Here is my translation of the hymn, “Der König ladet groß und klein” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia melodica, the second hymn for Trinity XX.
Mel.: Kommt her zu mir spricht Gott der Herr.
THE King inviteth great and small
For Jesus’ wedding to His hall,
But few to come are willing.
Think here, ye souls, how God is true,
The world is evil, and how few
The good, God’s will fulfilling.
2 God wills mankind to save and spare,
And doth a mighty feast prepare,
With glories to delight them.
But worldlings their own works maintain,
And follow after profit vain,
Not where God would invite them.
3 For trade and traffic, field and farm—
These most of all vain worldlings charm,
And these in heart most prizing,
The heav’nly kingdom cast from mind,
For from the call they hasten blind,
In shame their Lord despising.
4 When any shepherd comes today
To seek the souls that go astray
As Isr’el’s faithful keeper,
The world attacks him mockingly
And fain the faithful man would see
Fall in disgrace e’er deeper.
5 Yea, even murder stains the land
When God’s unwav’ring herald-band
To chide the world beginneth!
Its hatred for the Word is deep
And wolflike slays God’s faithful sheep,
And ever greater sinneth.
6 Yet God the Lord His army sends,
And thus His glory He defends
Against His foes who fought Him.
He hath those murd’rers by the score
Destroyed, who did His feast ignore,
Whose scorn to anger brought Him.
7 Since Jewry spurns Immanuel,
And doth God’s messengers repel,
The Gentiles God inviteth:
Though Jews demur, the highways are
For God’s true servants not too far;
Still more with grace He lighteth.
8 Dear Christian, only keep in mind
That when God’s bidding shall thee find,
Thou in the proper raiment
Appear, lest then the Lord thee chase
From pastures fair and from His face,
And exile be thy payment!
9 Alone in faith’s true light appear,
And shine with love for others here,
Or luck will never last thee
There at God’s table for thee laid,
If not in robes of faith arrayed;
His servants out shall cast thee.
10 Yea, hand and foot thou shalt be bound
According to God’s judgment sound,
And in the darkness lurid
Be cast, where for eternity
Deep in the pit of agony
All pains must be endurèd.
11 They ever gnash their teeth that dwell
With wailing in the pangs of hell;
Woe to the wretches faithless,
That here the feast of gladness scorn
And after death are bit and torn
By worm and dragon deathless!
12 O Jesus Christ, preserve Thou me,
And all the faithful mightily,
Which gladly in the Spirit
Await the marriage feast of joy,
Where after earthly griefs annoy,
They endless life inherit!
13 This is our hope in strife and fear:
Thy marriage feast will soon be here.
O Jesus, Thou my gladness!
Prepare me; I will follow Thee!
O Jesus, open unto me,
When I depart earth’s sadness!
14 There will I with the choirs that sing
My off’ring to the altar bring
And ever grateful praise Thee,
And give Thee all my thanks as due,
And with the heav’nly retinue
In joy, my Crown, embrace Thee.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Der König ladet groß und klein
zu seines Sohnes Hochzeit ein,
allein wie wenig kommen:
Ihr Seelen, denket doch hiebei,
daß bös die Welt und Gott getreu,
und daß nur wenig Frommen.
2 Gott will der Menschen Seligkeit
und macht ein goßes Mahl bereit,
sie herrlich zu begnaden.
Doch thut die Welt nach ihrem Sinn,
und geht nach eitelem Gewinn,
nicht wo sie ist geladen.
3 Handthierung, Acker, Gold und Geld
ist was der eitlen Welt gefällt,
und wo ihr Herz nachtrachtet.
Des Himmelreichs vergißt man leicht,
weil man für dem Berufe fleucht,
und schändlich ihn verachtet.
4 Hat sich ein Hirt heut aufgemacht,
der wie ein treuer Wächter wacht,
und sucht verirrte Seelen,
so greift die Welt ihn spöttisch an,
und sucht den treuen Knecht und Mann
zu höhnen und zu quälen.
5 Ja Mord und Todschlag folget gar
wenn Gottes treue Botenschar
die Welt fängt an zu strafen.
Sie haßt das Evangelium,
und geht mit ihnen grausam um,
als Wölfe mit den Schafen.
6 Allein es schicket aus sein Heer,
der Herr und lässet seine Ehr
an seinen Feinden sehen.
Er läßt die Mörder nach der Zahl
umbringen, die sein Abendmahl
verachten und verschmähen.
7 Verwirft das Jüdische Geschlecht,
Immanuel, als Gottes Knecht,
so läßt Gott Heiden laden,
versäumen die, die Gnadenzeit,
so sind die Straßen nicht zu weit,
Gott nimmt noch mehr zu Gnaden.
8 Allein bedenke, lieber Christ,
wenn du von Gott geladen bist,
daß du im Hochzeitskleide
erscheinest, daß der Herr dich nicht
verstoß von seinem Angesicht,
und von der süßen Weide.
9 Stehst du nicht in dem Glaubenslicht,
und läßt die Liebe leuchten nicht,
so wirst du nimmer bleiben
an Gottes Tisch der zwar bereit,
denn weil du kommst ohn Hochzeitkleid,
wird man hinaus dich treiben.
10 Ja man wird Händ und Füße dir
zusammen binden nach Gebühr
und in die Finsternissen
hinwerfen, wo man ewiglich
wird in den Abgrund quälen dich,
da du wirst bleiben müssen.
11 Da wird Zähnklappern ewig sein,
und Heulen in der Höllenpein.
O weh, o weh den Seelen,
die hier verscherzt das Freudenmahl,
weil nach dem Tod erfolgt die Qual,
in Schlang- und Drachenhöhlen.
12 O Jesu Christ, bewahre mich,
und alle Frommen kräftiglich,
die sich im Geist erfreuen,
zu deinem süßen Freudenmahl,
da sie nach diesem Thränenthal
sich ewiglich verneuen.
13 Dies ist der Trost in Angst und Streit,
daß deine Hochzeit nicht mehr weit.
O Jesu, meine Freude,
bereite mich; ich folge dir!
Eröffne, Jesu, mir die Thür,
wenn ich von hinnen scheide.
14 Da will ich in der Engelschar,
mein Opfer bringen zum Altar
und ewig deinen Nahmen
erheben dankbar nach Gebühr,
und dich umarmen, meine Zier,
in Himmels Freuden. Amen.
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