12 April 2026

Gott Lob, ich lebe nun! mein Leben

Here is my translation of the hymn, “Gott Lob, ich lebe nun! mein Leben” (E. Neumeister, 1710), from the author’s Zugang zum Gnadenstuhl, second series, for Quasimodogeniti. (The hymn for this occasion in his first series, “Ich weiß an wen ich glaube. / Mein Jesus ist des Glaubens Grund” is commonly found translated as “I Know My Faith Is Founded.”)


Mel.: Wer nur den lieben Gott läßt walten.



PRAISE God, I live! My Life forever

My own remains—’tis Christ my Lord,

Who gave Himself as my Deliv’rer

To death, and was to life restored.

O legacy of grace untold,

My Savior here for me doth hold.


2 Who hath the pow’r to give expression

To all the mis’ry of our race?

Alas, it is our vast transgression

That body and soul in death embrace!

O grief no mortal tongue can tell!

That, living, we are dead as well.


3 We from that life are wholly estrangèd

Which God and His own grace bestow.

Our striving heart, by sin derangèd,

Would naught but evil love and know.

And this the spirit’s death at last

Doth us to death eternal cast.


4 No mortal from such bonds can ever

By pow’r and might his freedom gain;

For that one should himself deliver,

Must as impossible remain

As if one slain by his own hand

Should make his lifeless body stand.


5 But what all mortal pow’r defieth

And made impossibility,

Christ’s saving work itself supplieth,

His merit maketh all to be,

He lifts us from the life of death,

Whence follows then new life of faith.


6 There is forgiveness of all sinning,

There is the righteousness of God,

All this in faith finds its beginning,

Which laughs at death as at a fraud.

Yea, still we live although we die—

Thus Christians live here and on high.


7 Praise God, I live! My Life forever

Remaineth mine in Christ my Lord,

Who gave Himself as my Deliv’rer

To death, and was to life restored.

My Life therefore in time is He,

My Life for all eternity.


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Gott Lob, ich lebe nun! mein Leben

ist einzig mein, Herr Jesu Christ,

der sich für mich in Tod gegeben,

und wieder auferstanden ist.

O unaussprechlich Gnadengut,

das er, mein Heiland, an mir thut!


2 Wer mag das Elend doch ergründen,

das alle Menschen ganz bedeckt?

Ach solches machen unsre Sünden,

darinnen Leib und Seele steckt.

Ach unaussprechlich ist die Noth!

Ja, da wir leben, sind wir tot.


3 Wir sind entfremdet von dem Leben,

das Gott und Gottes Gnade giebt.

In uns ist lauter Wiederstreben,

bei dem man nur das Böse liebt,

und der Tod, der sich geistlich weist,

stürzt uns in den, der ewig heißt.


4 Kein Mensch macht sich von solchen Ketten

aus einer Kraft und Stärke los

Denn da, sich selber zu erretten,

ist die Unmöglichkeit so groß:

als einer der sich umgebracht,

sich wieder selbst lebendig macht.


5 Allein, was menschlichen Vermögen

zu schaffen gar nicht möglich war,

das bringet Christi Heil und Segen,

und sein Verdienst macht alles klar.

Er weckt uns von den Toten auf.

So folgt ein neues Leben drauf.


6 Da ist Vergebung aller Sünden:

da ist Gerechtigkeit von Gott.

Diß alles kann der Glaube finden;

dem ist der Tod ein Kinderspott.

Ja, wenn wir sterben, leben wir.

So lebt ein Christe dort und hier.


7 Gott Lob! ich lebe nun! mein Leben

ist einzig mein Herr Jesu Christ,

der sich für mich in Tod gegeben,

und wieder auferstanden ist.

Mein Leben ist er in der Zeit;
mein Leben auch in Ewigkeit. 

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