22 October 2026

Der König ladet groß und klein

Here is my translation of the hymn, “Der König ladet groß und klein” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia melodica, the second hymn for Trinity XX.


Mel.: Kommt her zu mir spricht Gott der Herr.



THE King inviteth great and small

For Jesus’ wedding to His hall,

But few to come are willing.

Think here, ye souls, how God is true,

The world is evil, and how few

The good, God’s will fulfilling.


2 God wills mankind to save and spare,

And doth a mighty feast prepare,

With glories to delight them.

But worldlings their own works maintain,

And follow after profit vain,

Not where God would invite them.


3 For trade and traffic, field and farm—

These most of all vain worldlings charm,

And these in heart most prizing,

The heav’nly kingdom cast from mind,

For from the call they hasten blind,

In shame their Lord despising.


4 When any shepherd comes today

To seek the souls that go astray

As Isr’el’s faithful keeper,

The world attacks him mockingly

And fain the faithful man would see

Fall in disgrace e’er deeper.


5 Yea, even murder stains the land

When God’s unwav’ring herald-band

To chide the world beginneth!

Its hatred for the Word is deep

And wolflike slays God’s faithful sheep,

And ever greater sinneth.


6 Yet God the Lord His army sends,

And thus His glory He defends

Against His foes who fought Him.

He hath those murd’rers by the score

Destroyed, who did His feast ignore,

Whose scorn to anger brought Him.


7 Since Jewry spurns Immanuel,

And doth God’s messengers repel,

The Gentiles God inviteth:

Though Jews demur, the highways are

For God’s true servants not too far;

Still more with grace He lighteth.


8 Dear Christian, only keep in mind

That when God’s bidding shall thee find,

Thou in the proper raiment

Appear, lest then the Lord thee chase

From pastures fair and from His face,

And exile be thy payment!


9 Alone in faith’s true light appear,

And shine with love for others here,

Or luck will never last thee

There at God’s table for thee laid,

If not in robes of faith arrayed;

His servants out shall cast thee.


10 Yea, hand and foot thou shalt be bound

According to God’s judgment sound,

And in the darkness lurid

Be cast, where for eternity

Deep in the pit of agony

All pains must be endurèd.


11 They ever gnash their teeth that dwell

With wailing in the pangs of hell;

Woe to the wretches faithless,

That here the feast of gladness scorn

And after death are bit and torn

By worm and dragon deathless!


12 O Jesus Christ, preserve Thou me,

And all the faithful mightily,

Which gladly in the Spirit

Await the marriage feast of joy,

Where after earthly griefs annoy,

They endless life inherit!


13 This is our hope in strife and fear:

Thy marriage feast will soon be here.

O Jesus, Thou my gladness!

Prepare me; I will follow Thee!

O Jesus, open unto me,

When I depart earth’s sadness!


14 There will I with the choirs that sing

My off’ring to the altar bring

And ever grateful praise Thee,

And give Thee all my thanks as due,

And with the heav’nly retinue

In joy, my Crown, embrace Thee.


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Der König ladet groß und klein

zu seines Sohnes Hochzeit ein,

allein wie wenig kommen:

Ihr Seelen, denket doch hiebei,

daß bös die Welt und Gott getreu,

und daß nur wenig Frommen.


2 Gott will der Menschen Seligkeit

und macht ein goßes Mahl bereit,

sie herrlich zu begnaden.

Doch thut die Welt nach ihrem Sinn,

und geht nach eitelem Gewinn,

nicht wo sie ist geladen.


3 Handthierung, Acker, Gold und Geld

ist was der eitlen Welt gefällt,

und wo ihr Herz nachtrachtet.

Des Himmelreichs vergißt man leicht,

weil man für dem Berufe fleucht,

und schändlich ihn verachtet.


4 Hat sich ein Hirt heut aufgemacht,

der wie ein treuer Wächter wacht,

und sucht verirrte Seelen,

so greift die Welt ihn spöttisch an,

und sucht den treuen Knecht und Mann

zu höhnen und zu quälen.


5 Ja Mord und Todschlag folget gar

wenn Gottes treue Botenschar

die Welt fängt an zu strafen.

Sie haßt das Evangelium,

und geht mit ihnen grausam um,

als Wölfe mit den Schafen.


6 Allein es schicket aus sein Heer,

der Herr und lässet seine Ehr

an seinen Feinden sehen.

Er läßt die Mörder nach der Zahl

umbringen, die sein Abendmahl

verachten und verschmähen.


7 Verwirft das Jüdische Geschlecht,

Immanuel, als Gottes Knecht,

so läßt Gott Heiden laden,

versäumen die, die Gnadenzeit,

so sind die Straßen nicht zu weit,

Gott nimmt noch mehr zu Gnaden.


8 Allein bedenke, lieber Christ,

wenn du von Gott geladen bist,

daß du im Hochzeitskleide

erscheinest, daß der Herr dich nicht

verstoß von seinem Angesicht,

und von der süßen Weide.


9 Stehst du nicht in dem Glaubenslicht,

und läßt die Liebe leuchten nicht,

so wirst du nimmer bleiben

an Gottes Tisch der zwar bereit,

denn weil du kommst ohn Hochzeitkleid,

wird man hinaus dich treiben.


10 Ja man wird Händ und Füße dir

zusammen binden nach Gebühr

und in die Finsternissen

hinwerfen, wo man ewiglich

wird in den Abgrund quälen dich,

da du wirst bleiben müssen.


11 Da wird Zähnklappern ewig sein,

und Heulen in der Höllenpein.

O weh, o weh den Seelen,

die hier verscherzt das Freudenmahl,

weil nach dem Tod erfolgt die Qual,

in Schlang- und Drachenhöhlen.


12 O Jesu Christ, bewahre mich,

und alle Frommen kräftiglich,

die sich im Geist erfreuen,

zu deinem süßen Freudenmahl,

da sie nach diesem Thränenthal

sich ewiglich verneuen.


13 Dies ist der Trost in Angst und Streit,

daß deine Hochzeit nicht mehr weit.

O Jesu, meine Freude,

bereite mich; ich folge dir!

Eröffne, Jesu, mir die Thür,

wenn ich von hinnen scheide.


14 Da will ich in der Engelschar,

mein Opfer bringen zum Altar

und ewig deinen Nahmen

erheben dankbar nach Gebühr,

und dich umarmen, meine Zier,

in Himmels Freuden. Amen.

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