Here is my translation of the hymn, “Weg, eitle Welt, mit deinen Schätzen” (B. Schmolck, 1715), from the author’s Trinity XV, second series, with title: “The best and greatest gain.”
Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten.
AWAY, vain world, with all thy treasures!
They are a harmful gain and fell,
And yield but briefest earthly pleasures
And pull us down at last to hell.
And offer us in glory’s place
Eternal sorrow and disgrace.
2 My deepest and most heartfelt yearning
Is for my good to have and hold
A far more glorious gain and earning
Than all your cheating pomp and gold,
That, when my spirit hence shall go,
The fruit thereof it there shall know,
3 I will live godly and contented
Through God the Spirit’s work in me;
And as.a Christian strive, undaunted
These two, I say advisedly,
Here in the world my gain abide,
my treasure that shall not subside.
4 Therefore, my heart, henceforth endeavor
To treasure up th’ unsullied gold
Of godly fear that glimmers ever.
This faithfully and fondly hold:
It will make all things prosper well,
And enemies’ assaults repel.
5 From Mammon’s rule withdraw your talents,
If thou wouldst take the godly part;
Thou canst not God and Mammon balance,
God will not lodge within the heart
That serveth Mammon and its whim,
And dwells beneath its darkness dim.
6 But serve thy God in love unfeignèd,
Upright, and undivided e’er;
Obey its impulse pure, unstainèd,
And in thy mind this purpose bear:
Though heav’n and earth must pass away,
Thy love upon thy Maker stay.
7 Oh, seek the kingdom of salvation,
Which hath no earthly peer at all
In any tongue or tribe or nation!
God’s kingdom stands; all others fall.
Thy soul’s true rest that realm shall be,
And all things else be given thee.
8 But such a godly way of living
Will not alone that glorious gain
To thee, my lowly heart, be giving:
But that will yet for me remain,
When through this life’s unpleasant hour
Contentment yields sustaining pow’r.
9 This will I keep in resignation,
Nor let life’s cares weigh heavily
Upon my heart with trepidation.
What Thou, O Lord, hast given me
Will be enough from day to day
To satisfy these limbs of clay.
10 I am with all things well contented
That Thy great mercy hath to me,
O rich and mighty God, presented,
And as today Thy gifts I see,
I know Thou wilt give daily thus,
Who as Thy children lovest us.
11 The birds above Thou well suppliest,
Which have no pow’r to sow or reap;
Therefore I cast aside, O Highest,
The reins of cares for Thee to keep.
Let these, Lord, in Thine hand be laid,
Who car’st for all that Thou hast made!
12 Thy hand to fowl his sust’nance giveth,
And raiment to the grass and flow’r:
Thy wonders shine in all that liveth,
So wilt Thou also let Thy pow’r
To us, who trust in Thee, avail,
When our own food and raiment fail.
13 I know that each and every morrow
New cause for worry soon betides,
And heathens fret with heathen sorrow,
But God, who for us well provides,
Far better knows than thou and I
What lacks in every man’s supply.
14 Therefore I put my trust completely
In Thee, Thou God with pow’r to bless!
Thou wilt, Thou canst behold discreetly
What needs upon me daily press.
Thou tak’st them when they
And thus I am in content in Thee.
15 And thus I have the gain most glorious
Upon this earth throughout life’s day,
O’er bitter weights of fear victorious;
And when God calls my soul away
Then heaven’s lofty rest shall be
My gain for all eternity.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Weg, eitle Welt, mit deinen Schätzen,
sie sind ein schädlicher Gewinn,
und geben ein sehr kurz Ergötzen,
und ziehen uns zur Höllen hin,
und bringen, vor di eHErrlichkeit,
ein ewig-während Herzeleid.
2 Es ist mein sehnliches Verlangen
weit einen herrlichern Gewinn,
als wie eur gleißnerisches Prangen
vor mich mit Vortheil einzuziehn;
daß, wenn mein Geist von hinnen zieht,
dort erst desselben Nutzen sieht.
3 Gottselig und vergnügt zu leben
will ich, durch Gottes Geistes Macht,
mich eifrig als ein Christ bestreben,
dies beide, sag ich wohl bedacht,
ist mein Gewinn hier in der Welt,
mein Schatz, der ewig nicht verfällt.
4 Drum sei hinfort mein Herz beflissen
in dich das unverfälschte Gold
von der Gottseligkeit zu schließen,
sei dieser eigen, treu und hold,
weil sie zu allen Dingen nützt,
und dich vor allen Feinden schützt.
5 Drum laß den Dienst des Mammons fahren,
wofern du willst gottselig sein,
Gott kannst du nicht mit Mammon paaren,
Gott ziehet nicht in Herzen ein,
die Mammons Dienst und Lust erfüllt,
und eitel FInsternis umhüllt.
6 O diene Gott in wahrer Liebe,
aufrichtig, einig und allein
und laß derselben reine Triebe
auf diesen Zweck gerichtet sein;
und wenn gleich Erd und Himmel bricht,
so brich du Gottes Liebe nicht.
7 O trachte nach des Höchsten Reiche,
denn dem ist ja in dieser Welt
kein irrdisch Königreich nicht gleiche;
denn jenes steht, und dieses fällt;
dabei bleibt dir die Selenruh,
und dir fällt alles andre zu.
8 Jedoch soll ein gottselig Leben
den herrlichsten Gewinn allein
dir, armes Herze, noch nicht geben;
denn mein Gewinn soll auch noch sein,
wenn durch die schwere Lebenszeit
mich letzet die Vergnüglichkeit.
9 Drum will ich mich dazu bequemen,
und mir dies Lebens Sorgenlast
nicht voller Angst zu Herzen nehmen;
was du mir, Herr, gegeben hast,
ist heut und morgen schon genung
zu meines Leibes Sättigung.
10 Ich bin mit allem dem zufrieden,
was mir hat deine Gütigkeit,
du großer reicher Gott, beschieedn,
und glaube, giebst du mir auf heut;
daß du auch morgen wieder giebst,
uns, die du gleich wie Kinder liebst.
11 Du sorgest ja vor das Geflügel,
das weder sän noch ernten kann;
darum werf ich auch jetzt den Zügel
der Menge blaßer Sorgen ein,
dieselben sein auf dich gelegt,
Herr, der die Sorgen alle trägt.
12 Giebst du den Vögeln ihre Speise,
und kleidest Blumen und das Gras
auf eine wunderbare Weise,
so wirst du eben alles das
an uns thun, und auch lassen nicht,
wenn uns so Speis als Kleid gebricht.
13 Es mögen all und jede Morgen
voll Angst bald vor den andern Tag
die blinden Heiden heidnisch sorgen,
Gott, der uns wohl versorgen mag,
weiß besser, als wie du und ich,
was jeder nöthig hat für sich.
14 Drum setz ich gänzlich mein Vertrauen
auf dich, du starker Segens-Gott,
du willst, du kannst am besten schauen,
was täglich drücket mich vor Noth,
du nimmst sie weg, wenn sie mich bieegt,
und so bin ich in dir vergnügt.
15 Und so hab ich auf dieser Erden
den allerherrlichsten Gewinn
bei allen bittern Angstbeschwerden;
nimmt Gott die Seele von mir hin,
so fällt des Himmels stolze Ruh
mir zum Gewinn auf ewig zu.

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