21 October 2015

Wenn soll ein Ende nehmen?

Here is my translation of the Cross and Comort hymn “Wenn soll ein Ende nehmen” (Laurenti, 1700), for the 21st Sunday after Trinity. The melody is “Herzlich tut mich Verlangen.”


WHEN shall an end be given
To all my earthly grief?
How long thus wracked and riven
Must I await relief?
Must I be daily numbered
With ailing souls in pain,
By countless tears encumbered?
When shall the end I gain?

2 Oh, save Thy servant needy,
O Jesus, soothe my woes!
Have mercy, Lord, I plead Thee!
My sorrow daily grows.
On earth Thou hadst compassion,
Let not Thy mercy cease!
Thou canst in wondrous fashion
From sorrow grant release.

3 Thou know’st my life and being,
My body and my soul,
My situation seeing,
My grief complete and whole;
Not from Thine eye are hidden
My sighs and misery,
The cares with which I’m ridden—
And so I ask of Thee.

4 I seek Thy grace, Lord, solely
I need no wondrous sign;
If I can have that only,
What gladness shall be mine
When stinging conscience plagues me
Close at my side remain,
And when my frailties vex me,
Then make me free from pain.

5 Thou hast of boundless favor
From bonds of sickness won
And shown Thyself the Savior
To yonder ruler’s son;
Oh, then Thou wilt unbind me
As well from all my woes,
And let Thy right hand find me,
And ev’ry ill oppose.

6 I trust Thy love’s high merit,
Believing steadfastly
With heart and mind and spirit
Thou canst deliver me;
Oh, heal me of transgression,
With peace my soul refresh,
Then let this sad oppression
Be lifted from my flesh!

7 Yet, Lord, if in Thy pleasure
It proves a boon for me,
Then let me fill the measure
Of cross and agony.
For certainly I earn it,
And righteous, Lord, art Thou;
Thou hast so long forborne it,
I to Thy bidding bow.

8 This suff’ring is not worthy
That it should be compared
With heaven’s higher glory
Beyond earth’s sorrow shared,
My thoughts are thither turning,
In hope I will be still;
Why fret, this truth discerning?
Leave all to God’s good will.

9 Thy will be all my pleasure,
Christ Jesus, Thou my Lord!
Appoint what means and measure
Will greater good afford.
With thanks I’ll praise and own Thee
For all Thy love so true,
Which Thou hast ever shown me
And ev’ry morn is new.

10 Lord, in this vale of sorrow
Thou hast done all things well,
And wilt, that blessed morrow,
These limbs from sleep compel;
In blissful mansions thronging,
Will spread Thy gifts of life;
E’en now I glimpse with longing
The crown beyond the strife.

Translation © 2015 Matthew Carver.

GERMAN

1 Wenn soll ein Ende nehmen,
mein Jammer auf der Welt,
wie lang ssoll ich mich grämen
wenn ist das Ziel bestellt?
Soll ich mich täglich quälen
mit Krankleut, Qual und Pein,
und nichts als Tränen zählen,
wenn solls ein Ende sein?

2 O Jesu, hilf mir Armen,
und lindre meine Qual,
und laß dich doch erbarmen,
mein Leiden ist ohn Zahl,
der du bist vormals gnädig
gewesen auf der Welt,
du kanst mich machen ledig
wenns dir, o Herr, gefällt.

3 Dir ist bekannt mein Leben,
mein Leib und meine Seel,
und was mich hat umgeben
in meiner Jammerhöhl,
es ist dir nicht verborgen
mein Seufzen, Ach und Weh,
und alle meine Sorgen,
darum ich zu dir fleh!

4 Ich such kein Wunderzeichen,
nur deine Gnad allein,
wenn ich die kann erreichen,
so will ich fröhlich sein,
wenn mein Gewissen naget
das Herz, so steh mir bei,
und wenn mich Krankheit plaget,
so mach mich Schmerzenfrei.

5 Der du von Krankheitsketten
hast können jenen Sohn
des königschen erretten
aus Gnaden, sonder Lohn,
so wirstu auch erlösen
mich aus dem Jammerstand,
und wider allem Bösen
mir reichen deine Hand.

6 Ich traue deiner Güte
und glaube festiglich
mit Herzen und Gemüte
daß du kanst heilen mich
erlöse mich von Sünden
und gib mir Fried und Ruh,
so wirstu mich entbinden
der Leibesnot dazu.

7 Doch Herr, nach deinen Willen
soll diß mir selig sein,
so laß mich hier erfüllen
des Kreuzes Maß und Pein,
ich hab es wohl verschuldet,
und du Herr bist gerecht,
du hast mich lang geduldet,
ich bin des Herren Knecht.

8 Es ist doch dieses Leiden
nicht wert der Herrlichkeit,
die du mir wirst bescheiden
nach diesem kurzen Leid;
dahin will ich gedenken
und sein in Hoffnung still;
warum sollt ich mich kränken?
Es gehe wie Gott will.

9 Dein Will sei mein Vergnügen,
O mein Herr Jesu Christ,
du wirst es also fügen
wie mir es selig ist,
dein Name sei gepriesen,
für deine Lieb und Treu,
die du mir hast erwiesen
und täglich machest neu.

10 Du hast es wohl gemachet
in diesem Jammertal,
wann dort der Leib erwachet
so wird im Freudensaal
dein Wohltun sich ausbreiten
in alle Ewigkeit,
ach ja, ich seh von weiten
die Krone nach dem Streit!

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