Here is my translation of the hymn, “Jesu, Arzt aus Gilead” (B. Schmolck, 1715), from the author’s Der lustige Sabbath, second series, for Trinity XIII, with title: “Jesus, the Supreme Physician.”
Mel.: Meinen Jesum laß ich nicht.
JESUS, Balm of Gilead,
Oh, how can I thank Thee ever?
How Thy kindness be repaid?
For Thou comest to deliver
My afflicted soul from grief,
As my Cure and true Relief.
2 Wondrous Cure! How curious here
Seems to me Thy wonder-working
Who by smiting makest clear
Wounds in every sinner lurking,
Even if the pains of sin
Stings their conscience deep within.
3 With the hammer of the Law
Oh, how hard a blow Thou dealest,
Striking sinners’ hearts with awe,
And at their complaint appealest
To the Law’s aloof decree,
Which man breaks so wickedly.
4 Oh, how deep a blow is made,
When with grief the heart is bitten,
Which no mortal can evade,
When He asketh: What is written!
Here the trespass is made clear
And the rod of God is near.
5 For the Law commandeth me
Perfectly to love, whole-hearted,
God and men, which certainly
I have never even started.
Thereby Jesus’ blow is made,
Whom I called for help and aid.
6 Yet, my heart, good cheer maintain,
Jesus comes not only smiting
But as well relieves the pain,
Balm with every blow uniting,
And thereby with comfort shows
He can heal with hammer-blows.
7 Not the Law’s accusing cry
Is the purpose of His healing,
For the priest but passeth by,
Who, his heartless way revealing,
Presseth more th’ afflicted heart,
Nor would any help impart.
8 Neither is His healing aimed
At the outward customs merely
In the holy service framed;
Otherwise the Lord would clearly
Like the passing Levite, long
For the rites and zealous throng.
9 Nay, His healing is alone
Oil and wine of nature splendid
Filling wounded flesh and bone,
Oh, how well my wounds are mended,
By Thee, dear Samaritan!
Oh, how canst Thou comfort man!
10 Oh, how breaks Thy heart in twain
To repair my wounds inflicted!
Thy own heart, in pitying pain
Suffers almost unrestricted,
And as it with sorrow fills,
Freely all compassion spills.
11 Oh, how moved Thou art to see
My distress, here wounded lying
In such dread iniquity
Blind already and near dying,
And the robe of righteousness
Given me, no more possess.
12 Thus Thou comest now to bind
All my wounds and heal me wholly,
And such healing mak’st me find
In Thyself, my Savior, solely—
Healing all min injury,
Giving comforts all to me.
13 Of my sins Thou speak’st no word,
All their host in grace forgiving,
Cheeringly Thy speech is heard:
Henceforth, sinner, be thou living!
Thus Thou bindest, for my peace,
All my sores, and mak’st them cease.
14 Thus by Thee my wounds are bound;
Inward quick’ning Thou dost give me
With the best of comforts found.
When my sins oppress and grieve me,
Then Thou pourest oil and wine
For my remedy divine.
15 As Thou wouldst have me alive
And in constant health abiding,
So Thou dost Thy servants drive
Graciously, that by Thy guiding
Each may graciously attend
To my welfare till my end.
16 Great Physician, noble Cure,
Thou hast mended, healed, and dressed me!
All to me is giv’n and sealed;
In Thine arms now let me rest me,
Isr’el’s Healer! I believe
This too I from Thee receive.
Translation © 2026 Matthew Carver.
GERMAN
Jesus, Arzt aus Gilead,
o wie kann ich dirs verdanken
und findt auch mein Danken statt?
Daß du willst mich Seelenkranken
von der Seelen Schmerz befrein,
und mein Arzt und Alles sein.
2 Wunderarzt, wie wunderbar
wirst du doch von mir befunden,
denn du schlägest offenbar
allen Sündern tiefe Wunden,
ob vorhin der Sünden Schmerz
nagt Gewissen, Seel und Herz.
3 O wie heftig schlägest du
doch mit des Gesetzes Hammer
auf der Sünder Herzen zu,
wenn du sprichst zu unsrem Jammer:
Was denn das Gesetze spricht,
das der Mensch so boshaft bricht!
4 O gewiß ein tiefer Schlag,
der uns innig kann betrüben,
dem man nicht entgehen mag:
Wie steht im Gesetz geschrieben?
Hier ist Übertretung da,
Und die Strafe Gottes nah.
5 Das Gesetze zeigt mir an,
das vollkommen aus zu üben,
was ich gar niemals gethan,
Gott und Menschen recht zu lieben;
dadurch schlägt mich Jesus tief,
den ich mir zu helfen rief.
6 Aber nur getrost, mein Herz,
Jesus schläget nicht nur Wunden,
sondern mindert auch den Schmerz,
wenn er sie mit Trost verbunden,
und zeigt dadurch tröstlich an,
daß er schlagend heilen kann.
7 Seiner Heilung rechter Zweck
ist nicht des Gesetzes Strenge,
denn der Priester gehet weg,
der dadurch nur ins Gedränge
das beklemmte Herze bringt,
und auf keine Heilung dringt.
8 Auch ist seine Heilung nicht
auf die äußerlichen Bräuche
bei dem Gottesdienst gericht,
denn sonst wär er diesem gleiche,
der als ein Levit verlangt,
daß man eifrig daran hangt.
9 Seine Heilung ist allein
in die mir geschlagnen Wunden
eingegoßnes Öl und Wein:
O wie wohl werd ich verbunden
von dir, liebster Samarit;
O wie tröstet du damit!
10 O wie bricht dir doch dein Herz,
meine Wunden mir zu heilen,
deines eignen Herzens Schmerz,
der dasselbe will zertheilen;
daß es lauter Jammer füllt,
und es voller Mitleid quillt.
11 O wie dringt dich meine Noth,
wenn du mich mit Mißvergnügen
allbereit halb starr und tot
siehst in meinen Sünden liegen,
ohne der Gerechtigkeit
mir ehmals gegebnes Kleid.
12 Darum kommst du nun zu mir,
meine Wunden zu verbinden,
und läßt mich allein bei dir
eine solche Heilung finden,
die den Schaden völlig heilt,
und mir lauter Trost ertheilt.
13 Meiner Sünden denkst du nicht,
diese willst du mir vergeben,
wenn dein Mund recht tröstlich spricht:
Hinfort sollst du Sünder leben;
so bindst du, zu meiner Ruh,
mir die tiefen Wunden zu.
14 Diese Wunden heilest du
mir, zu innigem Erquicken,
mit dem besten Troste zu;
wenn mich meine Sünden drücken,
ei, so geußt du Öl und Wein
mir zu meiner Lindrung ein.
15 Und wie sorgest du für mich,
immer also heil zu bleiben,
da du willst genädiglich
deine Diener dahin treiben,
daß ein jeder vor mein Wohl
unaufhörlich machen soll.
16 Und so bin ich wohl geheilt,
theurer Arzt, durch dein Erbarmen,
alles ist mir mitgetheilt,
laß mich nun in deinen Armen,
Israelis Arzt! auch ruhn;
nun ich glaube, du wirsts thun.

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