 Er wird zur rechten Seiten
uns freundlich sprechen zu,
Kommt, ihr Gebenedeiten,
zu meiner Ehr und Ruh.
Jetzt sollet ihr ererben
meins lieben Vaters Reich,
welchs ich euch thät erwerben,
drum seid ihr Erben gleich.

11 Alsdenn wird Gott recht richten
die gottlos böse Welt:
das höllisch Feur soll schlichten,
die Sünd mit barem Geld.
Den Teufel und sein Rotte,
die Heuchler Mammons Knecht,
wird Gott zu Schand und Spotte,
all urtheiln ungerecht.

12 Wird sich ganz zornig stellen
zu den zur linken Hand,
ein recht gleich Urtheil fällen
mit Worten so genannt.
Geht hin, ihr ganz Verfluchten,
zum höllschen Feur erkannt
in Teufels Strick verflochten
in ewgen Tod und Band.

13 Also wird Gott erlösen
uns gar aus aller Noth,
vom Teufel, allem Bösen,
von Trübsal, Angst und Spott;
von Trauren, Weh und Klagen,
von Krankheit, Schmerz und Leid,
von Schwermuth, Sorg und Zagen,
von aller bösen Zeit.

14 Denn wird der Herr Christ führen
uns, die wir ihm vertraut,
mit grossem Jubilieren
zum Vater seine Braut.
Der wird uns bald schön zieren
und freundlich lachen an,
mit edlem Balsam schmieren,
mit Schmuck begaben schon.

15 Die Braut wird Gott neu kleiden
mit seinem eignem Schmuck,
in gülden Stück und Seiden,
in einem bunten Rock.
Ein gülden Ring anstecken,
der Lieb zu wahrem Pfand,
ihr Scham auch wohl zudecken,
daß sie nicht werd erkannt.

16 Gott wird sich zu uns kehren,
ein'm jeden setzen auf
die gülden Kron der Ehren,
und herzen freundlich drauf,
wird uns an sein Brust drücken
aus Lieb ganz väterlich,
an Leib und Seel uns schmücken
mit Gaben mildiglich.

17 Er wird uns fröhlich leiten
ins ewge Paradeis,
die Hochzeit zu bereiten
zu seinem Lob und Preis.
Da wird sein Freud und Wonne
in rechter Lieb und Treu,
aus Gottes Schatz und Brunne,
und täglich werden neu.

18 Da wird man hören klingen
die rechten Saitenspiel,
die Musika wird bringen
in Gott der Freuden viel;
die Engel werden singen,
all Heilgen Gottes gleich,
mit Himmelischen Zungen
ewig in Gottes Reich.

19 Kein Ohr hat je gehöret, […nie gehöret]
kein menschlich Aug gesehn,
die Freud, so dem bescheret,
so Gott Ihm hat versehn,
sie werden Gott anschauen
von hellem Angesicht,
lieblich mit ihren Augen
das ewig wahre Licht.

20 Gott werden sie erkennen,
die heilig Trinität,
in Gottes Liebe brennen,
sein Wesen und sein Rath
wird Gott ihrn Augen gönnen
und was Er ist und hat,
auch seine Kinder nennen,
in seiner Kraft und That.

21 Also wird Gott erfüllen
alles durch seine Kraft,
wird Alles sein in Allem
durch seinen Geist und Saft,
wird sich selbst ganz zu eigen
uns geben völliglich,
und all sein Gut und eigen
inChristo sicherlich.

22 Mit Gott wir werden halten
das ewig Abendmahl,
die Speis wird nicht veralten
auf Gottes Tisch und Saal:
wir werden Früchte essen
vom Baum des Lebens stät,
vom Brunn des Lebens Flüsse
trinken zugleich mit Gott.

23 All unser Lust und Willen,
was unser Herz begehrt,
was wir nur wünschen wollen,
soll alles sein gewährt,
deß werden wir uns freuen,
Gott loben ewiglich,
von wahrer Lieb und Treuen
uns lieben stetiglich.

24 Wir werden stets mit Schalle
vor Gottes Stuhl und Thron,
mit Freuden singen alle
ein neues Lied gar schön:
Lob, Ehr, Preis, Kraft und Stärke,
Gott Vater und dem Sohn,
des heilgen Geistes Werke
sei Lob und Dank gethan.

25 Solchs Freudenlied mit Jauchzen
wird sein der Lobgesang,
aus Freud und Lust des Herzens,
der auserwählten Dank.
Die Freud wird ewig bleiben,
und nimmermehr vergehn,
viel größer, denn wir glauben,
für Gott im Werke stehn.

26 Fröhlich ich pfleg zu singen,
wenn ich solch Freud betracht,
und geh in vollen Springen,
mein Herz für Freuden lacht.
Mein Gmüt thut sich hoch schwingen,
von dieser Welt mit Macht,
sehn mich zu solchen Dingen,
der Welt so gar nicht acht.

27 Drum wollen nicht verzagen,
die jetzt in Trübsal seind,
und die, die Welt thut plagen,
und ist ihn spinnen feind.
Sie wollen ihr Kreuz tragen,
im Friede mit Geduld,
auf Gottes Wort sich wagen,
sich trösten Gottes Huld.

28 Wer Gottes Reich und Gaben
mit Gott ererben will,
der muß hie Trübsal haben,
Verfolgung leiden viel.
Das soll ihn aber laben,
es währt ein kleine Zeit,
der Herr wird bald hertraben,
sein Hülf ist gwiß nicht weit.

29 Indes die Welt mag heucheln
Gotts Spotten immerhin
um Gniesses willen schmeicheln,
klug sein in ihrem Sinn.
Ihr Sachen lustig beugen,
nachdem der Wind herweht,
aus Forcht der Wahrheit schweigen,
wies jetzt im Schwange geht.

30 Man laß die Welt auch toben
und redlich laufen an,
es ist im Himmel droben,
Gott lob ein starker Mann.
Er wird gar bald aufwachen,
der ewig straffen kann,
der Richter aller Sachen,
er ist schon auf der Bahn.

31 Der Bräutgam wird bald rufen:
Kommt all ihr Hochzeitgäst!
Hilf Gott, daß wir nicht schlafen,
in Sünden schlummern fest,
bald hab'n in unsern Händen
die Lampen, Öl und Licht,
und dürfen uns nicht wenden
von deinem Angesicht.

32 Der König wird bald kommen,
die Hochzeitgäst besehn:
Wer für ihm wird verstummen,
dem wirds sehr übel gehn.
O Gott, hilf, daß wir haben
das rechte Hochzeitkleid,
den Glauben deine Gaben,
zu geben rechten Bscheid.

33  Ach Herr, durch deine Güte,
führ uns auf rechter Bahn,
Herr Christ, uns wollst behüten,
sonst möchten wir irr gahn.
Halt uns im Glauben veste,
in dieser bösen Zeit,
hilf, daß wir uns stets rüsten
zur ewgen Hochzeitfreud.

34 Hiemit will ich beschließen
das fröhlich Sommerlied:
es wird gar bald aussprießen
die ewig Sommerblüt.
Das ewig Jahr herfließen,
Gott geb im selben Jahr,
daß wir der Frücht genießen.
Amen, das werde wahr!


22 April 2025

Sieh da, nun bei den Menschen ist

 Canticle CXIV.
The Wedding Hymn of the New Jerusalem, Rev. 21.


Mel.: Ein feste Burg ist unser Gott
 

BEHOLD, God’s tabernacle fair
With men now finds its station,
And He will dwell with them fore’er,
’Tis now His habitation.
And they shall be here
His own people dear,
He their God, who will
Be with them in all ill,
And be their God most surely.

2 And God shall wipe away each tear
The faithful eye now staining;
No grief nor sorrow shall appear,
No death shall be remaining.
In that Day of joy,
Things that now annoy—
Pain and crying sore
The ear shall hear no more:
The former is departed!

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Sieh da, nun bei den Menschen ist
ein Hütten Gottes schone.
Er wird bei ihn zu aller Frist
hinfort nun selber wohnen,
und sie werden sein
sein eigen Volk fein,
und er selber Gott
wird bei ihn in der Noth
sich als ihr Gott erzeigen.

2 Gott wird abwischen alle Thrän
von der Gläubigen Augen.
Es wird kein Unglück sein alsdenn,
kein Tod wird man auch schauen
zu derselben Zeit
wird auch sein kein Leid,
kein Schmerz noch geschrei
soll man hören darbei,
denn das Erst ist vergangen.

03 March 2025

Dem sei Heil, der auf dem Stuhl sitzt

 Canticle CIV. The Song of the Great Multitude of All Nations
with White Robes and Palm-branches, before the Throne, Rev. 7.


Mel.: Vom Himmel hoch da komm ich her.
 


SALVATION ever be alone
To Him who sits upon the Throne,
Unto our God, and to the Lamb:
The Lord Christ Jesus is His name!

Text: C. Spangenberg, 1582.
Translation © 2025 Matthew Carver.


GERMAN

Dem sei Heil, der auf dem Stuhl sitzt
immer und ewig wie auch jetzt,
unserm lieben Gott und dem Lamm!
Herr Jesus Christus ist sein Nam.

20 January 2025

Kommt her, laßt uns hinauf zum Herrn

 Canticle LXII. The Song of the People
who will walk to Zion’s Mountain, Micah 4.

Concerning the power of the divine Word and Holy Gospel.


Mel.: Kommt her zu mir spricht Gottes Sohn.
 


COME, let us go up to the Lord!—
His mountain, house, and bed, and board,
And there learn all His pleasure;
That in His will we walk for aye,
Nor turn aside from His straight way
Till we have filled our measure.

2 The Law from Zion shall go forth,
And God’s Word into all the earth
From Salem’s city springing,
To judge among the nations all,
The heathen back from sin to call,
As we the truth hear ringing.

3 They shall their swords to plowshares beat,
And spears to pruning-hooks, as meet,
No sword shall smite a neighbor,
Of war none shall speak any more,
Each man shall come in peace, not war,
And live but by His labor.

4 This God hath sworn with solemn oath,
True God, the Lord of Sabaoth,
In whose dear name and favor
We will all walk with pure delight
And praise our God and Lord aright,
So be it! Yea, forever!

Text: C. Spangenberg, 1582.
Translation © 2025 Matthew Carver.


GERMAN
Kommt her, laßt uns hinauf zum Herrn,
auf seinen Berg gehn, und da lehrn
in Gottes Haus sein Wege,
daß wir nach seinem Willn handeln,
richtig auf seiner Straße wandeln,
nicht weichen von seim Stege.

2 Denn das Gesetz wird aus Zion
ausgehen, und Gotts Wort so schon
von Jerusalem kommen,
Richten unter großen Völkern
und strafen die Heiden von fern,
also han wirs vernommen.

3 Zu Pflugscharn sollen alle Schwert
und alle Spieß zu Sicheln werd
kein Schwert wird man aufheben
vom Krieg wird man nicht sagen mehr,
ein jeder wird mit Fried sich nährn
und seiner Arbeit leben.

4 Soclhs hat verheißen unser Gott,
der fromm getreu Herr Zebaoth
in welches heilgen Namen,
wir werden alle wandeln gern
und preisen unsern Gott und Herrn
immer und ewig. Amen.

26 April 2024

Endlich muß dies Rund der Erden

Here is my translation of the Last Things hymn, “Endlich muß dies Rund der Erden” (Johann Rist, d. 1667), in GGELB #525 with melody assignment, “Alle Menschen müssen sterben.” It is omitted in Fischer. I find it in the author’s Neues Musikalisches Seelenparadis (1662) with its own melody and lengthy title “The sixteenth musical heart-devotion: on the longing supplication of the two disciples of Christ going to Emmaus on holy Easter Day, by virtue of which they heartily besought the Lord Jesus to remain with them and not to leave them in this last and evil time, but to abide with His grace and Spirit, Word and Sacramenets, until our end, as this plea may be found in Luke 24:29 . . . This may also be sung to my melody from the heavenly, well-known hymn ‘Jesu, der du meine Seele,’ etc.”

 





ALL at last that eye discerneth,
Earth and heav’n, must pass away.
All to nothing then returneth;
Nothing temporal can stay.
Soon the end shall be appearing;
Yea, the hour is quickly nearing,
When this world’s enormous all
Must to utter ruin fall.

2 Let us go to Jesus solely,
Our most faithful Friend and Guide,
With a plea sincere and lowly:
Ah, fast falls the eventide!
Soon on earth, O Master glorious,
’Twill be dark around and o’er us.
Yet abide, o glorious Light!
Lord, abide with comfort bright!

3 Let us gather all together
When our heart knows no relief
When we must a tempest weather
Of great sorrow, tears, and grief;
Let us by our supplication
Bind the Lord of our salvation,
And persuade our Jesus dear,
Our most faithful Guest while here.

4 Evil seasons loom before us,
Nor doth Satan ever rest.
Curb him with Thy hand victorious,
Jesus, Thou my refuge best!
Lord, restrain the sects conspiring,
Who but mock Thy flock untiring;
Drive away the darksome night,
Which with errors damps the light.

5 Grant us, Lord, the light and glory
Of Thy holy, living Word!
Let us not in vain implore Thee,
Shelter to the faith afford
As our Champion in all places,
Lest the foe, who madly races,
Steal it hence; especially
Now, when hate and strife run free.

6 All the earth now trembles sickly,
Anguish, sorrow mount and grow,
Comes the even then not quickly,
Since such misery we know—
Wars and bloodshed, burning, lying,
And what sets men’s hearts a-sighing,
And it grows from day to day?
My Lord Jesus, with us stay!

7 Stay, and curb the conflicts heated,
As a mighty Victor reign,
Let the foe be now defeated
Whom no man may else contain;
Look, O Lord, from heaven gazing
On the storms of war amazing,
Let Thy Christian company
Never be cast off by Thee.

8 Sorrow, sadness, fear, affliction,
Famine, pestilence, dismay
And distress with restriction
Far and wide are holding sway;
Weeping, wailing, tears incessant,
Wormwood, gall, and myrrh unpleasant
Are our meat this eventide;
Jesus Christ our Lord, abide!

9 All creation now travaileth,
Earth and sky and fire and sea;
Constant vigil now availeth,
For the day comes rapidly,
When the angel trumps resounding
Shall be mortal flesh astounding,
Which in sin is petrified;
Jesus Christ our Lord, abide!

10 Yes, abide, for this my suff’ring
Also hastens to its end;
Lord, my soul now as an off’ring.
To Thy keeping I commend;
Darkness thick my heart aggrieveth
Which around it well perceiveth
Satan’s cunning, pow’r, and pride:
Jesus Christ my Lord, abide!

11 Now I’m certain Thou abidest
With me in all faithfulness;
Now I’m certain Thou providest
Mighty help in death’s distress.
Now I’m certain I’ll be given
Life hereafter in Thy heaven,
Which Thy death for me supplied:
Jesus Christ my Lord, abide!

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
Endlich muß dies Rund der Erden
samt dem Himmelsbau vergehn,
alles muß zu nichte werden,
nichts, was zeitlich, kann bestehn;
alles nahet sich zum Ende,
ja dies Stündlein kommt behende,
da dies große Haus der Welt
über einen Haufen fällt.

2 Lasset uns zu Jesu treten,
dem getreusten Wandersmann,
lasset uns von Herzen beten:
Ach! der Abend kommt heran,
plötzlich will es hier auf Erden,
liebster Jesu, finster werden!
Bleib doch du, o klares Licht!
Bleib, o Herr, und laß uns nicht!

3 Lasset uns zusammen setzen
in der höchsten Traurigkeit,
da wir uns mit Thränen netzen,
da man aus der Tiefe schreit;
lasset uns recht eifrig binden
durchs Gebet und überwinden
Jesum, der zu jeder Frist
unser Gast und Gleitsmann ist.

4 Böse Zeiten sind fürhanden,
Satan säumet wahrlich nicht,
mach ihn aber ganz zu Schanden,
Jesu, meine Zuversicht!
Steure doch, o Herr, den Rotten,
die nur deines Häufleins spotten,
treib hinweg die tunkle Nacht,
die so manchen Irrthum macht.

5 Gönn uns, Herr, das Licht des Lebens,
welches ist dein heiligs Wort!
Unser Flehn sei nicht vergebens,
schütze doch an jeden Ort
als ein Held den wahren Glauben,
daß die Feind uns den nicht rauben,
sonderlich zur letzten Zeit,
da man lebt in Neid und Streit.

6 Alles zittert itzt auf Erden,
Angst und Trübsal häufen sich;
sollt es denn nicht Abend werden,
da man spürt wie jämmerlich
Kriegen, Morden, Lügen, Brennen,
ja was grausam nur zu nennen,
Tag für Tag sich mehrt annoch?
Mein Herr Jesu, bleibe doch!

7 Bleib und steure doch den Kriegen
als ein Held und Siegesmann,
laß die Schnarcher unten liegen,
die kein Mensch sonst zwingen kann;
schaue doch, o Herr, vom Himmel
auf das schwere Kriegsgetümmel,
laß dein christlichs Häufelein
nicht sogar verworfen sein.

8 Jammer, Trübsal, Angst und Plagen,
Pestilenz und theure Zeit,
Elend, das nicht auszusagen,
Herrschen nunmehr weit und breit;
Heulen, Weinen, kläglich Girren,
lauter Wermuth, Gall und Myrrhen
speisen uns zu dieser Frist:
Bleib, ach bleib, Herr Jesu Christ!

9 Alles fähet an zu krachen,
Luft und Erde, Feur und Meer;
nöthig ist es, daß wir wachen,
denn der Tag kommt schnell daher,
da der Engel Heerposaunen
machen alles Fleisch erstaunen,
das der Sünden dienstbar ist:
Bleib, ach bleib, Herr Jesu Christ!

10 Bleibe doch, mein schweres Leiden,
eilet nunmehr auch zum End,
Herr, mein Seelchen will itzt scheiden, [die Seele]
nimm sie auf in deine Händ;
eitel Tunkelheit umgiebet
itzt mein Herz, daß auch betrübet [Herz das sich…]
Satans große Macht und List; [über Satans Macht…]
Bleib, ach bleib, Herr Jesu Christ!

11 Nun ich weiß, du wirst verbleiben
stets bei mir in Angst und Noth.
Nun ich weiß du wirst vertreiben
kräftigst auch den bittern Tod [kräftiglich den ewgen Tod,
nun ich weiß du wirst mir geben
nach der Zeit ein himmlisch Leben,
das durch dich erworben ist:
Bleib, ach bleib, Herr Jesu Christ!

25 April 2024

Zu Mitternacht ward ein Geschrei

Here is my translation of the Last Things hymn, “Zu Mitternacht ward ein Geschrei” (Benjamin Schmolck, d. 1737), based on Matthew 25:1–13, in GGELB #524 with melody assignment “Wie schön leucht uns der Morgenstern.” Fischer omits it. I find it in the author’s collected works, Der lustige Sabbath in der Stille zu Zion (1712, 1715), no. 88, with title “The voice of the bridegroom and the bride” for the 27th Sunday after Trinity.
 


AT midnight there was heard a cry:
The Bridegroom now is drawing nigh!
O come ye out to meet Him!
Come, light your lamps and let them shine
And kindle them with faith divine,
To light the way and greet Him!
Run ye,
Buy ye
Faith’s sweet unction,
By which function
Lamps to aid you
To behold the Groom who made you.

2 O chosen Bridegroom, Lamb most dear,
The pleasures of Thy voice I hear.
Thou as Thy bride dost call me!
In faith Thou pledgest Thee to me,
And I Thy dearest bride shall be.
Oh, with Thy light enthrall me.
Mend me,
Tend me,
As a fire
Brighter, higher
To be burning;
Let all of my faith be learning!

3 Alas! already midnight comes,
And darkness reigns o’er many homes,
And faith lies dead or sickly;
The world sleeps in security
And thinks Thine advent shall not be,
Which cometh yet all quickly.
Many
Eyes by
Sin benighted,
Shall, unlighted,
Not awaken!
By surprise they shall be taken.

4 Oh, let me be among the five,
Who long for Thee, Lord, to arrive,
Their lamps all ready bearing!
Thy faith and love and hope pour down!
Thou art of light the fairest Crown,
The night to day ordaining.
Meet me,
Greet me,
Thy believer
Whose faith ever
Thee enfoldeth,
And in love’s devotion holdeth.

5 Ye foolish virgins, sleep away!
Ye would not buy while it was day,
That faith might now be shining.
Thus vainly knock ye at the door
When it shall opened be no more
And fruitless is your pining,
Crying,
Sighing,
Hope is ended,
Time expended,
Vain th’ endeavor;
Jesus will not know you ever.

6 But Thou, my Friend, know me, I pray!
When comes Thy blessed advent day,
Unlock to me the portal,
That I may to Thy wedding go
And in true wedding garments glow
With purity immortal.
Let me
Hold Thee
Then forever
Leave Thee never,
My Desiring!
I await with faith untiring!

7 Meanwhile let me remain awake.
Grant not the devil me to take,
In sin’s delusions straying;
Let me my flesh e’er crucify,
Nor with the foolish virgins lie,
In time of grace delaying.
Bridegroom!
Oh, come!
Quickly find us,
To Thee bind us
There in heaven
By a vow that never endeth.

Translation © 2024 Matthew Carver.

GERMAN
1 ZU Mitternacht ward ein Geſchrey:
Der Bräutigam naht ſchon herbey!
Auff, gehet ihm entgegen!
Kommt brennet eure Lampen an,
Die ihr mit Glauben angethan,
Und leuchtet allerwegen.
Lauffet,
Kauffet
Glaubens-Oele,
Schmückt die Seele,
Jhr Jungfrauen,
Wollt ihr euren Bräutgam ſchauen.

2 Du Außerwehlter Bräutigam,
Du Allerliebſtes GOttes-Lamm,
Jch höre deine Stimme.
Du ruffſt mir auch als deiner Braut,
Da du im Glauben dich vertraut,
Gieb daß mein Hertze glimme.
Güſſe,
Schlüſſe
Meine Flammen
Recht zuſammen,
Daß ich brenne,
Und man meinen Glauben kenne.

3 Es iſt ſchon leider Mittern acht,
Die Finſternüß regiert mit Macht,
Der Glaub iſt gantz verſchwunden,
Die Welt ſchnarcht in der ſicherheit,
Und ſchätzet deine Zukunfft weit,
Die ſich doch bald gefunden.
Sünden
Binden
So viel Augen,
Die nicht taugen
Auffzuwachen,
Sich auff dich bereit zu machen.

4 O laß mich bey den Fünffen ſeyn,
Die ſich auff deine Zukunfft freun,
Und ihre Lampen tragen.
Geuß Glaube, Liebe, Hoffnung zu,
Das allerſchönſte Licht biſt du,
Davon die Nacht muß tagen.
Grüſſe,
Küſſe,
Deine Taube,
Derer Glaube
Dich umbſchlüſſet,
Und dich hertzlich wieder küſſet.

5 Jhr Thörichten, ſchlafft immerhin,
Jhr wollt euch nicht um Oel bemühn,
Daß euer Glaube ſcheinet.
Drumb klopffet ihr vergebens an,
Weñ euch nicht mehꝛ wiꝛd aufgethan
Und ihr umdſonſte weinet.
Klaget,
Fraget,
Eurem Hoffen
Steht nichts offen,
Laßt das rennen,
JESUS wil euch gar nicht kennen.

6 Du aber kenne mich mein Freund,
Wenn deine Zukunfft nun erſcheint,
Eröffne mir die Thüre,
Daß ich zu deiner Hochzeit geh,
Uñ in dem rechten Brautſchmuck ſteh,
Der meine Seele ziere.
Laß mich
Ewig
Dich umbfaſſen,
Und nicht laſſen,
Mein Verlangen!
Werd ich dich nicht bald umbfangen?

7 Jndeſſen laß mich munter ſeyn,
Der Satan wiege mich nicht ein
Mit groben Sünden-Träumen.
Laß Fleiſch und Blut mich creutzigen,
Und nicht mit denen Thörichten
Die Gnaden-Zeit verſäumen.
Mein Lamm,
Bräutigam,
Komm geſchwinde,
Und verbinde
Uns dort oben,
Durch ein ewiges Verloben.