20 January 2026

Das ist ein rechtes Hochzeitfest

Here is my translation of the hymn, “Das ist ein rechtes Hochzeitfest” (Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia Melodica, for Epiphany I, the second hymn.

Mel.: Es ist das Heil uns kommen her.

THAT wedding-feast is right and best
Where Jesus is invited,
The bridegroom, bride, and every guest
With grace and life are lighted,
When He the blessing speaks, the feast
Is best arranged, yea, though the least—
There no good thing is lacking.

2 Then mindful be, my heart, whene’er
To weddings feasts invited,
That Jesus Christ is present there,
Among the guests delighted;
Look well, that when men drink and eat
Thou mayest not thy God forget,
But keep thyself from sinning.

3 If thou in marriage dwellest, know
It is God’s order holy,
And that He did thy spouse bestow,
A gift to be thine solely.
Live holy, chaste, and righteous here,
And though life’s bounties oft be dear,
Yet be in God contented.

4 When mis’ry and distress annoy
And needful stores are failing,
E’en in the cross some wine of joy
God hides, thy heart regaling;
Remember that when help is scarce,
The hour of Christ thy Lord, who cares
For thee, shall yet be coming.

5 God often leaves His Christendom
In want and need to suffer,
And yet with speed the hour shall come
That shall great gladness offer
With bread and wine in bounteous store
That God in grace on them will pour
When best to Him it seemeth.

6 Though empty oft the jar may be,
And thirst be far from stilling,
The ocean of His mercy free
Will rise, thy cistern filling.
Yea, He the water maketh wine,
To fill them with His joy divine
That trust in His provision.

7 In life the world at first will give
The sweeter wine of pleasure,
And then to those in lust who live,
The bitter in great measure.
Whoever feasts without a fast
Must drain it to the dregs at last,
And in great sorrow perish.

8 Consider well, O world perverse,
Thou to thy death wilt drink thee,
The wine of pleasure to thy curse
And ruin soon will sink thee.
But thou, my heart, be of good cheer,
Endure in hope thy sorrow here,
God soon will make thee joyful.

9 Lord Jesus, what Thou givest Thee
On earth shall well content me.
The rest, because Thou lovest me
In heaven shall be lent me.
When to that wedding-feast I rise,
I shall behold my heav’nly prize
Which Thou hast laid up for me.

Translation © 2025 Matthew Carver.

GERMAN

Das ist ein rechtes Hochzeitsfest,
da Jesus wird geladen,
der Bräutgam, Braut und alle Gäst
erquickt mit Güt und Gnaden;
wenn er den Segen selber spricht,
da ist das Mahl wohl eingericht,
und kann kein Gutes fehlen.

2 Ach denk, mein Herze, wenn du bist
zum Hochzeitsmahl gebeten,
daß Jesus da zugegen ist,
und unter euch getreten.
Sieh zu, daß wenn man trinkt und ißt,
du deines Gottes nicht vergißt,
und hüte dich vor Sünden.

3 LEbst du im Ehstand, so gedenk,
daß er sei Gottes Oren,
und daß ein Ehgatt zum Geschenk
von Gott gegeben worden.
Leb heilig, züchtig und gerecht,
und ob es dir oft gehet schlecht,
so sei mit GOtt zufrieden.

4 Wenn Noth und Elend bricht herein,
und dirs an Vorrath fehlet,
auch bei dem Kreuz der Freudenwein,
von Gott dir wird verhehlet,
so denke, wenn es dir gebricht
an Hülfe, daß die Stunde nicht
des Herren sei gekommen.

5 Gott läßt oft eine kleine Weil
die Seinen Mangel leiden,
allein die Stunde kommt in Eil,
da sie mit vielen Freuden
mit Überluß an Brot und Wein,
hinwider überschüttet sein,
wenn Gott es gut befindet.

6 Sind oft die Wasserkrüge leer,
den Durst damit zu stillen,
so thut sich auf sein Gnadenmeer
und läßt sie wieder füllen,
ja er verwandelt gar in Wein,
das Wasser, damit zu erfreun,
die seiner Güte trauen.

7 Die Welt gibt erst den süßen Wein
der Wohllust in dem Leben,
hernach so schenkt sie Wermuth ein
dem, der der Lust ergeben,
wer mit ihr lebt im Saus und Braus,
der muß die Häfen saufen aus,
und jämmerlich verderben.

8 Bedenk es doch, verkehrte Welt,
daß du den Tod dir trinkest,
wenn dir der Wollustwein gefällt,
und ins Verderben sinkest:
Hergegen sei getrost mein Herz,
und duld in Hoffnung deinen Schmerz,
Gott wird dich bald erfreuen.

9 Ja mein, Herr Jesu, was du giebst,
ist mir genug auf Erden,
das Übrige weil du mich liebst,
wird mir im Himmel werden,
wenn ich zur Hochzeit werd eingehn,
da werd ich meine Schätze sehn,
die du mir aufgehoben.

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