13 September 2026

Wer ist der zweien Herren könne dienen

 Here is my translation of the hymn, “Wer ist der zweien Herren könne dienen” (J. Heermann, 1651), from the author’s Evangelia, for Trinity XV, a paraphrase of the Gospel Lesson from Matthew 6. Heermann uses the same meter and tune selection as for Sexagesima.


Mel.: Geliebten Freund, was thut ihr so verzagen;

Or: Dicimus grates tibi summe rerum.




WHAT man can serve two masters? If he seeketh

One to embrace and do whate’er he speaketh,

He must despise the other, hostile make him,

And so forsake him.


2 Ye cannot hearken both to God and Mammon,

Nor with thy service honor them in common.

He who in heart to God cleaves half as tightly

Treats heaven lightly.


3 Ah, take no thought how ye shall then be living!

Who shall your food, your drink to you be giving,

And for the body, what ye shall be wearing.

God will be caring.


4 Is not your life far more than only eating?

The body more than clothes upon it fitting?

Who cares for all the fowls above you flying,

Their food supplying?


5  They do not sow nor reap, nor have the power

To gather into barns their grain for flour,

Yet God your Father, when the need betides them,

Sust’nance provides them.


6 Are ye not much more worth than they in nature?

Which of you can add length unto his stature,

Yea, e’en a cubit, by his daily worry,

Bustle, and hurry?


7 Why take ye thought for raiment, and are afflicted?

Come, think upon the lilies, amply gifted,

See how they grow so fair, these beauties winning

Without all spinning.


8 Solomon even, in his glory splendid,

And all the riches which his reign attended,

Must pale before the least exquisite flower

Blooming this hour.


9 Wherefore if God so clothe the grass that groweth

Which is today, and soon the reaper moweth,

Shall He not much more clothe you, the weak-believing,

His love recieving?


10 No longer worry where ye shall be getting

Food, drink, and clothing. Shame on all your fretting—

Ye, who yourselves call My disciples duly,

God knowing truly!


11 Nay, let the Gentiles for such things be fretting,

Eating their heart and yet no profit getting;

Your Father of all such things to you most needful

Is ever heedful.


12 Seek ye God’s kingdom first o’er all creation,

So shall the rest come without hesitation.

To those who strive by faith to enter heaven,

His bread is given.


13 Therefore do not be worried for the morrow.

The morrow needs not this day’s cares to borrow.

Each day hath of its evil and displeasure

Sufficient measure.


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Wer ist der zweien Herren könne dienen?

Will er den Einen lieben und versühnen,

muß er daen Andern, der ihm widrig hassen,

und ihn verlassen


2 Ihr könnt nicht Gott zugleich und Mammon hören:

Noch einen wie den andern mit Dienst ehren.

Der wir,d wer gott umhangt mit halbem Herzen.

sein Heil verscherzen.


3 Ach sorgt doch nicht so sehr für euer Leben,

wer euch soll Speise, wer euch Trank soll geben,

noch für den Leib, womit ihr ihn sollt kleiden.

Gott hilfet beiden.


4 Ist nicht das Leben wet mehr als die Speise?

Der Leib mer als die Kleidung gleicherweise?

Wer pflegt den Vogeln, die empor sich schwingen,

Nahrung zu bringen?


5 Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie können

nichts in die Scheure sammlen, nichts gewinnen.

Und euer Vater läßt sie nicht verderben,

noch Hunger sterben.


6 Seid ihr denn nicht vielmehr als sie zu schätzen?

Wer ist, der seiner Länge kann zusetzen,

so er sich gleich mit Sorgen täglich quäle,

auch nur ein Ele?


7 Was wollt ihr euch der Kleidung halben kränken?

Kommt, laßt uns an die Lilien gedenken,

sie wachsen trefflich schön, die doch nichts können

zum Kleidlin spinnen.


8 Auch Salomon war nicht so wohl gezieret,

in aller Pracht, die man ihm verspüret.

Auch für dem kleinsten Blümlein, das wir finden.

muß ein Schmuck schwinden.


9 So denn nun Gott das Gras so artlich kleidet,

das jetzund stehet, bald wird abgeweidet,

sollt er denn dies nicht thun euch den Geliebten?

O ihr Betrübten!


10 Drum sorgt und sagt nicht mehr: Wo wolln wir nehmen

Trank, Speis und Kleidung? Sollt ihr euch nicht schämen?

Ihr, die ihr euch selbst meine Jünger nenne!,

und Gott recht kennet?


11 Lasset die Heiden solchen Kummer tragen,

die ihnen selbst das Herz im Leib abnagen.

Gott weiß, daß ihr müßt alle diese Gaben

nothwendig haben.


12 Trachtet nach Gottes Reich vor allen Dingen,

so wird euch alles andre wohlgelingen.

Gott wird dem, der dem HImmel nach wird streben

sein Brot wohl geben.


13 Drum tragt nicht Kummer für den andern Morgen.

Kommt er, so wird er für das Seine sorgen.

Es ist gnug, daß ein jeder Tag muß tragen

sein eigne Plagen.

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