Here is my translation of the hymn, “Selig sind die Glaubensaugen” (L. Laurentii, 1700), from the author’s Evangelia melodica for Trinity XIII.
Mel.: Werde munter, mein Gemüthe
BLESSED are the eyes believing
Which the Savior’s face survey,
Sweetest comfort thence receiving,
Lifted from the world away,
Who in quiet solitude
Rise above earth’s manner crude
In the love of Jesus walking,
Of His precious treasures talking.
2 Was it blessed to behold Him
When incarnate here He stayed,
As the fathers, who foretold Him,
Many ages longed and prayed—
Oh, how blest, who do not see,
Yet in faith stand constantly!
Yea, they blessed are forever,
Who in faith discern the Savior.
3 Blessed, blessed must be namèd
Those whose hearts in Him delight,
And whose spirits, thus inflamèd
Find in woes their balm and light,
Who hath tasted of that bliss
Knows indeed how sweet it is;
Naught in life that men desire
Can uplift them any higher.
4 All the joy that worldlings bindeth
Like a cloud or mist dispels,
But he who that Wisdom findeth
That from heaven gladly dwells
In those lowly hearts, aggrieved ,
Which have Christ in love received—
He is made a child of heaven
And a heav’nly cure is given.
5 Blest are they who hear the Savior
In the Word and Spirit still,
Turn in heart, receive His favor
And in faith obey His will.
Christ alone the Shepherd is,
Leads the sheep He calleth His,
In and out to verdant pasture,
Where they joy before their Master.
6 Vainly doth this generation
Set their eyes on wealth and gold,
Seeking fame and reptuation,
And dominions here to hold;
Thither would they turn the ear
Where men folly teach and hear,
While the Christ and what He teacheth
Never worldly senses reacheth.
7 Thus unblessed must they tarry
In their earthly vanity,
And of punishment unwary
Meet their ruin suddenly,
Since their tongues with Jesus ring,
But their hearts know not a thing;,
Yea, they are ashamèd never,
To revile and slay the Savior.
8 See this in His members painted,
In their scarlet robes arrayed,
And in all His brothers sainted,
Who a spectacle are made
To the angels, world, and men—
Counted fools by worldlings vain,
To be slandered and revilèd
Yea, and slain by hands defilèd.
9 If they truly knew the Savior,
They would surely not decry
These His servants with disfavor,
And disgrace, and damn to die.
But because their eyes are blind,
Who have such a wayward mind,
Never to the Lord attending,
There can be no other ending.
10 Sweetest Jesus, let me solely
Gaze on Thee, and blessed be
In true faith’s assurance holy—
Yea, Thy radiance give to me,
To discern Thee in the Word,
And to hail Thee as my Lord,
That on earth I may be given
To be blest, and there in heaven!
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Selig sind die Glaubensaugen,
derer, die auf Jesum sehn,
die des Trostes Honig saugen
und sich von der Welt erhöhn,
die in stiller Einsamkeit,
von der Welt entfernet weit,
in der Liebe Jesu wandeln,
und von seinen Schätzen handeln.
2 War es selig ihn zu sehen,
wie er noch im Fleische war,
nach der Väter Wunsch und Flehen,
daß er würde offenbar;
so sind selig die nicht sehn,
und dennoch im Glauben stehn,
ja hochselig sind zu nennen,
die im Glauben Jesum kennen.
3 Selig, selig sind zu schätzen,
die in Herzens Freudigkeit,
sich im Geist an dem ergetzen,
der ihr Trost in Herzeleid,
wer die Freud erfahren hat,
weiß zu reden von der That,
nichtes ist in diesem Leben,
daß man höher könn erheben!
4 Alle Lust der Welt verschwindet
wie ein Nebel, Rauch und Blitz,
aber, wer die Weißheit findet,
die von oben ihren Sitz
nimmt in Herzen, die betrübt
und in Jesum sind verliebt,
der hat ein recht himmlisch Wesen
ausersehn, und ist genesen.
5 Selig sind, die Jesum hören,
noch im Geist und in dem Wort,
die von Herzen sich bekehren,
und im Glauben wandeln fort,
Jesus ist der Hirt allein,
der noch führet aus und ein,
seine Schaf auf grünen Auen,
da sie ihr Vergnügen schauen.
6 Kinder dieser eitlen Erden
sehen nur auf Gold und Geld,
daß sie mögen größer werden,
und besitzen diese Welt,
und ihr Ohr ist hingekehrt,
wo man Thorheit lehrt und hört,
aber Jesum und sein Lehren
mag die Welt nicht sehn noch hören.
7 Darum bleibet sie unselig
in der Erden Eitelkeit,
und ihr Strafgericht allmählich
schlägt sie in der Sicherheit,
weil man Jesum führt im Mund,
aber nicht im Herzensgrund,
ja weil man sich nicht erröthet,
daß man ihn verfolgt und tötet.
8 Dies geschicht in seinen Gliedern,
wie es mehr als offenbar
und in allen seinen Brüdern,
die man stellt zum Schauspiel dar,
vor den Engeln, vor der Welt,
und sogar für Narren hält,
die zu lästern und zu spotten
und vom Erdkreis auszurotten.
9 Ach wenn man den Herren kennte,
so gescheh es wahrlich nicht,
daß man seine Diener schändte,
und verdammte im Gericht,
aber weil die Augen blind
derer, die also gesinnt,
so kanns anders nicht geschehen,
weil sie Jesum selbst nicht sehen.
10 Süßer Jesu, laß mich schauen
nur auf dich, und selig sein,
in dem Glauben und Vertrauen;
ja, gib einen hellen Schein,
daß ich dich im Wort erkenn,
und dich meinen Herren nenn,
daß ich selig auf der Erden
un im Himmel möge werden.

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