Here is my translation of the hymn, “Wer Jesum recht erkennet” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia Melodica, for Judica, the first hymn.
Mel.: Von Gott will ich nicht lassen.
WHO Jesus rightly knoweth
And, as a Christian, bears
His name where’er he goeth,
His lonely path he shares,
And follows as he should
In all his life’s endeavor,
And surely fighteth never
Against his highest Good.
2 ’Tis not in man’s possession,
With Jesus to declare
Himself without transgression;
Of this let all despair,
And rather seek and find
With all our strength and power
In all our living hour
To have the Savior’s mind.
3 So may we not be shamèd
By all the worldly host,
Nor we, who Christ’s are namèd,
May lose our sacred boast
O’er Jews and pagans all,
Nor deal with worse transgressions
Than Turks and heathen nations
And lose our Christ withal.
4 When He the truth declareth,
Men will believe Him not;
And who here never careth,
Doth not what He hath taught.
The truth men scorn and flout,
And none of them will hear it
Taught by those who revere it;
They quickly are cast out.
5 Thus he the truth who writeth
and speaks, will suspect stand;
Who in God’s works delighteth
And teacheth, soon is banned.
The world is deaf and blind;
They will not give attention,
Nor hear with comprehension,
That they true faith may find.
6 They make of Jesus’ teaching
A mock’ry, scorn, and fraud,
Can hear not Scripture-preaching,
For they are not of God.
In curse they live and lie;
The Word of life is fruitless
With them, remaining rootless—
A book sealed to their eye.
7 Who is not God’s baptizèd,
He heareth not His Word,
In vain is realizèd
All teaching he hath heard.
He speaks the truth hereof,
Who all things taught most rightly,
And yet was heard but slightly—
The Son of God above.
8 O man, be not so blinded,
But take it now to heart,
And be not reckless-minded,
For near thine end thou art.
Art thou not born of God,
Then thou must surely perish,
And lose all thou dost cherish.
So hear what Christ doth laud.
9 Lord Jesus, let me clearly
Perceive the truth, Thy Word,
And treasure that most dearly,
And henceforth undeterred
Walk ever in Thy way
With holy conversation,
And own my obligation
Until the final day.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Wer Jesum recht erkennet,
und sich als einen Christ
von seinem Namen nennet,
der muß zu jeder Frist,
in allen, was er thut,
ihm folgen in dem Leben,
und ja nicht widerstreben
dem allerhöchsten Gut.
2 Ob zwar kein Mensch zu finden,
der Jesu spreche nach,
wer ist, der einer Sünden
zu zeihen mir vermag?
So soll man doch dahin,
mit allen Kräften streben,
daß man im ganzen Leben,
mög haben Christi Sinn.
3 Damit uns nicht beschäme,
das Volk, das draußen ist,
und nicht den Ruhm benehme,
die wir den Namen Christ
für Jud- und Heiden führn,
und doch oft schlechter handeln,
als Türk und Heiden wandeln,
und Christum gar verliern.
4 Wenn er die Wahrheit saget,
so glaubet man ihm nicht,
und wer hier nicht nachfraget,
der thut nicht, was er spricht,
die Wahrheit ist verhaßt,
und will sie keiner hören,
die sie mit Nachdruck lehren,
die sind verworfen fast,
5 Wer jetzt die Wahrheit schreibet,
und sagt, ist in Verdacht;
wer Gottes Werk recht treibet
mit Macht, der ist veracht,
die Welt ist blind und taub,
und stumm, und will nicht sehen,
nicht hören noch verstehen,
was sei der wahre Glaub.
6 Sie macht von Christi Lehren
Verachtung, Hohn und Spott,
und kann das Wort nicht hören,
weil sie nicht ist von Gott,
sie liegt und lebt im Fluch,
drum ist bei ihr vergebens,
das süße Wort des Lebens,
und ein versiegelt Buch.
7 Wer nicht aus Gott geboren,
der höret nicht sein Wort,
es ist an ihm verloren
das Lehren fort und fort.
Die Wahrheit spricht hievon,
der alles recht gelehret
und doch nicht werd gehöret,
des allerhöchsten Sohn.
8 O Mensch, nimms doch zu Herzen,
und sei nicht mehr verblendt.
Es läßt sich hier nicht scherzen,
es nahet sich dein End,
wirst du geboren nicht
aus Gott, so mußt du sterben
und jämmerlich verderben,
drum hör, was Jesus spricht.
9 Herr JEsu, laß mich hören
die Wahrheit, und dein Wort,
für alle Schätze ehren,
und nichtes mehr hinfort
Verlangen, als darnach,
mein Leben einzurichten,
und dir mich zu verpflichten,
bis an den jüngsten Tag.




