Here is my translation of the hymn, “Mein Jesu, laß mich willig tragen” (E. Neumeister, 1710), from the author’s Zugang zum Gnadenstuhl, second series, for Exaudi Sunday.
Mel.: Wer weiß wie nahe mir mein Ende.
MY Jesus, with a spirit willing
The cross Thou givest let me bear.
When I Thy smiting hand am feeling,
I know Thou smit’st in loving care.
However much the flesh it stings,
Great benefit the soul it brings.
2 Thou hast Thyself to torment given
And borne great suff’ring for my sake;
Thou hast with death in sorrow striven,
And died, that I to life might wake.
In love Thou hast salvation made,
Which cannot be by aught repaid.
3 If then a cross to me Thou proffer,
Why should I shrink and timid be,
Afraid for Thee some thing to suffer
Which trifling is, and soon to flee?
Thy strong and mighty Spirit too
With might and strength will me endue.
4 Oh, help me yet to suffer never
Because of some iniquity!
Let me in earnest shun whatever
Thy Holy Word forbiddeth me.
But Christian suff’ring will, I know
A salutary fruit bestow.
5 Forsooth, to suffer some affliction
For Thee and for religion’s sake,
Shall of a curse a benediction,
Of mockery an honor, make.
Yea, if to death our lives be cast,
E’en death itself is life at last.
6 Then give my faith a firm conviction,
Dear Jesus! Let it stalwart be,
That I may see in all affliction
How much Thy comfort quickens me,
And suff’rings of this present time
Match not that glory all-sublime.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Mein Jesu, laß mich willig tragen,
was du zu tragen auferlegt.
Ich weiß, wenn deinen Hände schlagen,
daß du aus lauter Liebe schlägst.
Wie weh es auch dem Fleische thut,
so ist es doch der Seele gut.
2 Du hast für mich so viel gelitten,
und gabst dich in die tiefste Noth.
Du hast für mich den Tod bestritten,
und gingst darüber selbst in Tod.
Aus Liebe hast du das gethan,
die man durch nichts vergelten kann.
3 Willt du mir nun ein Kreuz bescheiden;
wie sollt ich denn so zärtlich sein,
und nichts um deinetwillen leiden?
Da alles doch nur kurz und klein,
und auch dein Geist der Stärk und Kraft
mir alle Kraft und Stärke schafft.
4 Ach hilf nur, daß ich niemals leide
von wegen einer Missethat!
Gieb, daß ich alles ernstlich meide,
was mir dein dein Wort verboten hat.
Leid ich dargegen, als ein Christ,
so weiß ich, daß mirs selig ist.
5 Ja, leidet man von deinetwegen,
und wegen der Religion,
fürwahr, so ist der Fluch ein Segen,
und Ehre wird aus Spott und Hohn.
Stürzt man uns gar in Tod hinein,
so muß der Tod ein Leben sein.
6 Nun stärke, liebster Jesu, stärke
den Glauben in mir unverrückt,
daß ich in allem Leiden merke,
wie mich dein süßer Trost erquickt,
und alles Leiden dieser Zeit
nicht werth ist jener Herrlichkeit.

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