Thy worship all external,
“Depart, I know thee not.”
Here is my translation of the text “Mein Jesu, was vor Seelenweh” (G. C. Schemelli or F. S. Schultze, 1736), focusing on Jesus' suffering in the garden of Gethsemane. The text is featured in Bach’s chorale (BWV 487) of the same name. The metrical form clearly follows that of Philipp Nicolai’s famous chorale melody from 1599, “Wie schön leuchtet der Morgenstern” but it was given a new sacred melody in 1736. The source for this text is the Bach Cantatas Website. The German text can be found there, as can the special music for this chorale melody—it is not well suited for congregational singing. There are good, easier options in keeping with the tragic tone of the text (Nicolai’s would perhaps not fit best that tone). In a parish setting, the melody for “O Jesu, wie ist dein Gestalt” (M. Franck, 1628; text pub. 1631) seems best suited, and indeed, that hymn, treating the Passion, may perhaps have inspired the choice of meter here.
MY JESUS! What deep agony
Thou bearest in Gethsemane,
What grief of soul abounding!
With mortal fear and pangs of hell,
Belial’s brooks Thy life would quell,
In sorrow Thee surrounding:
Sighing,
Crying,
Thou dost quiver
Trembling ever
Deeply riven,
Reaching forth Thy hands to heaven.
2 Thou prayest, “Father, look and see,
If Thou art willing, spare Thou Me
This agony heart-rending;
If Thou art willing, take away
This cup of cross, this torment stay,
And grant this pain an ending!
Hear My
Heart’s cry;
Yet Thy holy
Will is solely
All My pleasure.
Father, fill th’ appointed measure!”
3 Thou sweatest, Lord, great drops of blood,
Like burning coals the wrath of God
Still on Thy soul increasing;
Thou sighest in Thy misery
The angels come and strengthen Thee,
The Maker’s torments easing.
Oh, what
Is that?
What sad mourning,
What great burning,
What despairing
Must my Savior here be bearing?
4 Shall I, a wretched sinner, ask?—
My own transgression wrought this task—
This fury and affliction;
I am the one, this pain who earned—
I ought to be thus ever burned
With grief and hell’s conviction.
Shaking,
Quaking,
Sore travailing,
Hell unfailing
Flames undying
Should upon my soul be lying.
5 Most faithful God, Immanuel!
Thou loosest me from pains of hell
And all these plagues infernal.
The mighty anguish of Thy soul—
When, wrestling death, Thou paid’st my toll,—
Brings me a crown supernal!
Oh, heart,
How art
Thou rejoicing,
Leaping, voicing
Jesus’ praises,
Who thyself so highly raises.
6 Forever, Christ, be Thou adored!
My heart with thy free Spirit, Lord,
Uphold with might and wonder;
On Thy deep woe and agony
And on Thy dread Gethsemane
May I forever ponder,
Till I
Shall fly
From all sadness
To Thy gladness,
And shall meet Thee
And beyond all striving greet Thee.
Tr. © 2020 Matthew Carver.
1. HErtzlich deine Zehn Gebott Jch lib‘/
O HERR/ du heiligster Gott mir gib
Dein Geist hernach zu leben.
Das Jch Dir übr alle Ding vertrau/
Nicht neben Dir auf andre Götter bau:
Noch in Misbrauch thu geben
Mit meiner Zung den Namen Dein:
Las mir deinen Sabbaht heilig sein:
Das Jch meine Eltern ehr‘ alzeit:
Den Todschlag: Ehbruch: Dibstal meid.
HErr JEsu Christ/
Wehr Falschheit/ List ://:
Lust/ und was dir zu wider ist!
2. GOttes Eifer dreüt zwar Zorn und Tod/
Doch gläub‘ Jch an mein Vater und Gott/
Schöpfer Himmels und der Erden.
Jch gläub‘ an Sein Einigen Sohn Jesum Christ/
Der Mensch empfangn und gebohren ist:
Must leiden und kreützigt werden:
Starb: ward begrabn: Fuhr in die Hell:
Stund wieder auf vom Tode schnel:
Fuhr auf gen Himmel: zus Vatern Hand
Jtzt sitzt/ wird richten alle Land/
HErr Jesu Christ
Dein Geist mich führ‘ ://:
An den Jch gläub/ durchs Wohrt zu Dir!
3. O Vater unser im Himmelsthron/
Geheiliget werd dein Name schon/
Bei uns durch reine Lehre:
Dein Reich zukomme durch deinen Geist:
Dein Will gescheh‘ und alls was du heist/
Dem Fleisch und Teüfel wehre:
Gib täglich Brod/ ohn Krieg und Noht/
Behüt für Hunger und jähem Tod:
All‘ unser Schuld aus Gnadn erlass‘:
Und versuch‘ uns nicht über Mahss:
HErr Jesu Christ/
Vom Ubl und Gefahr ://:
Lös‘ uns. Amen/ das werde wahr.
4. Und das solchs hoff ein jeder Christ/
Er drauf mit Wasser gtauffet ist/
Mit Gottes Wohrt verfasset.
Wer nun gläubt/ und so gtauffet wird/
Der selig ist/ und gahr wol geziert/
Das Jhn GOtt nimmer hasset.
Der Glaub dem Wort im Wasser traut/
Und in der Tauff ausgiessen schaut
Den lebendigen Gnaden Geist/
Der uns auf den Tod Christi weist/
HErr Jesu Christ/
Ertödte mich ://:
Für GOtt zu leben ewiglich.
5. Wer Sich aber noch was schwach empfind/
Dem zur Erquickung gegeben sind
Der Leib und Bluht des HERRN/
Da Christus in und mit Brod und Wein
Wil Selber Wirth und zugegen sein/
Die kranke Seel zu nehren/
Zum Leben und zur Seligkeit.
Das Wohrt/ Für Eüch gegeben/ deüt/
Wer gläubt von Hertzen festiglich/
Das Sakrament braucht würdiglich.
HErr JEsu Christ/
Du Lebens Brod ://:
Mach‘ uns hier und dort ewig satt!
1. Da Christus an dem Kreuze hieng,
in Schmach zu unsern Ehren:
Für unser Schuld die Straf empfieng,
rief er zu Gott dem Herren.
Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich,
so gänzlich übergeben,
Ich ruf und schrei, kein Hülf nicht sieh,
es geht mir an das Leben,
ruf Tag und Nacht,
doch wird meins Schreiens nicht gedacht.
2. Du aber wohnst im Heiligtum
und Israel dich preiset
Du bist gewest der Väter Ruhm
den du stets Gnad beweiset.
In aller Noth die sie anfacht
reichst du in deine Hande
aus ihrem Leid und Trubnis bracht,
sie wurden nicht zu Schanden,
all ihr Geschrei
erhörest du und machst sie frei.
3. Ich aber bin ein Wurm veracht,
und keinem Menschen gleiche,
verspeit, von jedermann belacht,
mich höhnt beid Arm und Reiche.
All die mich sehen spotten mein,
gegn mir ihr Maul aufsperren,
sprechen, Wie bsteht er nun so fein,
wie ruft er nicht zum Herren,
daß er jetzt käm,
und hülf ihm hat er Lust zu ihm.
4. Dennoch bistu mein Gott und Hort,
aus meiner Mutterleibe,
Ich bin dein Sohn und ewig Wort
Mensch geborn einem Weibe,
Auf dich mich stet verlassen hab,
von meiner Mutter Brüsten,
drum laß in dieser Angst nicht ab,
mich aus der Noth zu fristen,
sonst ist niemand
de rmir jetzt reicht der Hülfen Hand.
5. Groß Ochsen und viel feister Stier
mich gwaltiglich umbringen
Sperrn auf ihn Rachen gegen mir
wie Löwen mich verschlungen.
Bin wie ein Wasser ausgestürtzt,
mein Herz wie Wachs zerfloßen,
mein Saft vertrocknet und verkürzt,
ganz trostlos und verlaßen,
mein Zung anklebt
und ist nichts mehr an mir das lebt.
6. Es rotten sich viel böser Hund,
mich gar umgeben haben,
han mir mein Händ und Füß verwundt,
mit Nägeln gar durchgraben,
Ganz ausgereckt hang ich hie bloß,
möcht mein Gebein all zählen,
um mein Kleid werfen sie das Loß,
um meinen Rock sie spielen,
mein Schmach und Pein
muß ihres Herzens Freude sein.
7. Doch wirst du mich aus diesem Leid
vom Tod und höllschem Schrecken
bringen zu großer Herrlichkeit,
am dritten Tag erwecken,
Daß ich deins Namens Ehr und Ruhm
mein Brüdern mög verkünden,
daß man durch Gnad allein wird fromm,
erlöst von Tod und Sünden,
von Pein der Höll,
darüber freut sich Israel.
8. Denn du Herr Gott hast nicht verschmäht,
die Elenden und Armen,
Dein Gnad überall gar reichlich geht,
läßt dich der Welt erbarmen.
Vom Aufgang bis zum Niedergang
mit deinem Wort sie speisest,
doch sagen dir die frommen Dank,
den du solch Gnad beweisest,
und freuen sich,
daß sie solln leben ewiglich.
9. Denn wird dein Nam gepredigt recht
wenn mich die Heiden ehren
Für mir anbeten all Geschlecht
und sich zu mir bekehren.
König und Fürsten alle die
beid Arme und Geringen
für mir solln biegen ihre Knie
zu meinem Reich eindringen,
daß sich dein Ehr
bis an das End der Welt vermehr.
10. Dein Sam bleibt in der Christenheit,
dein Namen zu verkünden,
von Gschlecht zu Gschlecht wird ausgebreit
von Kind zu Kindeskinden.
Daß wir von Sünd gewaschen rein
aufs neu werden geboren
das thust du Herr und Gott allein
an den die du erkoren,
durch Jesum Christ,
der unser Gott und Heiland ist.
11. Dein Nam Vater im Himmelreich,
muß hie geheiligt werden
uns widerfahr dein Gnad alln gleich
dein Will gescheh auf Erden.
Dermaß wie dort im Himmel hoch
den Leib wollst uns ernähren,
laß uns die Schuld gnädiglich nach
wöllst unsre Feind bekehren,
aus allem Leid
hilf uns zur ewgen Seligkeit.

Herr Jesu Christe, Gottes Sohn!
ich red mit dir, wie Simeon:
mein Glaub schon lange sehnte sich
zu sehen dich,
dich zu umfangen festiglich.
2 Nun hab ich mich so manche Zeit
gezogen müd an Eitelkeit,
so drückt mich auch, läßt mir nicht Rast,
die Sünden-Last,
mit der viel Straf wird aufgefasst.
3 Du lässest manchen täglich los,
und setzest ihn in Gottes Schoß,
da man hat ewig süsse Ruh:
wenn schickest du,
den mir auch holden Boten zu.
4 Dein Engel ists, und nicht der Tod,
der mich hinführt aus aller Not,
denn, wenn ich sterb und geh zu Grab,
dann reis ich ab
gen Himmel, der der Erd mich gab.
5 Knecht und Taglöhner sind erfreut,
wenn naht herbei die Abendzeit,
weil sich alsdenn die Arbeiet endt
der müden Händ,
und sich der Leib zur Ruhe wendt.
6 Im Himmel ist mein Vaterland:
hier bin ich in dem Pilgerstand;
der Wanderbündel dieser Erd
mich hart beschwert.
Ach! meine Seel nach Haus begehrt.
7 Fried wohnet nur im HImmelszelt;
voll Krieg ist diese böse Welt.
Dank ab, o Jesu, deine Knecht;
mich hat geschwächt
nun lang genug das Feindgefect.
8 Fahr endlich ab, du müde Seel,
aus deines Leibes Marterhöhl!
Dein Wanderstab sei Christi Blut
und Pilgerhut,
der liebe Tod macht alles gut.
Du mußt mein Freund sein, wilder Feind!
Ich sags, und es ist fest gemeint:
Heran zu mir, krümm deinen Rücken!
Du wirst die Kluft mir überbrücken.
Ich tret auf dich, und—wundres Sagen!—
Der Tod wird mich ins Leben tragen.
Mir graut vor deiner Schreckgestalt.
O Tod, wie bist du grimm und kalt!
Ich seh nur Zorn in deinen Blicken,
Wie wenn die Richter Häscher schicken.
Ich bin ein Sünder! Und Verdammen
Seh ich aus dein Augen flammen.
Jedennoch wend ich meinen Sinn,
Nach Golgotha ich blicke hin,
Da ward für micih zu deiner Beute,
den niemand einer Sünde zeihte,
Und ward dein Gift. Weg, alles Grauen!
Ich will im Tod das Leben schauen.
Denn dies der Herr dem Schächer beut:
"Wahrlich, ich sage dir, noch heut
Bist du mit mir im Paradiese."
Was kümmert mich, daß ich nicht wisse,
Was Seele sei, vom Leib geschieden?
Im Tod leb "ich"! Ich fahr im Frieden!
Was tust du meinem Leibe, Tod?
Machst ihn zur Erde, Ashce, Kot,
Vermengst ihn mit den irdschen Stoffen?
Willst spotten meinem gläubgen Hoffen?
Ein Auferstehn zum ewgen Leben!
Du mußt mein Freund sein, wilder Feind!
Der Herr ists, der es so vermeint.
Komm nur! Es wird mir freundlich tönen
Das Abendglöcklein. Und mit Dröhnen
Wird mich die Osterglocke rufen
Zu meines Heilands Thronestufen.

