13 July 2026

Herr Jesu Christ, du weißt es wohl

Here is my translation of “Herr Jesu Christ, du weißt es wohl” (B. Ringwaldt, 1582), from the author’s Evangelia, the post-Gospel prayer hymn for Trinity VI.

Mel.: Nun freut euch, lieben Christen gmein.



LORD Jesus Christ, Thou knowest well,

We sinners sore afflicted

As Adam’s sickly children, swell

With evils unrestricted,

With vengefulness and wicked lust,

Nor may be perfect, till this dust

Within the tomb lies buried.


2 Have mercy on our faults, O Lord,

Which to us still are cleaving,

And ’gainst the flesh and blood afford

Thy help, that we, believing,

May in the battle firmly stand,

That heart and mind the upper hand

May o’er them be retaining.


3 We would in peace and chastity

Be here together dwelling—

If but our hearts might be set free

From Adam’s thirst compelling,

Which overcomes us now and then,

And though it makes no mighty gain,

Is all too clearly noticed.


4 O God, if but our flesh possessed

No evil inclinations,

But always followed Thy behest

In thought and deed with patience!

Then would we be much evil spared,

And need not always stand prepared

To fight sin, world, and devil.


5 But since upon this earth none may

That longing be fulfilling,

Be gracious unto us, we pray,

By whose blood amply spilling,

We are made righteous in God’s sight,

As if we kept the Law aright,

Yea, and were more than perfect!


Translation © 2026 Matthew Carver.


GERMAN

Herr Jesu Christ, du weißt es wohl,

daß wir betrübte Sünder

seind Rach und böser Lüsten voll,

wie kranke Adams Kinder,

und können des nicht übrig sein,

bis das man unser Fleisch und Bein,

wird in die Gruben legen.


2 Halt solch Gebrechen uns zugut,

der in uns bleibet kleben,

un dhilf, daß wir dem Fleisch und Blut

all Stunden widerstreben,

udn ihm also thun Widerstand,

das unser Geist die Überhand,

zum meisten Theil behalte.


3 Wolln wir doch gern in Fried und Zucht,

allhie beinander wohnen,

wenn unser nur die Adams Sucht,

im Herzen wollt verschonen,

dieselb bisweil was überrinnt,

und ob sie wohl nicht viel gewinnt,

läßt sie sich doch vermerken.


4 Wollt Gott, daß wir in unserm Fleisch

kein bös Anmuthung hätten,

und jederzeit nach deim Geheisch,

recht dächten und recht thäten,

so wärn wir vieles Unglücks los

und dürften keines Fechtens groß,,

mit Teufel, Welt und Sünde.


5 Weil aber solches unser kein

auf Erden mag erfüllen,

so wollst du uns genädig sein,

um deines Blutes willen,

in dem wir send getrecht für Gott,

als hätten wir die Zehn Gebot

mehr denn zu viel gehalten. Amen.

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